anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 17. April 2023
Moneytage
Der erste Tag im Büro endete spätabends in Frankfurt


Blick aus dem 30. Stock eines Frankfurter Hotels

denn dort findet in den nächsten beiden Tagen eine internationale Kapitalmarktkonferenz statt und ich hatte eine Einladung, teilzunehmen.

Da ich ja in 522 Tagen dieses Business verlasse, fand ich es eine gute Idee, vorher noch mal ein wenig auf die Pauke zu hauen und mitzunehmen, was mitzunehmen ist, so rein businessmäßig gesehen.

Die letzten drei Jahre waren ja coronabedingt etwas schwachbrüstig, was Messen und Konferenzen angeht, das wird jetzt alles nachgeholt.
In die Vollen, alle Neune.

Am meisten gespannt bin ich auf die Werbegeschenke, die jetzt, nach Corona im Angebot sind. Verbraten die Firmen noch die alten Reste oder hat die Zeit gereicht, um endlich mal neue Ideen zu befördern?

Also, Kulis brauche ich bis zum Jahr 2091 nicht mehr - und das ist sogar nach der Rente des diesjährigen Geburtsjahrgangs, wenn da nicht bis dahin wieder gewaltig was gedreht wird, aber auf alle Fälle habe ich genug Kulis.

DIN A5 Notizbücher nehme ich noch, davon kann man gar nicht genug haben, zumindest nicht bis es so viele sind wie Kulis und das dauert noch.

Was es sonst noch gibt, wird sich zeigen, morgen um 8h ist Frühstück mit Registrierung
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Sonntag, 16. April 2023
Zurück auf dem Festland
Alles hat einwandfrei geklappt, wir haben das Haus ohne Stress abreisefertig gemacht, das Auto beladen, sind zum Vaterhaus gefahren und haben dort noch Bücherkartons eingeladen.
Ein Vertrieb auf dem Festland nimmt seine Bücher in Kommission, um sie nach und nach zu verkaufen, ich lade jetzt jedesmal, wenn ich über Emden zurückfahre, das Auto randvoll mit Büchern, um sie dort abzugeben.
Bringt nicht wirklich viel Geld, aber besser, als für die Entsorgung noch Geld bezahlen zu müssen.

Anschließend Weiterfahrt nach Leer für einen Besuch beim Vater. Endlich sind alle Coronamaßnahmen aufgehoben und man kann unkontrolliert kommen und gehen, das macht einen Besuch deutlich einfacher.

Ankunft in Greven am frühen Abend, hier warteten allerlei Briefe in der Post, die meisten davon aber Rechnungen für den Vater, wirklich schöne Post war nicht dabei.

Die Pflanzen haben die 16tägige Abwesenheit gut überstanden.

Morgen also wieder Büro, zu sagen, dass ich mich darauf freue, wäre mehr als schamlos gelogen
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Samstag, 15. April 2023
Schon wieder vorbei
Die 14 Tage Ferien sind wie im Flug vergangen, die Liste, mit den Dingen, die ich alle nicht gemacht habe, ist ellenlang, aber ein paar große und wichtige Dinge sind trotzdem vorangebracht.

Die Häuser sind alle von außen aufgemessen, so dass wir jetzt ein Angebot zum Ausblasen der Luftschicht anfordern können. Noch wird das zu 50% gefördert.

Für die Küche ist heute noch ein zweites Angebot von einem anderen Küchenstudio eingegangen, noch mal preiswerter als das andere, das ja schon deutlich preiswerter war als das aus Münster - es scheint sehr viel Luft in diesen Preisen zu stecken, jetzt müssen wir gut verhandeln.

K hat den Treppenvorraum fertig und es sieht echt super aus

Jetzt bin ich sehr zufrieden, das Warten hat sich gelohnt.

Das Brennholz ist komplett zersägt und eingelagert, alle Wäsche ist gewaschen, zusammengelegt und weggeräumt, alle Betten neu bezogen, das gesamte Haus ist gesaugt, gewischt und abreisefertig.

