anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 9. Februar 2026
Kaputter Reifen und Waschstraße
Manche Zufälle sind so eigenartig, dass es einem schwer fällt, an Zufall zu glauben und man offen für allerlei obskure Verschwörungstheorien wird.
K hat sich innerhalb von vier Wochen nun zum zweiten Mal irgendetwas Scharfkantiges in den Reifen gefahren, so dass die Druckanzeige warnend blinkt, weil der Reifen nicht mehr dicht ist und Luft verliert.
Der Wagen ist noch keine drei Monate alt und alle naselang ist ein Reifen kaputt.
Der letzte konnte repariert werden, diesmal sitzt die Reifenverletzung aber so weit außen, das es nicht genug Auflagefläche für einen Reparaturflicken gibt, weshalb der Reifenprofi, bei dem wir heute einen Reparturtermin gebucht hatten, eine Reparatur als zu gefährlich einstuft und dringend dazu rät, einen neuen Reifen zu kaufen.
Gemeinerweise ist es noch nicht mal derselbe Reifen, der zum zweiten Mal kaputt ist, sondern der daneben, so dass es sich extra ärgerlich anfühlt.

Es ist aber doch auch wirklich verhext: Ich fahre seit 45 Jahren Auto und ich habe mir noch nie einen Reifen kaputtgefahren, jetzt, mit dem funkelnagelneuen Multivan passiert es zweimal in einem Monat. Da fällt es doch wirklich schwer, an Zufall zu glauben, andererseits habe ich aber auch keine andere plausible Erklärung. Nachts steht der Wagen in der Garage, die auch noch kameraüberwacht wird, dass es also eine vorsätzliche Sabotage ist, ist unwahrscheinlich, zumal der erste Schaden auf Borkum passierte. Und trotzdem, mysteriös ist es schon.

Weil der Reifentermin also schnell erledigt war, es muss erst ein neuer Reifen bestellt und geliefert werden, nächster Termin am Mittwoch, hatten wir unerwartet fast eine Stunde Zeit bis zu unserer nächsten Verabredung an der Baustelle, dort hatten wir nämlich einen Besichtigungstermin mit dem (teuren) Putzer vereinbart.

Wir fuhren deshalb zum Architekten ins Büro und besprachen dort einige Details für die laufende Putzerausschreibung, berichteten über unsere Galabaufortschritte und -entscheidungen und baten um Überprüfung einzelner Ausführungen im Dachbereich, hier gäbe es nach unserer Meinung noch Nachbesserungsbedarf.

Dann fuhren wir zur Baustelle und lernten von diesem Putzer, dass die aktuelle, bisherige Ausführung der Treppenvorbereitung nicht komplett grade ist und dass es Probleme geben wird, wenn er das, was die Treppenbauer da bereits vorbereitet haben, sauber einputzen soll. Er sagt, das wird nicht gehen, es wird schief und krumm. Beim Brückengeländer gibt es auch Probleme, wir haben jetzt also kurzfristig einiges zu klären.

Eine Baustelle, auf der nie etwas danebengeht, gibt es halt nicht, wir sollten uns nicht aufregen.

Auf dem Rückweg machte K Halt an einer Autowaschanlage, es sollte sowohl für den Bully als auch für Bixa ihr erstes Mal in einer Autowaschstraße werden.
Der Wagen war inzwischen so schmutzig, dass es sich richtig lohnte.
Und der Hund fand es ausgesprochen spannend und war überhaupt nicht ängstlich

Bixa fährt das erste Mal mit durch eine Waschstraße


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Sonntag, 8. Februar 2026
Hu-e, Hü oder You?
Gegen Mittag war ich hier in Greven auf einem Flohmarkt, der findet ungefähr alle zwei Monate Sonntags statt, einen echten Rhythmus habe ich da noch nicht erkannt, es hängen aber immer ausreichende Mengen an Plakaten aus.
Gekauft habe ich ein noch original verpacktes, ungeöffnetes Starterpaket von Lidl Smart Home, da sind drei farbige E27 Leuchtmittel drin und die lassen sich völlig problemlos in mein bestehendes Hue-System einbinden, das war ein schöner Schnapper.

