anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 8. Mai 2022
Schlapp
Nicht viel los mit mir heute.
K wollte nach Borkum fliegen - und ich war zu schlapp.
Ich wollte eigentlich immer nur weiter schlafen, da lohnt es sich nicht, dafür in der Weltgeschichte rumzufliegen, das kann man auch da machen, wo man grade ist.

Und so raffte ich mich nur auf, einen Fahrradkorb im Nachbarort abzuholen, machte dann noch einen Schlenker zu einem Kramladen, den es da im Nachbarort gibt und wo ich ab und zu ganz gerne mal schaue, was die da so anbieten, wurde dann aber schon beim Rumlaufen in dem Laden so müde, dass ich dringend wieder nach Hause fahren musste.
Nix los mit mir.

Zuhause hatte K den Rasen gemäht und begonnen, die Terrasse zu reinigen, als er damit fertig war, war er so k.o., dass er ebenfalls wieder ins Bett gehen musste, das passte prima, wir machten also gemeinsam einen sehr langen und ausführlichen Mittags- bis Nachmittagsschlaf.

Am Abend waren wir dann fit genug, um wenigstens noch die Samstagsabendrabattaktion bei Lidl mitzunehmen, diesmal gab es auch sehr große, prächtige Muttertagsblumensträuße, die waren sogar um 75% reduziert und damit auch für arme Studentenkinder finanzierbar.

Als gute Mutter gebe ich mir natürlich Mühe, meinen Kindern das Leben so leicht wie möglich zu machen, Geschenkeservice für Muttertag gehört deshalb zum Standard. Diesmal mussten sie mir nur jeder 1,50 € beamen und hatten dann gemeinsam einen perfekten Muttertagsblumenstrauß, zwei von drei Kindern waren schon online und haben das Angebot angenommen.

Das wird also ein schöner Muttertag morgen, ich kriege einen wirklich riesengroßen Blumenstrauß
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Samstag, 7. Mai 2022
Fahrrad
Mein Fahrrad ist da!
Heute hat es endlich geklappt, nachdem das gestern zunächst gründlich schief gegangen ist.
Bei der Bestellung des Fahrrads konnte ich ein Lieferdatum wählen und wählte den Freitag, weil ich da traditionell Homeoffice mache, so dass das wunderbar passt, wenn ich in der Zeit gleichzeitig auf die Lieferung warte.

Am Mittwoch erhielt ich einen Anruf aus Frankfurt, das war wohl das zuständige Terminmachzentrum für die Spedition, am Telefon war eine Dame, die mir sagte, am Freitag klappte das nicht mit der Lieferung, sie würden das Fahrrad jetzt schon morgen bringen und wenn das bei mir nicht funktioniert, dann eben erst nächste Woche.

Ich zuckte leicht zusammen, weil ich für Donnerstag eigentlich einen sehr interessanten Auswärtstermin im Kalender hatte und Zahlungsverkehr musste ich auch machen, was bedeutet, ich musste im Büro anwesend sein.
Aber andererseits wollte ich das Fahrrad jetzt schon auch dringlich haben, deshalb ergab ich mich in die Terminlogistik der Spedition und sagte okay, dann würde ich meinen Terminkalender umstellen und zwischen 9h-15h zuhause auf das Fahrrad warten.
Konkret hieß das also, dass ich den schönen Außentermin absagen musste (es ging um die Besichtigung der technischen Anlagen der Klimakommune Saerbeck, im Nachhinein berichteten mir die anderen Teilnehmer, wie superinteressant das gewesen wäre, aber, grummel, ich habe das gegen expecto Fahrrad getauscht, weil ich gierig war.)
Den Zahlungsverkehr habe ich dem Leiter Rechnungswesen übertragen, setzte mich zuhause an den Schreibtisch und machte Home-Office, während ich mit einem Ohr immer auf die Klingel lauschte und Sorge hatte, dass ich die überhöre, sehr laut klingelt die nämlich nicht.

Um 12h schellte mein Telefon dann wieder mit der Nummer aus Frankfurt, die ich ja schon vom Vortag kannte, diesmal war ein Mann dran und wollte mit mir einen Termin für die Lieferung des Fahrrads machen.

Ich fragte ihn, ob das sein Ernst sei, weil ich ja schließlich den Termin schon gemacht habe und jetzt hier sitze und warte, was er sehr bedauerte, mir aber leider auch nicht sinnvoll weiterhelfen konnte, denn der Termin zur Lieferung war in seinem System noch nicht eingebucht.