Morgen geht die Fähre um 10.30h, das dürfte alles entspannt zu schaffen sein
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Freitag, 14. April 2023
Hausarbeiten
Nix Neues passiert.

Hier war heute Hauswirtschaftstag.
K hat die Paletten in brennbare Stücke gesägt und ich habe das Holz dann irgendwie im Schuppen untergebracht.
Die drohende Gasmangellage fand ich wohl so bedrohlich, dass ich gar nicht aufhören konnte, Brennholz zu bunkern, auf alle Fälle habe ich den Schuppen heute einmal durchsortiert und weiß jetzt, dass wir auch den nächsten Wintern täglich durchheizen können, ohne dass uns das Brennmaterial ausgeht. Ist ja auch beruhigend.

Außerdem war heute Sonne angesagt, weshalb ich die Waschmaschine anwarf. Vier Maschinen sind heute durchgelaufen, die erste war bereits wieder trocken als ich die zweite rausholte, dann zog sich die Sonne aber etwas zurück und es tröpfelte sogar zwischendurch immer mal wieder, auf alle Fälle war die zweite dann noch nicht trocken als ich die dritte dazu hängte und am Abend holte ich dann den Wäscheständer vorsichtshalber ins Haus, über Nacht wird es jetzt hoffentlich problemlos fertig trocknen.
Die vierte Maschine hing ich dann gleich auf einen Wäscheständer im Haus auf, morgen noch mal eine Maschine mit Wollpullovern, dann ist erst mal alles wieder frisch.

Über Mittag eine kleine Fahrradtour am Wasser lang bis ins Dorf - ich brauchte noch eine Fahrkarte für Sonntag, als wir grade vorm Bahnhof standen und überlegten, welche Strecke wir uns für den Rückweg aussuchen, fing es an zu regnen und wir entschieden uns für den kürzesten Weg.

Zum Abendessen Fortsetzung der Aktion: TK leerkochen. Als wir vor zwei Wochen ankamen habe ich mit großer Begeisterung den leeren Tiefkühler aufgefüllt, natürlich waren die Augen größer als die Verarbeitungsmöglichkeiten, seit drei Tagen wird jetzt stramm leergekocht.

Am Abend eine Videokonferenz mit dem Architekten und einem Mitarbeiter, der für uns die Visualisierung umsetzt, wenn wir jetzt alles einzeln ausschreiben wollen, brauche ich vorher ein genaues Gefühl, wie das fertige Haus aussehen könnte, ich muss also vorher wissen, was ich da nachher als Ergebnis haben möchte, sonst kann ich schlecht einzelne Gewerke beauftragen. Wir besprachen also vor allem einzelne Details bzw. verschiedene Möglichkeiten für einzelne Details und so nach und nach wird das Haus für mich deutlich greifbarer.

Außerdem sind jetzt im 1. OG hier im Haus alle Fenster geputzt und K hat im kleinen Treppenvorraum die Tapeten alle abgekratzt und die Wände neu verputzt, das Drankleben neuer Tapete scheiterte am Fehlen von Kleister.
Erinnert sich noch jemand an das Loch, an dem K über einen Monat rumverputzte, bis es endlich erfolgreich repariert und mit einer neuen Lampe überdeckt war? Von diesem Vorraum gehen drei Türen ab und die sind letztes Jahr alle ausgebaut und durch neue ersetzt worden. Das hat die Tapete nicht wirklich überlebt, weshalb ich seit einem Jahr darauf warte, dass K sich dieses Raumes erbarmt. Der scheute aber genau wegen seiner schlechten Erinnerungen an das Loch vor diesem Raum zurück, doch jetzt hat er sich tapfer dranbegeben.