Apropos Hue: C hatte sich zu Weihnachten ein smartes Lichtsystem gewünscht und ich hatte ihr eine Hue-Bridge und diverse Lampen und Schalter geschenkt.
Sie kannte das System bisher natürlich aus meinen Haushalten, hat es sich jetzt aber erstmalig selber eingerichtet und war erfreut, wie einfach das funktionierte.
Das erzählte sie mir am Telefon und fragte dann auch: Weißt du eigentlich, wie man Hue ausspricht?
Ich hatte mir da nie weitere Gedanken drüber gemacht, das System ist von Philips, das wiederum ein holländischer Konzern ist und holländische Namen hinterfrage ich nicht, das fällt bei mir in die Kategorie "Holländer eben".
Wenn ich in einem Laden (okay, Mediamarkt) mit einem Verkäufer darüber gesprochen habe, hat der immer "Hu-e" gesagt, das habe ich übernommen, deshalb heißt das System bei uns seit Jahren Hu-e.
Dass es nicht "Hü" ausgesprochen wird, fand ich logisch, aber außer Hu-e ist mir auch keine andere Aussprachevariante eingefallen.
C sagte mir jetzt, dass "hue" ein englisches Wort ist und dass das System so heiße, weil es so viele verschiedene Farbtöne darstellen kann.
Ich musste schrecklich lachen, denn es ist mir in den über zehn Jahren, in denen das System jetzt bei uns im Einsatz ist, weder auf- noch eingefallen, dass hue natürlich ein englisches Wort ist und dass man deshalb eigentlich hjuu sagen müsste und nicht hu-e.

Aber jetzt bleiben wir bei hu-e. Es gefällt uns alle viel besser als hjuu, was ja schon wieder so ähnlich klingt wie you und damit jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten und Kuddelmuddel provozieren würde.

Weitere Käufe auf dem Flohmarkt: Ein Segelschiff, eine Olivenholzschale und ein Kochbuch.

Mit Dingen aus Olivenholz habe ich einen Tick, die muss ich immer kaufen, wenn ich sie für 1 Euro bekommen kann. Inzwischen habe ich große Mengen an Schalen, Schüsseln, Salatbesteck usw., aber jedes einzelne Teil ist anders und ich finde jedes einzelne Teil auf seine Art besonders schön.

Das mit den Ofenkartoffeln aus dem Crockpot hat hervorragend funktioniert, als wir am späten Nachmittag von unserem Hundeausflug wiederkamen, musste nur noch das Fleisch gebraten werden und im Handumdrehen war ein wunderbares Sonntagsessen fertig
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Samstag, 7. Februar 2026
Nebelfladen und Crockpotvorbereitung
Heute hatten wir keinen Termin und keine Pläne, im Ergebnis blieben wir einfach bis mittags im Bett.
Theoretisch hätte der Flohmarkt in Münster heute stattfinden können, denn es stand das erste Mal in diesem Jahr keine Absage im Netz, praktisch hatten wir aber keine Lust, das zu überprüfen, wir waren schlicht beide zu faul, um dafür rechtzeitig aufzustehen.

Irgendwann waren wir aber dann doch beide geduscht und angezogen, ich räumte ein wenig im Haus rum, sortierte die Wäsche und startete die erste Maschine mit hell/40°C, K sortierte irgendetwas an seinem Rechner, bis uns auffiel, dass draußen wirklich schönes Wetter war und es eine gute Gelegenheit ist, auf diesen Hundefreilaufwiese im Nachbarort zu fahren, bei dem Wetter sind doch bestimmt noch andere Hunde da und dann hat Bixa endlich mal wieder jemanden zum Spielen.

Genau so war es dann auch, es waren sogar richtig viele Hunde da, wir sind fast zwei Stunden geblieben, so dass sich Bixa richtig austoben konnte.

Auf dem Rückweg lagen auf den Feldern vereinzelte Flecken von dichtem Bodennebel. Das sah vor allem deshalb so interessant aus, weil es relativ sauber abgegrenzte Stellen waren, wo der Nebel anfing und auch wieder aufhörte und höher als 1m über dem Boden war er auch nirgends.