Er gab mir dann die Telefonnummer des Auslieferungslagers aus Osnabrück, wo ich umgehend anrief, an eine wiederum sehr freundliche Dame geriet, die sich geduldig meine Geschichte anhörte, mir aber auch nicht weiter helfen konnte, weil alle Fahrzeuge längst unterwegs seien und mein Fahrradpaket sei vor der Abfahrt extra wieder ausgeladen worden, eben weil es keinen bestätigten Termin gab.

Immerhin konnte ich sie bewegen, die Auslieferung dann doch für Freitag, also heute, einzuplanen, sogar in einer Sondertour mit einem Zeitfenster bis spätestens 12h.

Ich habe mein Home-Office dann gestern um 13h abgebrochen und bin ins Büro gefahren, wenigstens konnte ich so noch eigenhändig den Zahlungsverkehr erledigen.

Heute um 10h war es dann aber soweit, der Speditionsfahrer schellte und stellte mir einen ziemlich großen Karton vor die Tür



Zum Glück war das Meiste schon fertig montiert, ich musste nur noch die Pedale anschrauben und den Lenker grade drehen. Der Akku war auch schon halb geladen, so dass ich gegen Mittag ein fahrbereites Fahrrad im Wohnzimmer stehen hatte.



Am Nachmittag fuhr ich damit zum örtlichen Fahrradladen, ließ mir am Lenker eine Klickfix-Halterung anbringen (den passenden Korb dazu gibt es bei ebay Kleinanzeigen), kaufte noch eine Rahmenschloss-Einsteckkette (wie das Ding heißt, habe ich durch den Kauf gelernt, ich hatte zunächst nur eine etwas blumige Umschreibung dafür parat) und einen Rückspiegel, weil mich Fahrradfahren ohne Rückspiegel nervös macht.
Gesamterlebnis: Wunderbar. Sehr schönes Fahrrad, ich bin rundum zufrieden
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Donnerstag, 5. Mai 2022
Was gestern geschah
Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs und mal wieder bass erstaunt, in welchem Tempo ein Tag vergeht, wenn man nichts macht, sich aber gut unterhält.

Dabei ist es ja gar nicht richtig, dass ich nichts gemacht habe, ich habe sogar eine ganze Menge gemacht, aber nach meiner streng protestantischen Erziehung gelten Dinge, die Spaß machen, ja nicht als Arbeit - und gearbeitet habe ich gestern tatsächlich kein Stück.

Um 11h hatte ich für mich und meine Schwester einen Slot gebucht im Annette Görtz Werksverkauf in Rheda, das ist ein Ereignis, das zweimal jährlich stattfindet und an dem ich regelmäßiger mit großer Begeisterung teilnehme, schließlich kann man da enorme Summen an Geld sparen, weil die Klamotten, die da verkauft werden, regulär so unverschämt teuer sind, dass man nur erblassen kann vor Ehrfurcht.

Zugegeben, man könnte noch viel mehr Geld sparen, wenn man den Kram gleich gar nicht kaufte, aber das ist ja langweilig, das steht nicht zur Diskussion.

Diesmal war die Ausbeute überschaubar, ich habe zwei Mäntel gekauft, einen für lässig fein und einen für lässig casual und zwei Gürtel, das war alles, aber der Spaß bei dem Ereignis war unverändert hoch und das ist ja das, was wirklich zählt.

Anschließend musste ich beim Katasteramt des Kreises etwas unterschreiben, dann bin ich zur Wohnung meiner Schwester gefahren, wir haben Weihnachtsgeschenke ausgetauscht und dann sind wir gemeinsam zur Mutter gefahren, der ich Wolle mitgebracht habe, weil sie mir daraus einen Pullover stricken wird.

Meine aktuellen Lieblingspullover sind die Restepullover, die meine Mutter schon in meiner Kindheit gestrickt hat: Kunterbunte Streifen aus allen Wollresten, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Aus den Wolle-Hinterlassenschaften der Onkelfrau sind sehr viele Einzelknäuele Sockenwolle übriggeblieben, aus denen man eben genau nicht mehr zwei Stück Socken stricken kann, aber als Streifen in einem Restepulli sehen vor allem diese gemusterten Sockenwollereste ganz prächtig aus - und genau die habe ich der Mutter jetzt alle mitgebracht.

Anschließend bin ich wieder nach Rheda gefahren, dort war nämlich Termin mit dem Architekten, der die Pläne für das Haus jetzt komplett fertig hat, so dass wir den Antrag für die Baugenehmigung unterschreiben konnten. Das war ein sehr schöner Termin, denn so ein Baugenehmigungsantrag ist schon ein echter Meilenstein.