Die Lampe blieb dabei komplett unberührt, aber so empfindlich wie der Putz an der Decke war er auch an den Wänden, K musste großflächig ausbessern.
Jetzt sieht es selbst tapetenlos schon besser aus als vorher mit der angefetzten Rauhfaser, wenn es uns gelingt, morgen Kleister zu kaufen, wird es auch noch richtig schick
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Donnerstag, 13. April 2023
Abwarten bis zur finalen Planung
Die Küche ist professionell vermessen, jetzt geht es an die finale Planung.
Der Vermessermensch kam heute morgen mit dem Kat, hat ca. anderthalb Stunde rumgemessen, dann ist er wieder gegangen. Er sagte selber, dass unsere Küche echt tricky sei, normalerweise sei er so in 20 Minuten fertig. Er habe sich das aber schon von den Fotos und der ersten Planung gedacht, dass es bei uns etwas aufwändiger wird mit dem Messen, weshalb er auch extra sein P2P-Messgerät dabei hatte und auch mehrfach benötigte. Ich war von der Technik enorm fasziniert, die meldete die gemessenen Maße nämlich sofort in ein Programm auf seinem Surface, wo nach und nach unsere Küche in leer und in 3D entstand. Sogar die 1,5cm Gefälle im Boden wurden dokumentiert.

Ks Gejammer, dass dieses Haus ein Prototyp für Borkumer Pfusch sei, wollte er nicht bestätigen, er meinte allerdings, man fände derart schiefe Häuser hier auf der Insel häufiger.

Ich bin jetzt sehr beruhigt, dass die Maße für diese Küche diesmal wirklich! gründlich! und ordentlich! aufgenommen wurden und dass man daraus auch die genau passenden Küchenmöbel für die finale Planung ableiten kann, das wird bestimmt alles sehr toll.

Der Mensch, der heute zum Kücheausmessen da war, macht tatsächlich nichts anderes als den ganzen Tag Küchen auszumessen, was es alles für Jobs gibt.
Zur Zeit sei aber nicht viel los, deshalb habe der Termin heute nicht nur so spontan geklappt, sondern deshalb habe er jetzt auch einen kurzfristigen Miniurlaub für den Rest des Tages bis die Fähre zurück geht, er schien damit ganz zufrieden zu sein.

++++

N fuhr heute mit der Vormittagsfähre zurück aufs Festland und vor dort nach Berlin, die Woche ist sehr schnell vergangen.

Am Nachmittag fuhren wir zum Onkel, um dort die letzten beiden Paletten, die er für uns gesammelt hatte, brennholzgerecht kleinzusägen, mittendrin war der Akku der Säge leer, wir hatten die Paletten zum Glück aber schon transportgerecht in lange Streifen gesägt, die wir dann hochkant im Hänger nach Hause transportierten, morgen werden sie auf ofentaugliche Längen gekürzt
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Mittwoch, 12. April 2023
noch mehr Planung
Heute schickte der Küchenplaner die ersten Entwürfe und wir versuchten uns dann live vor Ort vorzustellen, ob das auch alles wirklich praktisch ist.
Wir probierten Abstände und Größen aus, klärten Höhen von Auszügen und Schubladen, maßen Flaschen, Gewürzstreuer und Kleingeräte, puzzelten an dem Entwurf rum, verschoben Schränke und Geräte und stellten schließlich noch fest, dass es wohl doch klüger ist, eine wirklich kratz-, putz- und hitzefeste Arbeitsplatte für die Kochinsel zu nehmen und fragten die Mehrkosten an.
Als die Antwort kam, tranken wir einen Schnaps auf den Schreck, schon beachtlich, was da so zusammenkommt.

Morgen kommt ein Spezialist zum Ausmessen, danach kann dann der finale Planungsentwurf besprochen werden und dann müssen wir nur noch die Sache mit den elektrischen Anschlüssen klären.
Noch bin ich insgesamt sehr zuversichtlich
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Montag, 10. April 2023
Fehlende Struktur
Ich brauche neue Gewohnheiten für einen Tagesrhythmus ohne Büroanwesenheitsverpflichtung, ich habe aber noch keine Idee, wie ich das vernünftig organisieren kann, denn ich brauche auch für mein ganz normales Privatleben ständig einen PC.