Lokaler Bodennebel


Eigentlich hätte ich heute Ofenkartoffeln machen wollen, aber als mir das um 13h einfiel, war es schon so spät, dass es sich nicht mehr gelohnt hätte, sie noch aufzusetzen, denn sie brauchen mindestens sechs Stunden im Crockpot und dann wäre das mit dem Essen am Abend so spät geworden, dass ich Sorge hatte, dass wir aus lauter Hunger bis dahin schon so viel sonstige Snacks gefuttert hätten, dass dann für ein richtiges Abendessen kein Platz mehr im Magen ist.

K meinte, wenn wir die Kartoffeln für morgen planen, dann müsse ich eben einfach eher aufstehen, was ich aber auch eine schreckliche Vorstellung finde und deshalb habe ich heute Abend vorgesorgt:

Kartoffeln im Crockpot

Ich habe die Kartoffeln schon gepiekst und eingeölt in den Crockpot gelegt, jetzt kann K morgen früh den Crockpot anwerfen, wenn er Kaffee macht und dann sind sie perfekt zum Abendessen am Nachmittag fertig.
Mehr Kochaufwand ist das nämlich nicht, einfach nur die geölten und ein paar mal angepieksten rohen Kartoffeln rund 6h auf low köcheln lassen - und am Ende hat man perfekte Ofenkartoffeln wie aus dem Steakhaus. Kräuterbutter und Sourcreme dazu, außerdem ein Krautsalat und zwei Steaks, wunderbares Sonntagsessen, ich freu mich schon
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Freitag, 6. Februar 2026
Schubladenumsortierung
Seit knapp einem Jahr schreibt Felix wieder täglich ins Internet und ich liebe es.

Als Blog- und Internet-Urgestein kenne ich den Namen Felix Schwenzel natürlich schon seit sozusagen immer, aber in meinem Kopf hatte ich den Namen und das Blog mit "Technikmensch" verknüpft und mich deshalb nicht weiter damit beschäftigt.

Für Leute, die Technik lieben ist mein Technikzu- und -umgang ungefähr so erschütternd wie für Menschen, die gerne kochen, meine Methoden "der Essensherstellung", denn ich habe in beiden Fällen nicht diese buddhistische "der Weg ist das Ziel"-Einstellung, sondern gebe schnell auf, wenn ich das Gefühl habe, dass das Ziel im Weg steht, oder anders ausgedrückt: Ich suche mir immer den bequemsten Weg zum Ziel und wenn das Ziel nur auf unbequemen Wegen zu erreichen ist, interessiert es mich schnell nicht mehr, außer ich finde einen komplett neuen, völlig anders ausgestalteten Weg, der üblicherweise so nicht vorgesehen ist.

Ich käme nie auf den Gedanken, einen Berg zu besteigen, nur um mich oben in das Gipfelbuch eintragen zu können. Wenn ich aber einen Hubschrauberpiloten kennen würde, der sagte, wir machen da eine Abseilübung und mich mal kurz zum Eintragen ins Gipfelbuch dort runterlässt - dann wäre ich mit Begeisterung dabei, wohlwissend, dass mich dafür alle "echten" Bergsteiger zutiefst verachten würden, weil das in ihren Augen selbstverständlich Betrug ist.

L'art pour l'art ist nix, was meiner Grundeinstellung zum Leben entspricht, Spaß haben um des Spaßes willen dagegen sehr.

Die meisten Künstler nehmen ihre Kunst ernst. Sie fühlen da eine innere Berufung, einen Drang, in, durch und mit ihrer Kunst zu leben, sie können nicht anders. Sie nehmen dafür Entbehrungen in Kauf, schlechte Bezahlung, körperliche Unbequemlichkeiten und eben alles, was man gemeinhin so als "hartes Leben" bezeichnet, einfach nur deshalb, weil sie nichts anderes machen wollen als ihre Kunst.