Über ein Jahr lang haben wir gemeinsam mit dem Architekten an den Plänen gearbeitet, so lange, bis wir wirklich alle drei zufrieden waren.
Jetzt sind nicht nur K und ich sehr zufrieden, sondern ich glaube, inzwischen hat sich auch der Architekt selber ein bisschen in das Haus verliebt.

Anfangs war er ja sehr skeptisch. Vieles, von dem, was wir uns vorstellten, passte hinten und vorne nicht in seine bisherige Architektenwelt. Zu anders, zu unkonventionell und nein wirklich, so macht man das doch nicht.

Aber er stellte gestern selber fest, dass das Ergebnis eine echte Teamarbeit ist und sich nun wirklich sehen lassen kann. Er hätte nie erwartet, dass da jetzt doch so ein wirklich rundum perfektes Haus rausgekommen ist, was ihm tatsächlich sehr gut gefällt. Selbst meinen Rundbogenwunsch für die Deelentür, den er zunächst massiv ablehnte, hat er jetzt eingearbeitet und gibt zu, dass das wirklich gut aussieht und technisch problemlos umsetzbar ist.

Im nächsten Schritt müssen wir jetzt Gespräche mit Bauunternehmern führen und versuchen, einen zu finden, der in der heutigen Zeit noch bereit ist, neue Aufträge anzunehmen.

Der Architekt meinte aber, das wird gelingen, weil es ein wirklich besonders schönes Haus wird, was für viele, vor allem für die meisten guten Unternehmen, ein ganz wichtiges Kriterium geworden ist. Für besondere und vor allem besonders schöne Häuser schaffen sich die Firmen dann doch noch mal Freiräume, weil sie solche Aufträge gerne übernehmen, machen sich die Häuser doch nachher wunderbar auf der eigenen Referenzliste.

Wir werden sehen, ich freue mich auf alle Fälle schon sehr auf das neue Haus, denn dass es ganz unbestritten anders wird, als alles, was so normalerweise als Alterswohnsitz für Ruheständler gebaut wird, das ist mal unbestritten klar.

Die Unterschriften unter dem Bauantrag mussten wir anschließend natürlich noch gebührend feiern, Ks Sohn samt Freundin kamen nach Rheda, so das wir zu viert das Ereignis begießen konnten.

Weil es damit vorhersehbar spät werden würde, bat ich schon früh J, ob er meinen Blogeintrag für den 3.5. übernehmen würde. Hat er knapp verpasst, aber der gute Wille war da
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Dienstag, 3. Mai 2022
Bürokram und Bürolangeweile
Das war ein ziemlich langweiliger Büromontag heute, am Nachmittag fast vier Stunden Videokonferenzen mit verschiedenen Bänkern, die ihr Halbjahresreporting erläuterten.
Da alle auf demselben Markt investieren sind auch alle von denselben, aktuellen Marktverwerfungen betroffen und erklären alle mehr oder minder dasselbe, weshalb das so ist und wie es weitergeht, vielleicht, vielleicht aber auch nicht, man weiß es nicht.

Das war wegen der großen Langeweile, die dabei entstand, sehr anstrengend.

Ärgerlich finde ich auch die Zeitverschwendung, die solche Termine verursachen, ich hätt' auch schon noch was anderes zu tun gehabt, das konnte ich dann nur am Abend machen und war deshalb erst nach 20h mit dem Bürokram fertig.

Bis morgen liegenlassen wäre aber keine Option gewesen, denn morgen gehe ich nicht ins Büro, weil ich mich vormittags erst mit der Schwester treffe und dann die Mutter besuchen gehe und dann nach Rheda fahre und den Bauantrag unterschreibe und deshalb den ganzen Tag überhaupt keine Zeit für Bürokram habe. Morgen wird bestimmt ein schöner Tag, ich freu mich jetzt schon drauf
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Sonntag, 1. Mai 2022
Einkaufstag mit Mittagsschlaf
Mein Biorhythmus spielt grade lustige Spielchen mit mir.
Dass ich mich seit Wochen mit dieser unglaublichen Müdigkeit rumplage, ist die eine Sache.
In der letzten Woche ist das ja soweit eskaliert, dass ich immer schon abends um 20h komplett fix und alle war und nur noch umgekippt bin. Sehr lästig, vor allem auch weil ich trotzdem morgens kein Stück fitter war, im Gegenteil. In der letzten Woche war ich keinen Tag vor 10h im Büro, ich konnte morgens frühestens ab 8h überhaupt auch nur die Augen offen halten und von Augen offen halten über Aufstehen etc. bis zur Ankunft im Büro, da braucht es halt zwei Stunden.