Aktuell sieht mein Urlaubstagesblauf so aus, dass ich morgens rund zwei Stunden länger im Bett liege als während einer Arbeitswoche und dabei auf dem iPad Mails und Internet lese. Gegen 11h bin ich meist aufgestanden, geduscht und angezogen und dann mache ich den PC an.
Die letzten zwei Tage habe ich das nicht getan, da habe ich dann den Tag damit verbracht, dass ich unausgelastet sinnlos in der Gegend rumgelungert bin und es Urlaub nannte. Ob das eine sinnvolle Alternative ist, wage ich zu bezweifeln, heute habe ich den Rechner nach dem Aufstehen wieder angeworfen.

Eigentlich will ich gar nicht am PC sitzen, es geht aber nicht anders, weil es doch immer noch irgendwelche Bürosachen gibt, die ich lieber jetzt im Urlaub und in fünf Minuten regele als nach meinem Urlaub stundenlag irgendwelche Verwirrungen zu entwirren, die automatisch entstehen, wenn ich nicht rechtzeitig eingreife, sondern die Dinge laufen lasse und außerdem gibt es halt auch privat immerzu alles Mögliche zu regeln, zu verwalten oder zu organisieren - aber das Allerallerentscheidenste ist: ich bin definitiv kein Handy-Typ.

Mich fasziniert es immer wieder maßlos, wie viele Menschen im Privatleben ohne PC auskommen.
Selbst Menschen aus den oberen Einkommensschichten, also Menschen, denen ich einfach zwangsläufig eine gewisse Notwendigkeit der Vermögensverwaltung unterstelle, leben im Privatleben ohne PC. Sie besitzen ein Tablett und ein Handy und sind damit vollständig zufrieden. Mir wäre das definitiv zu umständlich.

Zu "Vermögensverwaltung" gehört für mich nicht nur Online-Banking, sondern alles, was notwendig ist, wenn man in irgendeiner Form Vermögen besitzt und dazu gehört unter anderem natürlich auch die eigene Immobilie.
Wer selber eine Immobilie besitzt weiß, dass Eigentum mehr Mühe macht als eine Mietwohnung.
Man muss sich um alles Mögliche kümmern, Dinge gehen kaputt oder veralten und müssen repariert oder verschönert werden, man muss Handwerker aussuchen, beauftragen, kontrollieren, bezahlen oder den Kram selber machen, dafür braucht man dann aber das entsprechende Werkzeug und Material, was man dann auch irgendwie besorgen muss. Man muss sich um die Energieversorgung, das Internet und die Straßenreinigung kümmern, Zählerstände ablesen, Verträge verwalten, irgendwas ist immer.

Das alles nur am Handy oder Tablett zu erledigen wäre mir definitiv zu fisselig, zu mühsam und auch zu unsicher, weil ich am Handy viel schneller aus Versehen mal eine Stelle auf dem Bildschirm berühre, die dann unerwünschte Dinge auslöst, da fühle ich mich am PC mit einem großen Bildschirm, einer Maus und einer richtigen Tastatur eindeutig besser aufgehoben.

Auch Online-Banking nur am Handy wäre mir auf Dauer viel zu umständlich und vor allem fehlte mir die Übersicht, die ich für eine vernünftige Kontrolle für unerlässlich halte. Meine ausgeprägte Buchhaltungsliebe hat sicherlich berufliche Hintergründe, vor allem aber, weil ich gelernt habe, wie wenig Mühe eine Buchhaltung macht, wenn man weiß wie es geht und wie viel Nutzen sie einem bringt, wenn man weiß, wie man die Auswertungen einsetzt.

Na klar kann ich am Handy mal eben schnell den Kontostand checken oder auch eine Überweisung abschicken, wenn es sein muss - auch Aktienhandel funktioniert inzwischen ja ganz bequem per Handy, manche Anbieter arbeiten sogar nur noch über die Handy-App, Traderepublic und N26 fallen mir da als erstes ein, die ich beide benutze, aber beide auch nur für einen kleinen Teil meiner Bankgeschäfte, nämlich die, wo ich das Konto nur als Ersatz für das frühere Bargeld verwende oder wo ich Aktienhandel mit kleineren Einsätzen nebenbei betreibe.