Die "Techniknerds", die ich in meinem Leben so kennengelernt habe, ticken oft ähnlich, denn beide, Technikfreaks genauso wie Künstler, sind gerne mal durchdrungen von dem Gedanken, dass man das, was sie machen, unbedingt auf die "richtige" Art machen sollte, alles andere ist Stückwerk. Und Hobbykünstler, naja, das sind halt nur Hobbykünstler. Zu denen ist man nett, aber die wirklichen Freunde hat man nur auf Augenhöhe in den Kreisen, die die eigene Leidenschaft teilen.

Zwischen mir und Menschen, die das Leben und ihr Tun ernst nehmen, gibt es nur sehr wenige Schnittpunkte.

Eine meiner zahllosen schlechten Eigenschaften ist es, Menschen sehr schnell und gedankenlos in Schubladen zu stecken.
Ich weiß, dass das nicht klug ist, finde es aber nur eingeschränkt schlimm, denn eigentlich bin vor allem ich diejenige, die dadurch Nachteile hat. Ich verpasse es nämlich leicht mal, interessante Menschen näher kennenzulernen, weil ich sie zu schnell vorab in eine Kategorie einsortiert habe, die bei mir unter "langweilig" läuft, was dann dazu führt, dass ich sie nur nebenher wahrnehme, aber nicht aktiv beachte.

Aber manchmal bemerke ich diesen Fehler und dann freue ich mich.

Felix hat sicherlich einen komplett anderen Zu- und Umgang mit Technik als ich und er schreibt in seinem Blog auch häufig über nerdige Technikthemen, von denen ich komplett gar nichts verstehe, aber meine Grundeinstellung zu diesem Thema wäre wahrscheinlich genau wie seine, wenn ich etwas davon verstehen würde: Man beschäftigt sich damit, weil es Spaß macht, aber das heißt nicht, dass man es ernst nehmen muss.

Und, was ich viel wichtiger finde, es gibt auch noch 1000 andere Themen im Leben, mit denen man sich beschäftigen kann und genau hier wird es für mich spannend, denn ich habe festgestellt, dass Felix sich gerne mit Themen beschäftigt, die ich ebenfalls interessant finde und dann formuliert er seine Gedanken dazu so, dass ich das Gefühl habe, ich würde es exakt genau so sagen, nur kann er es besser ausdrücken und formulieren und dann habe ich einen Mordsspaß daran, seine Texte zu lesen, weil ich immerzu denke: Ja, genau so geht es mir auch, ja, genau das sind meine Gedanken dazu, die ich nur bisher noch nicht formulieren konnte.

Irgendwann letztes Jahr im Sommer bin ich über einen Link in einem anderen Blog nach langer Zeit mal wieder auf wirres.net gelandet, war sehr fasziniert über seine Gedanken zum Thema Bloggen - und lese seitdem jeden Tag dort mit, einfach weil ich ab sofort keinen Text mehr verpassen möchte, der sich mit Themen beschäftigt, die ich auch interessant finde.

Gestern schrieb er einen Antwortbeitrag auf Thomas Gigold, der die Frage stellte: Wann hast du das letzte Mal hart nachgedacht? - und seine Antwort ist mal wieder ein Text, der meine Gedanken dazu komplett auf den Punkt bringt, denn ich habe mich auch schon öfter mal gefragt, wie andere Menschen wohl nachdenken, weil ich selber das Gefühl habe, ich weiß gar nicht, wie das geht.
Felix schreibt dazu:
das ei­gent­li­che den­ken fin­det dann ohne mich statt. ich muss nur für in­spi­ra­ti­on sor­gen, skiz­zen an­fer­ti­gen, wort­bal­lons stei­gen las­sen, viel­leicht ein biss­chen ab­schwei­fen und quatsch ma­chen.
Ja, exakt so fühlt es sich für mich auch an, ich denke nicht wirklich aktiv und schon gar nicht hart, "es" denkt irgendwie aus mir heraus, ich muss nur dafür sorgen, dass "es" nicht gestört wird und sich entfalten kann. Dann kommt es auch irgendwann mit einer Lösung um die Ecke.