In den letzten fünf Tagen gab es also jeden Morgen eine mühselige Wachwerd- und Motivationsaktion * - nur heute Morgen, am Wochenende, ein Tag, an dem ich nicht ins Büro muss und auch sonst nicht von weiteren Terminen bedrängt werde, da bin ich um 7h wach und tatendurstig. Da kann man seinen eigenen Biorhythmus doch echt nur zum Henker wünschen.
*Ich bin ja auch überhaupt nicht gut in schlimme Situationen aushalten. Wenn mein ganzer Körper so unendlich müde ist und nur mein Kopf sagt: "Hilft nix. Aufstehen! Büro!", dann braucht es sehr viel Motivationsenergie, damit ich mich überhaupt aufs Aufstehen konzentriere und nicht in Phantasien abdrifte, wie schön es wäre, wenn ich jetzt einfach nur tot wäre und ewig weiterschlafen könnte.
Ich bin ganz sicher weder depressiv noch suizidgefährdet, wundere mich aber grade deshalb über Menschen, die in einem 1000mal schrecklicheren Elend als einfach nur müde zu sein, so ausdauernd weiterleben.


Aber so war es, ich war heute Morgen um 7h wach, K war aber zum Glück auch wach und wir gaben beide um 8h den Versuch auf, noch weiter zu schlafen.
K kam dann auf die Idee, dass wir erst zu einem Baustoffhandel in Brochterbeck* fahren können, wo wir uns Mustersteine von Kijlstra anschauen, es stellte sich nämlich diese Woche heraus, dass die ursprünglich ausgesuchten und bestellten Steine für die Pflasterung auf Borkum jetzt wohl doch nicht lieferbar sind (hat nur ein Jahr gedauert, bis der GaLa-Mensch das erfahren hat) und jetzt müssen wir neue Steine aussuchen. Angeblich gibt es von Kijlstra lieferbare Steine - und genau die haben wir uns dann heute in Brochterbeck angeschaut und eine passende Sorte ausgesucht. Mal schauen, ob der GaLa-Mensch nun endlich in die Gänge kommt.
*Ich finde den Ortsnamen Brochterbeck so witzig. Irgendwie erinnert mich das immer an einen Sketch mit einem Huhn, ich kriege hier aber weder den Autor noch die gesamte Szene zusammen, trotzdem muss ich bei dem Wort Brochterbeck immer automatisch grinsen.

Weil Brochterbeck nicht weit weg von Osnabrück ist, sind wir einfach anschließend dorthin gefahren, denn dort gibt es ein Ikea und wer viel renoviert muss auch viel neueinrichten, wir waren uns einig, dass wir dringend etwas an der Deko und der Beleuchtung in den einzelnen Zimmern verbessern wollten.

Das ist uns auch gelungen, wir haben drei neue Lampen gekauft und freuen uns schon sehr auf die neue Raumstimmung, die dadurch entstehen wird. Zwei der Lampen sind für jeweils ein Zimmer der Kinder, mehr wird hier grade nicht verraten, aber ich denke, es wird ihnen gut gefallen.

Und außerdem war da dann noch eine randvoll gefüllte Ikeatasche mit sonstigem Kram, mein persönliches Highlight waren Gummihandschuhe, davon habe ich gleich vier Paar gekauft.
Ich versuche nämlich seit einiger Zeit ganz normale Gummihandschuhe für die Küchenarbeit zu kaufen. Diese Dinger, die es früher überall gab und die ich insbesondere zum Badputzen sehr gerne anziehe und für alle Putzarbeiten im Haus, die etwas länger dauern und viel mit Wasser zu tun haben.
Diese Gummihandschuhe sind relativ haltbar, aber irgendwann werden sie altersschwach oder man hat ein Loch reingeputzt, wie auch immer, ab und zu müssen sie ersetzt werden und sowohl in Greven als auch auf Borkum brauche ich langsam mal Ersatz.

Zu meiner großen Faszination gibt es keine Gummihandschuhe mehr zu kaufen, zumindest nicht da, wo ich sie früher immer gekauft habe, nämlich in einem Drogeriemarkt. Ich habe es dann noch im Supermarkt probiert und im Baumarkt und in einem Markt für sonstigen Krimskrams - nix, nirgendwo gibt es normale Gummihandschuhe.
Alle haben nur noch diese unsäglichen 1xHandschuhe, die ich für medizinische Arbeiten ja sinnvoll finde, denn da kann ich verstehen, dass man nach einer OP die Handschuhe besser wegwirft und nicht für die FolgeOP weiterverwendet, aber im Haushalt finde ich sie völlig deplaziert.