N26 ist mein Einkaufskonto für den Einkauf in Läden, das funktioniert prima, wenn ich alles Geld, was auf dem Konto ist, ausgegeben habe, muss ich neues besorgen. Früher ging ich zum Bankkautomaten, heute überweise ich es von einem "richtigen" Konto.
Traderepublic ist für einfachen Aktienhandel auch sehr gut geeignet und im Gebührenbereich unschlagbar preiswert, da ich in dem Bereich Kapitalanlageverwaltung aber etwas komplexer unterwegs bin und außer einer vernünftigen Buchhaltung auch gerne einen menschlichen Ansprechpartner bei Problemen oder Rückfragen haben möchte, eignen sich diese "Handybanken" meiner Meinung nach eben nur für Kleinkram.

Ich erstelle meine privaten Buchhaltungen alle mit Excel, weil das meiner Meinung nach das preiswerteste (weil sowieso vorhanden), vielseitigste und gleichzeitig das bequemste Tool für so eine Aufgabe ist.
Bequem deshalb, weil ich mich nicht mehr mit einer separaten Buchhaltungssoftware beschäftigen muss, denn jede Software hat ihre Eigenheiten, die man nicht nur kennen, sondern die man sich auch merken muss. Außerdem wird jede Software regelmäßig geupdated (oder heißt das upgedated?), hat dann wieder neue Eigenheiten oder eine veränderte Oberfläche und verlangt noch mal zusätzliche Aufmerksamkeit. Das erspare ich mir alles, wenn ich einfach für alles Excel benutze.
Für die allererste Buchhaltung war das sicherlich ein etwas umfangreicherer Programmierungsaufwand, den habe ich aber schon vor Jahren einmal investiert und seitdem steht das System und kann immer weiter verwendet werden.
Bei allen "normalen" Banken (also die, die auch eine Browseroberfläche über den PC unterstützen), kann ich Umsätze und Depots als csv-Dateien herunterladen, d.h. ich kann die Daten direkt in meine Excel-Buchhaltung übernehmen, wenn ich an einem PC sitze. Ob ich so etwas auch nur auf einem Handy machen könnte, weiß ich nicht, meiner Meinung nach ist das nicht möglich.

Da wo Buchhaltungen gesetzlich vorgeschrieben sind, warte ich darauf, dass mich das Finanzamt irgendwann dazu zwingt, ein offiziell zugelassenes Buchhaltungsprogramm zu verwenden - dann tippe ich meine Excel-Buchhaltung in so ein Programm ab und es kommt dasselbe raus. Bisher war das erfreulicherweise noch nicht notwendig, denn die Umsätze der Firmen, die ich aus CWs Nachlass noch immer weiter betreibe, sind so überschaubar, dass auch das Finanzamt kein gesteigertes Interesse daran hat.

Im Büro ist SAP im Einsatz, was eindeutig überdimensioniert ist für einen Einzelplatzeinsatz und außerdem ja eh kein richtiges Buchhaltungsprogramm ist, aber auch die klassischen Steuerberater-Buchhaltungsprogramme wie Datev zB bieten nichts, was ich nicht genauso gut (und bequem) auch mit Excel darstellen könnte, solange ich keine Datenmassenverarbeitung betreiben will. Und so umfangreich ist mein Privatbedarf nicht.

Bei mir ist es jetzt so, dass ich nicht nur ein selbstgenutztes Einfamilienhaus habe, sondern auch noch vermietete Immobilien (das kommt davon, wenn man reich sein will), außerdem gibt es das Vaterhaus und das Onkelhaus und mein Westfalenmann hat auch noch diverse vermietete Immobilien (der fand reich sein auch schon früh attraktiv), wir haben also reichlich Immobilienverwaltungsaufgaben und das wäre mir nur am Handy eindeutig zu anstrengend.

