anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 4. September 2026
Noch ein voller Tag auf dem Bau
Heute um 10h schon wieder ein Termin in Rheda: Besprechung der Balkonkonstruktion.
Wir trafen uns im Büro des Metallbauers, der uns am PC die geplante Konstruktion als Visualisierung vorführte. Die Problemecken (Entwässerung und Anschluss an Terrassentür) wurden diskutiert, die Optik samt Höhen und Detailausführung wurde entschieden und am Ende gab es eine Lösung, mit der alle zufrieden waren.

Für mich war es das erste Mal, dass ich eine Schlosserei in Betrieb erlebte, das Büro des Meisters war in der ersten Etage, von der man in die Werkshalle schauen konnte und ich war komplett begeistert.
Das würde ich auch gerne machen.
Ich fragte, ob sie Kurse in Metallbearbeitung anbieten, Schweißen z.B. würde ich sehr gerne lernen und am Ende wurde mir gesagt, ich könne mich ja mal als Praktikant bewerben. Ü60 Praktikanten hatten sie zwar noch nicht, aber warum nicht? Ich werde das nächstes Jahr ernsthaft in Erwägung ziehen.

Aber erst mal müssen wir jetzt diesen Bau vollenden, umziehen und uns einrichten, dann schauen wir mal, wie es weitergeht.

Nach der Besprechung in dem Metallbetrieb fuhren alle zur Baustelle, der Schlosser nahm noch mal die genauen Maße für den Balkon und wir begutachteten den nächsten Baufehler. Diesmal hat der Treppenbauer die Abschlussbretter für das Brückengeländer auf beiden Seiten der Brücke mit 7mm Höhenunterschied eingebaut, was bedeutet, dass der Schreiner, der heute den Brückenaufbau für den Parkettleger vorbereiten wollte, nicht anfangen konnte, denn 7mm auf 1,50m Breite erzeugt ein Gefälle, was nicht akzeptabel ist.

Sehr viel Gezeter, jeder sagte wieder, jemand anderes wäre schuld - wir blieben hart und bestanden auf Rückbau und neuen, höhengleichen Einbau, was aber nach Aussage des Treppenbauers erst Anfang Oktober erfolgen kann, vorher haben sie keine Zeit.
Dann können wir nur hoffen, dass der Schreiner dann auch Zeit hat, um den Brückenaufbau zu verlegen und dann erst kann der Parkettleger den Fußboden vollenden. Der Putz wird bei der Aktion sicherlich auch beschädigt, es wäre ja langweilig, wenn es ohne Probleme zu lösen wäre.

Dann kam der Galabauer und wir legten fest, wo künftig Beete und wo Rasen sein wird, weil er die Bewässerungssysteme danach auswählt und verlegt.
Für den Hund haben wir eine separate "Kackecke" vorgesehen, wir müssen uns dann anstrengen, dem Hund von Anfang an beizubringen, dass sie bitte nur dort ihr großes Geschäft erledigt. Schaun wir mal, wie das gelingt, aber ich bin zuversichtlich, denn sie hat in den beiden Gärten, die sie bisher als ihr häusliches Kackrevier kennengelernt hat, schon von sich aus ganz konkret bestimmte Ecke definiert, wo sie ihre Haufen ablegt, wir müssen ihr in dem neuen Garten also nur von Anfang an die jetzt von uns definierte Ecke schmackhaft machen. (seltsames Wort in dem Zusammenhang)

Mit dem Elektriker gingen wir durch das gesamte Haus und legten noch mal konkret vor Ort fest, welche Schalter was schalten können sollen bzw. welche Art von Schalter wo eingebaut wird und welche Lampen wo vorgesehen sind.
Ich schrieb auf, welche Lampen noch fehlen, vor allem große LED-Panels müssen wir noch in Mengen kaufen.
Außerdem teilte der Elektriker uns mit, dass er Ende September für drei Wochen in Urlaub geht und erst Mitte Oktober wieder verfügbar ist und dass er die Verkabelung des Hauses vor seinem Urlaub ganz sicher nicht komplett erledigt haben wird. Konkret bedeutet das, dass es wir frühestens Ende Oktober umziehen können, denn ohne Licht und Warmwasser wohnt es sich doch etwas ungemütlich.

Der Fliesenleger machte die Treppe schön und klebte heute auch schon die Randleisten an.
Unsere künftige Kellertreppe


Der Putzer und der Trockenbauer (jeweils die ausführenden Arbeiter vor Ort) setzten das um, was ihre Chefs gestern vereinbart hatten - jetzt sind alle Trockenbauwände passend und die Schiebetüren werden problemlos durchgleiten. Geht doch.

reparierte Schiebetürenöffnungen

Als wir kurz vor 15h alles besprochen, geklärt, beauftragt und entschieden hatten, was so anstand, fuhren wir in die Innenstadt von Rheda, weil ich unbedingt in dem dortigen Reformhaus etwas besorgen wollte, anschließend gingen wir noch ein Eis essen. Während wir in der Eisdiele saßen - und ich wollte gerne draußen sitzen, weil es mir drinnen zu schwül und zu warm war, drehte der Wind immer mehr auf und fegte nachher schon als varitabler Sturm an uns vorbei, nahm allerlei Zeug mit, was nicht sicher weggeräumt war und als mir das Eis vom Löffel geweht wurde und auf den Tisch kleckerte, meinte K, ihn erinnere das sehr an den Sketch mit Rudi Carrell und Beatrice Richter



Insgesamt also wieder ein voller Tag, als wir abends wieder in Greven ankamen, waren wir beide gründlich erschöpft und müde, die letzte Energie reicht grade noch, den im Kühlschrank wartenden Backfisch zu braten und eine große Portion Salat dazu zu schnibbeln und den grandiosen Sonnenuntergang zu bewundern, den man hier in Greven nur zwischen den Bäumen und Hausdächern erspähen kann

Ein roter Sonnenuntergang

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