Erstens sind sie zum Putzen zu dünn und außerdem sind sie zum mehrfachen Verwenden ja schon bauartbedingt nicht vorgesehen, was mich sehr ärgert.
Ich finde, es fühlt sich völlig verkehrt an, so viel Gummi oder Latex oder Plastik oder was weiß ich aus welchem Zeug diese Dinger sind, nur einmal zu benutzen und dann in rauen Mengen sinnlos zu entsorgen.
Einerseits gibt es keine Strohhalme mehr aus Plastik - dafür aber jetzt nutzlose Einmalhandschuhe zum Putzen. Das ist doch bescheuert.

Aber bei Ikea gab es Gummihandschuhe - und ich habe hoch erfreut sofort vier Paar gekauft.

Als wir gegen 15.00h wieder zu Hause waren, waren wir zwar sehr zufrieden mit den Einkäufen, aber auch hungrig, platt gelaufen und müde.
Wir haben also schnell etwas gegessen und sind dann beide ins Bett gegangen.
Um 19h waren wir ausgeschlafen, sind wieder aufgestanden und zu Lidl gefahren - wir haben schließlich heute Samstag und da wird bei Lidl ja abends kräftig reduziert.

K ist mitgefahren zu Lidl, es stellte sich aber raus, dass wir unterschiedliche Prioritäten bei dieser Einkaufsfahrt haben. K will möglichst schnell fertig werden mit der Einkauferei und meint, es wäre eine Arbeitserleichterung für mich, wenn er den Wagen schiebt.
Ich möchte dagegen möglichst alle reduzierten Schnäppchenangebote finden und laufe deshalb immer wieder kreuz und quer durch den Laden, weil sich ab 19h ständig die Preise ändern* und vor allem die "alles zum halben Preis" Ecke immer wieder mal neu und in verschiedenen Ecken gefüllt wird.
*Die haben jetzt digitale Preisschilder für Obst und Gemüse, so dass sich die Preise tatsächlich ständig ändern, wie an der Tankstelle.

Irgendwann war ich bis über beide Arme voll mit Waren beladen und suchte verzweifelt nach K und dem Wagen, es war etwas anstrengend und ich war leicht genervt. Da schellte mein Telefon und K teilte mir mit, dass er schon lange in der Schlange an der Kasse ansteht und wo ich denn bliebe. Ich raste mit meinen Einkäufen also zur Kasse, schmiss den Kram in den Wagen und rannte wieder zur Obsttheke, weil ich sah, dass dort endlich Spargel und Brombeeren reduziert wurden, schnappte mir ein Bund Spargel und etwas Obst, hetzte zurück zur Kasse - und hatte ziemlich schlechte Laune. So funktioniert das nicht mit dem Einkaufen.
Ich schlug K vor, dass er künftig gleich als erstes mal zur Kasse geht und bezahlt, dann ist das erledigt und wir können anschließend in Ruhe einkaufen, ich glaube, K fand mich blöd.

Als wir zuhause dann aber alle Einkäufe verräumt und die (reduzierte) Minze zu einem herrlichen Mojito verarbeitet hatten, saßen wir anschließend wieder friedlich zusammen auf dem Sofa und ich sah, dass ich eine E-Mail von einem Gazelle-Fahrradhändler aus Holland hatte, der mir mitteilte, dass das von mir ausgesuchte Fahrrad jetzt bei ihm verfügbar sei - allerdings nur genau eines und er würde es nicht reservieren, sondern allen Leuten, die eine Anfrage nach diesem Fahrrad gestellt hätten, wären jetzt per E-Mail informiert worden und wenn weg, dann weg.

Wenn man bei diesem Händler jetzt auf die Website geht, dann ist das Fahrrad wieder ausverkauft, weil ich diesmal wirklich blitzschnell reagiert habe. Kurz nach dem ich die E-Mail über die Verfügbarkeit bekommen hatte, war ich schon dort auf der Website angemeldet, hatte das Rad in meinen Warenkorb gepackt und gekauft. Zack. Einfach so.

Ich habe jetzt also bald drei Fahrradräder, K dagegen zur Zeit ja leider nur eines, so kann es gehen. Wenn er lieb ist, leihe ich ihm eventuell eines, mal schauen.

Aber demnächst wird sein zweites ja hoffentlich repariert sein und vielleicht findet er ja auch noch eines, was er kaufen kann, denn das ist das größte Problem beim aktuellen E-Bike-Kauf, eigentlich sind alle Räder grade vollkommen ausverkauft. Lieferengpässe galore. - Aber ich konnte eines bestellen und freue mich grade wie Bolle
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Freitag, 29. April 2022
Testcenter
Schon wieder den richtigen Moment zum Bloggen verpasst, ich bin noch nicht da dran gewöhnt, dass ich schon um 20h so müde bin, dass ich nur noch umfalle und ins Bett muss und keine Kraft mehr für irgendetwas anderes bleibt.