Außerdem ist mein Lieblingskommunikationskanal immer noch E-Mail - und die bearbeite ich am allerliebsten am PC, nicht nur wegen Bildschirm und Tastatur, sondern vor allem, weil ich sie dort auch gleich so vernünftig ablegen kann, dass ich sie auch in mehreren Jahren noch wiederfinde.
Menschen, die ihre gesamte Korrespondenz über die online App von g-mail, gmx oder t-online erledigen, kann ich auf der einen Seite nur bewundern, auf der anderen Seite sind sie mir aber auch gleichzeitig etwas suspekt. Das kann doch nicht vernünftig funktionieren.

Natürlich habe ich mein Handy ständig bei mir und natürlich schaue ich auch ständig da drauf (wenn ich nicht grade am PC sitze), aber wenn ich wählen müsste, was ich eher abgeben würde, Handy oder PC, würde ich keine Sekunde zögern.
Handy ist unbestreitbar nice to have - aber ohne PC könnte ich mein Leben nicht mehr so führen, wie ich es seit vielen, vielen Jahren organisiert habe.

Vielleicht ist Urlaub ja das, was ich zwischen den unvermeidbaren Arbeitseinsätzen alles nicht mache und plötzlich verliert der Begriff ungemein an Attraktivität. Wird Zeit, dass ich diese Büroanwesenheitsverpflichtung aufgebe, dann werde ich gezwungen sein, mir eine neue PC-Alltags-Organisationsroutine auszudenken.
Noch 529 Tage
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Sonntag, 9. April 2023
Auszeit
Ich beginne tatsächlich mich in einen Urlaubsrhythmus einzufinden, was ich daran festmache, dass ich heute schon den zweiten Tag in Folge meinen PC nicht angeschaltet habe und ich bin damit sehr zufrieden.

Ns Freund reiste heute wieder ab. Er ist ein interessanter Mensch und es machte Spaß, ihn kennengelernt zu haben, mit seiner Abreise änderte sich aber auch sofort die Atmosphäre im Haus.
Die etwas förmliche Wohlerzogenheit, die sich automatisch im Raum verteilt, wenn fremde Menschen versuchen, höflich miteinander umzugehen, wich der normalen familiären Unerschrockenheit im Umgang, ich finde es immer wieder erstaunlich, wie groß der Unterschied ist.

Am Nachmittag vermaßen wir dieses Haus und das Haus am Rochepad, weil wir planen die Hohlschicht im Außenmauerwerk mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Um ein Angebot einer Fachfirma einzuholen, braucht es den Mauerumfang, jetzt haben wir die Maße und ich bin gespannt, was das kosten soll.

Am Abend schmissen wir den Ofen an, alte Paletten brennen sehr gut
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Freitag, 7. April 2023
Dies und das
Heute kam N mit einem Freund, der über die Feiertag bleibt und das erste Mal auf Borkum ist.
Wenn ich nicht genau weiß, was in Sachen Essen und Verpflegung erwartet wird, ob die Ankömmlinge also schon unterwegs oder auf der Fähre etwas gegessen haben und was sie genau als erstes tun möchten, nach der Ankunft (viele wollen dann ja sofort als erstes ans Meer und darüber staunen, dass es auch bei Niedrigwasser nicht wirklich weg ist. Was mich jedesmal sehr erstaunt, also ich meine, dass das auf dem Festland so ist, dass das Meer da die Hälfte der Zeit nicht nutzbar, weil verschwunden ist. Das wäre ja schon nix für mich, ich habe aber ehrlicherweise auch keine Ahnung vom Leben auf dem Festland, also dem Küstenfestland. Da bin ich ja nie, weil, was soll ich da?)

Also, wo war ich? ach ja, wenn fremde Leute kommen, wo ich die Erwartungshaltung in Punkto Essen nicht einschätzen kann, mache ich meistens Dips mit Nachos, Cräckern, Brot, was man halt so benutzen kann zum eindippen, da ist dann meistens für jeden etwas bei und satt wird man davon auch.