Und weil ich mich in den letzten Monaten jetzt schon mehrfach über einen Text von Felix gefreut habe, wollte ich das heute endlich mal aktiv gesagt haben
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Donnerstag, 5. Februar 2026
Noch zwei Baubesprechungen
Heute also der Termin mit dem Schreiner, der den Innenausbau mit Trockenbau, alle Türen und die gesamte Dachflächenverkleidung machen soll. Jetzt warte ich auf das Angebot, ich fürchte zwar, dass auch das nicht preiswert werden wird, aber was ist schon preiswert beim Hausbau.

Vorher hatten wir einen Termin bei einer zweiten Putzfirma, deren Angebot ziemlich genau doppelt so teuer ist, wie das der ersten Firma, die ein Angebot abgegeben hat. Die erste Firma erschien uns eigentlich als nicht günstig, aber mit dem anderen Angebot verglichen scheint es plötzlich ein echtes Schnäppchen zu sein. Wahrscheinlich muss man solche Angebote immer ins passende Verhältnis setzen.

Ausgesprochen positiver Aspekt des heutigen Termins bei dieser zweiten Firma, mit dem besonders hochpreisigen Angebot: Die hatten einen echten "Putzshowroom", wo wir jede Menge Musterflächen direkt vor Ort ansehen und anfassen konnten und jetzt weiß ich schon mal, was ich alles nicht will und erfreulicherweise verbilligt das die Sache spürbar. So etwas passiert mir ja selten, aber ich habe gelernt, dass Gipsputz nicht nur preiswerter, sondern auch viel hübscher ist als Kalk-Zement-Putz und dass wir für alle Flächen, wo wir keinen Lehmputz brauchen, völlig problemlos den billigen, einfachen und vor allem schön glattten Gipsputz benutzen können, insbesondere also für alle Kellerräume. Da gibt es reichlich Quadratmeter Putzfläche, in Summe spart die Umstellung von Kalk-Zement- auf Gipsputz locker einen fünfstelligen Betrag. Damit hat sich der Termin heute wirklich gelohnt. Also für uns. Nicht für die Firma, weil wir die nicht beauftragen werden, aber die wird es verkraften können.

Insgesamt waren wir heute fast sechs Stunden mit diesen beiden Termin unterwegs und beschäftigt, im Grunde können wir sehr dankbar sein, dass sich das alles so verzögert hat, denn so ein Hausbau neben einem Fulltime-Bürojob wäre in der Form überhaupt nicht darstellbar.

Wir hätten dann vieles von dem, um das wir uns jetzt selber kümmern, an einen externen Bauunternehmer abgeben müssen, der dann aber natürlich eher nach seinem Geschmack und vor allem für seinen Profit entschieden hätte und ich bin sehr sicher, dass dann unterm Strich ein komplett anderes Haus rausgekommen wäre.

Insofern sind die Verzögerungen schon völlig okay, schließlich drängt uns ja auch nichts und wir ziehen dann um, wenn das neue Haus fertig ist
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Mittwoch, 4. Februar 2026
Galaarbeiten reduziert und erste Karten fertiggestellt
Heute war die Besprechung mit dem Galabauer, von dem uns bisher nur ein "Orientierungsangebot" vorlag, was mich rein preislich aber doch etwas erschüttert hatte.

Aber zum Glück waren diverse Dinge darin enthalten, die man einfach weglassen kann und zack, spart man fünfstellige Beträge.

Grundsätzlich hatte der Gartenarchitekt vorher gefragt, was uns gefällt und was nicht und ich hatte u.a. "große Steine" und "Skulpturen" aufgeschrieben, weil ich das halt schön finde, hatte mir aber keine Gedanken über irgendwelche Kosten oder Preise gemacht.

Nun, Kunst am Bau hat leider eindeutig ihren Preis und selbst, wenn es noch gar keine Kunst ist, sondern einfach nur riesige Felsbrocken als Dekoobjekte, so sind die Dinger halt irre schwer und kosten dann einfach wegen ihres Gewichtes schon einen vierstelligen Betrag nur für den Transport und das passgenaue Platzieren im Garten.

Und da wir einen großen Garten haben, hatte der Gartenarchitekt mehrere solcher Objekte vorgesehen und so waren wir blitzschnell bei einem fünfstelligen Betrag, den wir jetzt erstmal auf später verschoben haben. Noch nicht gelieferte Steine lassen sich zum Glück recht leicht verschieben.