Wenn der Tag schon um 20h zu Ende ist, dann fehlen halt vier Stunden, das habe ich in meinem Blogrhythmus noch nicht eingerechnet, ich muss mal schauen, wie ich das anders organisiere.

Aber eine interessante Kleinigkeit kann ich noch erzählen: Wir waren heute im Gazelle E-Bike-Testzentrum, K hatte da einen Termin gemacht, weil ihn die minikurze Testfahrt auf dem Fahrrad bei dem Händler in Appingedam neulich ernsthaft beeindruckt hatte und jetzt wollte er sich mal professionell und auf Deutsch beraten lassen und alle Räder ausführlich probefahren.

Der Plan ging super auf und ich bin jetzt ernsthaft verliebt in ein Fahrrad. Ich hätte gerne dieses.
Das Rad fühlt sich beim Fahren an wie ein Romikaschuh beim Reinschlüpfen, einfach perfekt auf meinen Körper und meine Fahrradfahransprüche zugeschnitten, es ist faszinierend.

Um mir selber zu beweisen, dass es nur genau dieses Fahrrad ist, was sich so perfekt anfühlt, bin ich auch mit anderen Modellen gefahren - und die Unterschiede waren enorm.

In dem Testcenter kann man übrigens keine Fahrräder kaufen - nur ausprobieren. Kaufen muss man sie dann irgendwo bei einem Händler, wo und bei wem ist den Menschen in dem Testcenter völlig egal, das Testcenter selber verkauft keine Fahrräder. Das macht die Beratung natürlich noch mal besser, weil der Mensch, der einem dort zur Seite steht, halt nicht als Verkäufer arbeitet, sondern wirklich als Berater, das ist toll.

Gegen 19h waren wir wieder zu Hause, dann haben wir rasch etwas gegessen und dann sind wir beide umgefallen - geschafft vom Tag.
Wir sind beide sicher, dass wir uns noch nicht mit Corona infiziert haben, aber Long-Covid scheinen wir trotzdem in der ausgeprägten Variante erwischt zu haben, es ist verrückt
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Montag, 25. April 2022
Lean existing
So, zurück auf dem Festland, ab morgen wieder Büro, wo sich derzeit immer mehr Mitarbeiter in Langzeitcoronabwesenheit befinden, heute haben sich noch zwei Mitarbeiter gemeldet mit der Nachricht, dass sie immer noch krank sind. Das ist alles ungemein unerfreulich.

Der Transfer hat heute dagegen problemlos funktioniert, die Borkumhaus ist wieder einigermaßen hergerichtet und gesäubert, sieht also nicht mehr wie eine wüste Baustelle aus.
Ks Borkumfahrrad haben wir in Appingedam beim Fahrradhändler abgegeben, der wird es hoffentlich wieder gut instandsetzen. Sein bisheriges Grevenfahrrad blieb auf Borkum, so dass er dort jetzt weiter mobil ist, bis sein altes Rad zurück ist.
Am 3.6. fahren wir wieder mit dem Auto nach Borkum und holen vorher sein Fahrrad in Appingedam ab.

Die Fähre war natürlich randvoll mit Urlauberrückreiseverkehr. In der Sitzreihe hinter uns eine Familie mit drei halbwüchsigen Kindern und ich kam nicht umhin, ihre Gespräche mit zu hören.
Wirklich dankbar bin ich für all die Probleme, die ich nicht habe, weil es so unendlich viele Dinge gibt, die ich schlicht nicht brauche oder die mich überhaupt nicht interessieren, so dass ich sehr viel Energie spare, weil ich mich weder über diese Dinge informieren noch aufregen muss.

Sowohl die aktive als auch die passive Teilnahme an Socialmediakanälen gehört zu den Dingen, die mir wirklich nicht fehlen und wenn ich anderen Leuten so zuhöre, was sie da erleben oder wie es da zugeht, dann bin ich sehr zufrieden damit. Also damit, dass ich einfach kein Interesse daran habe.

Ich besitze nicht nur einen Twitter-, sondern auch einen Facebook-, einen Instagram-, einen Tiktok- und einen Youtube-Account, und ganz ehrlich? - Ich finde alle langweilig.
Ich finde diese Kanäle praktisch, wenn ich gezielt nach Informationen suche. Sie aber als Unterhaltungsmedium einzusetzen und die Inhalte ohne speziellen Grund einfach nur so zu konsumieren und, aus meiner Sicht noch skurriler, auch noch zu kommentieren oder selber aktiv mit zu gestalten, das ist für mich derart weit weg, dass ich mir immer ein bisschen wie ein Zoobesucher vorkomme, wenn ich Leuten zugucke, die sich dort aktiv rumtreiben.

