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Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 21. Januar 2026
Kaffee und Maschinen
Heute morgen gab die Kaffeemaschine genau während der Zubereitung der zweiten Tasse Kaffee ihren Geist auf. K gab mir etwas von seinem Kaffee ab, so dass wir beide wenigstens jeder eine dreiviertel volle Tasse Kaffee trinken konnten.

Ich trinke jeden Morgen eine Tasse Kaffee, wenn ich die nicht bekomme, bekomme ich stattdessen im Laufe des Tages Kopfschmerzen, weshalb mir diese erste Tasse Kaffee am Morgen sehr wichtig ist.
Im weiteren Verlauf des Tages trinke ich dann üblicherweie keinen Kaffee mehr, ab und zu vielleicht mal einen Cappuccino, hängt immer ein bisschen davon ab, wo ich bin und wer mir was anbietet.

Meinen Morgenkaffee trinke ich schwarz - ohne Milch und ohne Zucker.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, in welchem Alter ich begann, Kaffee zu trinken, aber seitdem ich das tue, trinke ich Kaffee schwarz.
Ich weiß auch nicht mehr, wann ich anfing, exzessiv viel Kaffee zu trinken, aber ich habe bestimmt 25 Jahre lang mindestens eine Thermoskanne voll Kaffee am Tag getrunken, oft mehr. Aufgehört habe ich damit erst 2008 - nach dem ich in Münster begonnen hatte zu arbeiten, war ich auf Kräutertee als Bürogetränk umgestiegen, weil es in dem Büro in Münster nur so einen riesigen Kaffeevollautomaten gab und keine einfache Filterkaffeemaschine. D.h. es gab schon Filtermaschinen, denn bei Besprechungen stand natürlich Kaffee in Thermoskannen parat, aber der dabei verwendete Kaffee war eine Sorte, die ich schrecklich fand und Kaffee aus dem Automaten fand ich schon immer fies.

Zuhause besaß ich schon früh eine "normale" Kaffeemaschine, in die wurde Kaffeepulver in einen Papierfilter gegeben und da lief das Wasser aus dem Wassertank dann drüber. Die Menge Kaffeepulver war also abhängig von der Menge Wasser, die man in den Tank goss. Der Einfachheit halber kochte ich immer genau acht Tassen Kaffee, dafür brauchte es vier leicht gehäufte Kaffeelöffel Jacobs Krönung, wenn der Kaffee durchgelaufen war, wurde er in eine Thermoskanne umgefüllt. Und da die Dosierung immer gleich war, schmeckte der Kaffee auch immer gleich.

Wichtig war das Kaffeepulver - ich mochte nur Jacobs Krönung und auch nur in dem von mir ausgeklügelten Mischungsverhältnis, war der Kaffee stärker, brauchte ich heißes Wasser zum Verlängern, war er schwächer, ließ ich die Plörre stehen. Wenn wir in Urlaub fuhren, stieg ich meist auf Kräutertee um, bei Tee habe ich sozusagen gar keine Pingeligkeiten, grundsätzlich trinke ich lieber Kamillentee aus Teebeuteln als schlechten Kaffee.

Nach dem ich in dem Büro irgendwann in die Geschäftsführungsebene aufgestiegen war, sorgte ich dafür, dass nur noch Jacobs Krönung als Filterkaffeepulver verwendet wurde, aber ich selber hatte mir zu dem Zeitpunkt das Kaffeetrinken tagsüber schon abgewöhnt und war mit meiner Thermoskanne voll heißem Wasser und einer größeren Auswahl an Kräuterteebeuteln vollkommen zufrieden.

Seit 1991 kocht irgendjemand für mich morgens den Kaffee und bringt mir eine Tasse ans Bett.
1991 war das CW, der diese Aufgabe irgendwann an die Kinder delegierte, die das dann solange machten, wie sie zu Hause wohnten, seitdem kein Kind mehr dauerhaft im Haushalt lebt, hat K diese Aufgabe übernommen.

Die Kinder hielten sich früher sklavisch genau an die Mengendosierung für die Kaffeemaschine. K nahm es damit nicht so genau und als ich irgendwann entdeckte, dass ich Senseo-Kaffee auch völlig akzeptabel finde, kauften wir eine Senseo Kaffeepadmaschine, sortierten die alte Filterkaffeemaschine aus und seitdem trinke ich jeden Morgen einen großen Becher mit Senseo Guten Morgen Kaffee - die einzige Herausforderung ist jetzt, diese Kaffeepads immer nur im Sonderangebot zu erwerben.

So eine Senseomaschine hält bei uns ca. 6 Jahre, kann ich jetzt als Erfahrungswert vermelden, heute kauften wir für 64€ die dritte Maschine für Greven. Umgerechnet auf die Nutzungsdauer liegen die Maschinenkosten für Kaffee bei rund einem Euro pro Monat, das finde ich akzeptabel.
Im Mediamarkt, den wir nach dem heutigen Tod der bisherigen Maschine umgehend zwecks Ersatzbeschaffung aufsuchten, gab es fast nur Kaffeeautomaten. Ich kenne mich mit den Teilen nicht aus, ich weiß nur, dass ich den Kaffee daraus meist nicht mag und dass ich überhaupt keine Lust hätte, so ein Teil ständig sauberzumachen, aber offensichtlich sehen das die meisten Leute anders, sonst gäbe es ja nicht dieses riesige Angebot. Worüber ich allerdings am meisten staune, das sind die Preise dieser Maschinen. Ein Thermomix ist im Vergleich dazu schon fast günstig.

Ich bin sehr zufrieden, dass ich so einen speziellen Kaffeegeschmack habe, dass ich mit der preiswertesteten Maschine von allen wunderbar zurechtkomme, es kommt nicht so oft vor, dass ich einen derart günstigen Geschmack habe und dann macht es gar nichts, wenn sie alle sechs Jahre mal kaputt gehen, für so eine Ersatzbeschaffung muss man zum Glück keine Rücklagen gebildet haben
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