Ebenfalls auf später verschoben haben wir so Dinge wie ein Wasserspiel, schicke Hochbeete und den größten Teil der konkreten Bepflanzung, weil das einen Garten zwar schön, aber leider auch teuer macht und ohne Probleme jederzeit nachgerüstet werden kann.

Wichtig sind uns dafür alle Pflasterarbeiten: vorne die gesamte Auffahrt bis zum Eingang und hinterm Haus die Wege, die durch den Garten führen sollen, damit man auch ohne Matsch an den Schuhen von der einen Seite des Gartens zur anderen gelangt, außerdem die Terrassen hinterm Haus (zwei Häuser = zwei Terrassen und ein Verbindungselement) und alle Leitungen zur technischen Versorgung, damit wir später relativ frei entscheiden können, wo wir Wasser haben wollen und wo Strom.

Und ansonsten wird die Oberfläche soweit vorbereitet, dass man überall Rasensamen aussäen kann, hinten als Abschluss gibt es einen Stabgitterzaun, der das Grundstück hundeausbruchssicher umschließt und alles andere kommt später.
Jetzt hoffe ich auf ein etwas bezahlbareres Angebot.

Am Abend hatte K Vereinstreffen in seinem neuen Fliegerclub und war deshalb aushäusig.
Ich ging derweil in mein Stempelzimmer und jetzt habe ich endlich die ersten Karten auch wirklich final fertig gestellt.
Immerhin schon mal drei Stück und so nach und nach merke ich, dass die ideen auch wieder etwas leichter fließen.

Ausgangspunkt war immer ein Papier, auf dem ich ein Objekt mit Fadenmalerei hergestellt hatte.
Bei den oberen beiden Karten habe ich Papiere in DinA4 der Länge nach durchgeschnitten und dann außen um eine A6 Karte geklebt, die untere Karte ist eine Einzelkarte in A6

Grußkarte mit Fadenmalereiobjekt

Noch eine Karte mit Fadenmalereiobjekt

Einzelkarte mit Fadenmalereiobjekt

Was mir bei der Arbeit an diesen Karten am meisten Spaß gemacht hat, war das Sichten meiner Materialbestände, die die letzten 18 Jahre im Wesentlichen unberührt hier vor sich hingeschlummert haben, weshalb ich jetzt ganz viele Dinge neu entdecke, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze.

Ich freue mich schon sehr auf den Umzug, denn dabei werden wirklich ALLE Sachen noch einmal angefasst und anschließend komplett neusortiert und eingeräumt, das wird toll
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Dienstag, 3. Februar 2026
Viel Anfang, wenig Ende
Zwischendurch dann wieder so ein Tag, wo ich gut und schwungvoll starte, alles mögliche anfange, dann aber noch schwungvoller wieder nachlasse und kaum eine der angefangen Aufgaben beende.

Nach dem Aufwachen, noch im Bett, hatte ich eine Idee für einen Blogtext, die ich auch sofort begann runterzuschreiben. Ich wusste, dass ich nicht unbegrenzt schreiben könne, weil ich einen Physiotermin hatte.
Als mein Textfluss etwas ins Stocken geriet, stand ich auf und hatte noch Zeit, ein wenig die Küche aufzuräumen.
Konnte aber nicht fertig aufräumen, weil ich dann losmusste, um pünktlich zu meinem Physiotermin zu erscheinen.

Anschließend fuhr ich in die Stadt, weil ich in einem der 1-€-Läden noch so eine Hundenapfrutschunterlage kaufen wollte, die ich neulich schon mal gekauft hatte, um sie auszuprobieren. Sie funktioniert prima, deshalb will ich für Borkum auch eine, also fuhr ich nach dem Physiotermin in die Stadt und bummelte entspannt ein wenig durch die Einkaufsstraße, bis ich bemerkte, dass ich dringend auf Toilette musste.
Alle öffentlichen Toiletten waren geschlossen oder defekt, es gelang mir grade noch mit fest zsuammengekniffenen Beinen diese blöde Antirutschmatte zu kaufen, dann watschelte ich so schnell es ging zurück zum Auto und kam grade noch rechtzeitig zu Hause an, um Schlimmeres zu verhindern.