So haben Fährfahrten für mich also manchmal durchaus positive Aspekte, in diesem Fall also die erfreuliche Erkenntnis, wie gut es mir geht, dass ich mit all diesem Kram nichts zu tun habe
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Samstag, 23. April 2022
Farbe entfernt
Auch der Vorratsraum wird schön gemacht.

Die einzige Tür im Haus, die nicht erneuert wurde, ist die Tür zum Vorratsraum, denn diese Tür ist die einzige original Tür aus den 50er Jahren und ich hätte es schade gefunden, sie wegzuwerfen.

Alle anderen Türen sind Ende der 90er schon mal einer Modernisierung des Vorbesitzers zum Opfer gefallen und waren dementsprechend aus hässlichem Baumarktbuchenimitat, diese Türen habe ich also mit Wonne entsorgt.

Nur die Tür zum Vorratsraum, die ist geblieben und wir haben beschlossen, wir streichen sie einfach selber weiß.

Vor dem Streichen musste aber zunächst mal die alte Farbe vom Türrahmen runter und damit war K die letzten zwei Tage beschäftigt.



Der Türrahmen ist in den letzten 70 Jahren bestimmt 10x gestrichen worden, aber immer einfach auf die alte Farbe drauf, K murmelte recht angepisst etwas von Borkumer Pfusch, kratzte aber hartnäckig Schicht um Schicht ab.

Nach vier Durchgängen und zwei Tagen Abbeize-Abkratzen-Abbeize-Abkratzen usw. ist K jetzt einigermaßen zufrieden, aktuell weicht grade noch die Türschwelle unter einer Schicht Beize ein, die ist aber nur mit Klarlack gestrichen, da dürfte also ein Durchgang reichen.

Die Tür selber muss natürlich auch noch mit Abbeizer behandelt werden, das steht für morgen auf dem Programm.

Ansonsten setzte heute pünktlich die "letzter-Urlaubstag-Melancholie" ein. Ich habe eben nachgesehen, noch 884 Tage, es dauert also noch ein bisschen.
In diesem Urlaub haben wir beide mehr (körperlich) gearbeitet als wir es sonst in zwei Wochen normaler Bürozeit je getan hätten, und trotzdem wäre ich sofort bereit, diese Art des Urlaubs noch um weitere 884 Tage zu verlängern.
Aber, Standardspruch in dieser Situation: Hilft ja nix
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Donnerstag, 21. April 2022
Umgeräumt und Gleisrichtung
Noch ein Zimmer fertig.



Wenn wir jetzt überall weiße Türen haben, dann müssen natürlich auch überall die Fußleisten geändert werden, K hat also heute noch mal fleißig gesägt, gemessen, neu gesägt, gebohrt und geflucht - und jetzt sind in allen Zimmern weiße Fußleisten - bis auf die Wohnküche, die muss ja sowieso noch grundlegend renoviert werden.

Um die Fußleisten anzubringen, müssen alle Möbel vorgerückt werden, eine wunderbare Gelegenheit, um direkt mal eine andere Möbelanordnung auszuprobieren und in C's Zimmer oben haben wir etwas umgeräumt und ich bin spontan sehr begeistert.
Eigentlich ist nicht mehr passiert, als dass Sessel und Kleiderschrank den Platz getauscht haben, aber das macht erstaunlicherweise eine Menge aus und plötzlich sieht das Zimmer deutlich heller, größer und freundlicher aus. Faszinierend.

Am Abend haben wir uns dann noch mal aufgemacht und sind einkaufen gefahren, wir brauchten Milch und Brot, gute Gelegenheit, um wenigstens einmal am Tag das Haus zu verlassen.

Als Rückweg haben wir den großen Bogen über den Loopdeelenweg gewählt, als wir auf dem Weg dorthin die Gleise überquerten, habe ich ein Symbolbild gemacht, die Gleise führen ja gleichzeitig zum Hafen und ins Dorf.



Man kann jetzt raten, welche Richtung wohin führt
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Mittwoch, 20. April 2022
Alltag im Urlaub
Heute ist Dienstag, der 19. April, die Feiertage sind vorbei, ich habe aber noch Urlaub bis zum Ende der Woche und stelle fest, dass Nichtarbeitenmüssen an gewöhnlichen Werktagen viel mehr Spaß macht als an Feiertagen.