Heute hatte ich neben einem großen Topf Salsa, eine Schale mit Guacamole, einen Pott Aioli, und verschiedene Frischkäsecremes sowie einen Topf mit Lachstartar vorbereitet. Außerdem hatte ich ein großes Blech mit Bruschettascheiben im Ofen, wenn zusätzlich zu den Cräckern mit Dips auch noch etwas Warmes auf dem Tisch steht, ist das schon fast eine komplette Mahlzeit, ohne die Verpflichtung, sich richtig zum Essen an den Tisch zu setzen.

Der Plan ging auf, man unterhielt sich locker und jeder konnte nebenher soviel knabbern wie er Hunger hatte, ich finde das eine praktische Lösung.

Am frühen Abend machte ich dann mit K noch eine kleine Radtour, unsere Lieblingsstrecke im Südosten der Insel, windbedingt diesmal zunächst durch die Dünen immer am Waldrand entlang bis zum Sommerdeich, dann durch den Wald über die Sumpfwiesen und den Loopdeelenweg bis zum Deckwerk, von dort dann bequem mit Rückenwind am Wasser lang zurück bis nach Hause.

In den Sumpfwiesen ist richtig was los, allerlei Vogelgetier steckt mitten in der Balz- bzw. in der Vorbereitung der Brutzeit, was mit ziemlich viel Geschnatter, Geflatter und seltsamen Kapriolen einhergeht.
Ein riesiger Seeadler kreiste am Waldrand und ein großer Brachvogel flog nur zwei Meter entfernt recht tief an mir vorbei. Bei den Brachvögeln finde ich das Flugbild immer so lustig, durch den nach unten gebogenen, langen Schnabel, hält man den Schnabel leicht schon mal für den Schwanz und wundert sich dann, dass der Vogel rückwärts fliegt. Weiter hinten zofften sich ein paar Austernfischer mit einem Kiebitzpärchen, zwischendrin einige verpeilte Brandgänse, denen man ansah, dass sie von dem Austernfischergezeter irritiert waren.
Kurz - die friedliche Abendstimmung, die man meint, auf diesem Foto erkennen zu können, war von einem ziemlichen Geräuschpegel unterlegt



Gestern sind die bestellten Regalbretter für die lange Seite der Küche angekommen, nach dem Hin und Her bei der Bestellung klappte es mit der Lieferung dann erstaunlich schnell und problemlos.
Heute haben wir alles ausgepackt, die Verpackungspappe kleingeschnitten und in die blaue Tonne gesteckt - gut, dass die grade geleert wurde, jetzt ist sie schon wieder halbvoll
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Dienstag, 4. April 2023
Lampe und Planung einer neuen Planung
Lampe hängt:



Es war ein bisschen umständlich, bis sie an dem genau zentrierten und exakt ausgemessenen Platz überm Esstisch, in der richtigen Höhe und dann auch noch in sich ausbalanziert hing, aber nun ist es ja geglückt und das ist alles, was zählt.

Außerdem habe ich in einem Küchenstudio auf dem Festland für nächsten Dienstag einen Termin zur Beratung gemacht, ich hoffe, dass N dann noch auf Borkum ist und wir sein Auto auf dem Festland benutzen können, um damit von Emden aus zu dem Küchenstudio zu fahren.

Denn die Küche, die ich mir zusammen mit der Küchenberaterin in Münster ausgesucht habe, ist mir nach längerem Nachdenken dann doch zu teuer und ich hoffe, es geht auch noch eine Ecke preiswerter.

Deshalb lasse ich das alles jetzt noch mal planen, diesmal von einem Küchenstudio, das gewohnt ist, nach Borkum zu liefern und dann bin ich gespannt, was es kostet, wenn man das Ganze in einem etwas weniger exquisiten Studio aussucht.

Zwecks Vorbereitung des Termins nächste Woche habe ich dem neuen Küchenplaner vorhin schon mal Fotos, Maße und eine genaue Beschreibung dessen, was ich gerne hätte, geschickt, immerhin habe ich diese Details hier ja schon als fertige Zusammenstellung liegen.

Morgen kaufe ich die Fahrkarten und dann machen wir uns einen schönen Tag auf dem Festland
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