Zuhause setzte ich mich erst vor den PC und erledigte ein paar dringende Buchhaltungs-/Controllingaufgaben, stellte fest, dass ich an einigen Stellen Rückstände von fast zwei Wochen offen habe und buddelte mich tiefer in dieses Buchhaltungsloch, bis das Telefon klingelte und mich aus diesem Loch wieder rausholte.

Dann musste ich Pause machen und erst mal etwas Frühstücken, es war immerhin schon 15.30h.
In der halbfertig geputzten Küche bekam ich ein schlechtes Gewissen und putzte wieder etwas weiter, verlor aber mittendrin die Lust und fand, für heute sei genug geputzt.

Statt weiter mit dem Staubsauger durchs Haus zu ziehen, machte ich einen Abstecher in mein Stempelzimmer und probierte weiter an zwei angefangenen Karten rum.

K kam herein und sagte, er hätte mit dem Galabauer telefoniert und es gäbe verschiedene Termine für eine Besprechung, ich solle den bestätigen, der mir am besten gefällt.

Also rief ich den Galabauer an, der schon nicht mehr im Büro war und bestätigte seinem Mitarbeiter einen Termin für morgen 14h, was erledigt ist, ist erledigt.

Dann kam eine E-Mail von dem Schreiner, der den Innenausbau machen soll, auch der schlug einen Termin vor, ich rief ihn sofort an und bestätigte, dass wir uns übermorgen um 14h auf der Baustelle treffen.

Als ich K diesen Termin mitteilen wollte, telefonierte er grade mit dem Architekten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um den frisch vereinbarten Schreinertermin auch dem Architekten weiterzugeben, aber in dem Moment klingelte seine zweite Leitung und der Elektriker, der so schwer zu erreichen ist, rief proaktiv an.

Also wurde der Architekt abgewürgt, dafür der Elektriker angenommen und ein Termin mit dem Elektriker für nächsten Mittwoch vereinbart, dann wurde der Architekt erneut angerufen, der erfreulicherweise an sein Telefon ging. (Ist keine Selbstverständlichkeit).
Der Elektrikertermin ist okay, der Schreinertermin aber passt nicht und soll um eine Stunde verschoben werden.

Darum wieder Anruf beim Schreiner, Termin verschoben, und uff - ich hasse solche Telefonate! Im Büro hatte ich für solche Aktionen früher eine Assistenz, es war nicht alles schlecht im Büro....

Ich hoffe jetzt, dass alle Termin richtig im Kalender eingetragen und mit allen Beteiligten richtig abgestimmt sind.
Zwischendurch jammerte K, dass sich sein Kalender nicht synchronisiert und er nicht sähe, was ich eintrage.
Er trug deshalb mehrere Testtermine ein und löschte sie wieder, dabei löschte er auch Einträge, die er nicht hätte löschen sollen.
Bei mir synchronisierte sich zum Glück alles in Echtzeit, ich konnte die fälschlicherweise gelöschten Termine wieder neu eintragen.

Und dann hatte ich keine Lust mehr.
Keine Lust, an meinen Karten weiter zu arbeiten, keine Lust, an meinem angefangenen Text weiter zu schreiben, keine Lust, etwas zu Essen zu machen, keine Lust, weiter aufzuräumen oder sauber zu machen, keine Lust, die angefangene Buchhaltung fertig zu stellen und insgesamt einfach gar keine Lust mehr auf irgendetwas, ich wollte nur noch im Sessel sitzen und nichts tun.

So blieben alle sonstigen angefangen Dinge so angefangen liegen, wie ich sie hinterlassen habe, zum Glück geht ja nichts kaputt, mit all dem Kram kann ich mich ein andermal weiter beschäftigen, es fühlt sich halt nur nach einem seltsamen Stückwerk an, aber immerhin haben wir jetzt eine Menge wichtiger Termine und das gute Gefühl, dass es vorangeht mit dem Bau
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