Heute morgen habe ich Nachrichten an den Installateur (neue Heizungen in der Wohnküche, schon letzten Mai beauftragt) und den GaLa*-Mensch (Pflastern des Einstellplatzes und des Zuweges, ebenfalls vor fast einem Jahr beauftragt) geschrieben, ist ja schließlich wieder normaler Werktag, da kann man erwarten, dass die Firmen wieder im Dienst sind.
*Garten- und Landschaftsbau

Der Installateur reagierte prompt, kam am frühen Nachmittag vorbei und versprach, sich kurzfristig zu kümmern.
Der GaLa-Mensch dagegen hat die Nachricht gelesen (zwei blaue Häkchen), antwortet aber nicht. Hier muss ich wohl etwas intensiver nachhaken.

Weil ja wieder normaler Werktag ist, darf man auch wieder Wäsche draußen aufhängen, deshalb habe ich die Waschmaschine angeworfen, die auch schwungvoll loslief, sich randvoll mit Wasser pumpte, dann piepte und stehenblieb.

Heißer Tipp an dieser Stelle: Waschmaschinen, die randvoll mit Wasser sind, nicht einfach öffnen, außer man wollte sowieso schon seit längerem 5-10 Liter Wasser vom Boden aufwischen.

Nachdem ich die erste Maschine bei vollem Wasserstand geöffnet und dadurch den Wasserstand in der Maschine deutlich gesenkt hatte, lief sie anschließend wieder muckerfrei durch, so dass ich ohne Bedenken danach eine zweite Maschine startete, in der Annahme, das wäre ein einmaliger Fehler gewesen.

War es aber nicht, auch die zweite Maschine piepte und blieb stehen, nachdem sie sich randvoll mit Wasser gepumpt hatte.

Zweiter heißer Tipp an dieser Stelle: Das Flusensieb bzw. die Fremdkörperfalle nicht öffnen, wenn noch Wasser in der Maschine ist, außer man wollte sowieso schon seit längerem 5-10 Liter Wasser vom Boden aufwischen.…

Nachdem ich also erneut manuell Wasser aus der Maschine abgelassen hatte, lief anschließend auch die zweite Maschine problemlos durch, geheuer ist mir das alles aber inzwischen nicht mehr.

In der Fremdkörperfalle fanden sich übrigens insgesamt 3,57 €, eine Batterie vom Typ 2032, von der ich vermute, dass sie nicht mehr funktioniert sowie einige Haarnadeln und weitere, nicht mehr zu identifizierende metallische Gegenstände in der Größe von Euromünzen. Ob das manuell abgelassene Wasser oder die Reinigung der Fremdkörperfalle nun Ursache für das Funktionieren nach der Störung sind, wird sich erst dann zeigen, wenn ich die nächste Maschinenladung Wäsche zusammenhabe.
Es bleibt spannend.

Vom Notar kam heute auch eine Nachricht, er hat sich jetzt doch durchgerungen, eine Rangbescheinigung auszustellen, dafür hat er nur 19 Tage gebraucht, bemerkenswert.

19 Tage übrigens, in denen das Darlehen nicht ausgezahlt wurde, aber Bereitstellungszinsen kostete, die übrigens deutlich (fast viermal so viel) höher sind als die vertraglich vereinbarten Zinsen nach Auszahlung, so läuft das in der Kreditwirtschaft.
Und natürlich auch 19 Tage, in denen das nicht ausgezahlte Darlehen ein gewaltiges Liquiditätsloch riss, ich darf da gar nicht weiter drüber nachdenken, sonst rege ich mich wieder so auf, dass mir schwarz wird vor Augen.
Ich habe das Thema an K delegiert, soll der sich mit dem Notar streiten, ich würde den Typ einfach nur töten.

In der Wohnküche unten steht ein blaues Multy-Schlafsofa, bei dem sich vor einiger Zeit (locker 4-5 Jahre schon) mal irgendjemand auf die Armlehne gesetzt hat, eine Nutzung, die für diese Armlehne nicht vorgesehen ist, sie hängt seitdem etwas schief am Rand des Sofas rum.
K wollte das heute reparieren, baute also die Armlehne erst ab und dann auseinander und verzweifelte dann ein wenig, weil die Reparatur genau dieses Schadens sehr kompliziert ist.
Ich suchte deshalb bei eBay-Kleinanzeigen, fand ein passendes Angebot in Berlin, schrieb den Verkäufer an, telefonierte mit N und der dann wiederum mit dem Verkäufer, die zwei haben jetzt vereinbart, dass N morgen um 17h die Armlehne abholen wird und ich bin höchst begeistert, wie einfach sich manchmal Probleme lösen, die man seit vielen Jahren vor sich hergeschoben hat
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