anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 8. Februar 2026
Hu-e, Hü oder You?
Gegen Mittag war ich hier in Greven auf einem Flohmarkt, der findet ungefähr alle zwei Monate Sonntags statt, einen echten Rhythmus habe ich da noch nicht erkannt, es hängen aber immer ausreichende Mengen an Plakaten aus.
Gekauft habe ich ein noch original verpacktes, ungeöffnetes Starterpaket von Lidl Smart Home, da sind drei farbige E27 Leuchtmittel drin und die lassen sich völlig problemlos in mein bestehendes Hue-System einbinden, das war ein schöner Schnapper.

Apropos Hue: C hatte sich zu Weihnachten ein smartes Lichtsystem gewünscht und ich hatte ihr eine Hue-Bridge und diverse Lampen und Schalter geschenkt.
Sie kannte das System bisher natürlich aus meinen Haushalten, hat es sich jetzt aber erstmalig selber eingerichtet und war erfreut, wie einfach das funktionierte.
Das erzählte sie mir am Telefon und fragte dann auch: Weißt du eigentlich, wie man Hue ausspricht?
Ich hatte mir da nie weitere Gedanken drüber gemacht, das System ist von Philips, das wiederum ein holländischer Konzern ist und holländische Namen hinterfrage ich nicht, das fällt bei mir in die Kategorie "Holländer eben".
Wenn ich in einem Laden (okay, Mediamarkt) mit einem Verkäufer darüber gesprochen habe, hat der immer "Hu-e" gesagt, das habe ich übernommen, deshalb heißt das System bei uns seit Jahren Hu-e.
Dass es nicht "Hü" ausgesprochen wird, fand ich logisch, aber außer Hu-e ist mir auch keine andere Aussprachevariante eingefallen.
C sagte mir jetzt, dass "hue" ein englisches Wort ist und dass das System so heiße, weil es so viele verschiedene Farbtöne darstellen kann.
Ich musste schrecklich lachen, denn es ist mir in den über zehn Jahren, in denen das System jetzt bei uns im Einsatz ist, weder auf- noch eingefallen, dass hue natürlich ein englisches Wort ist und dass man deshalb eigentlich hjuu sagen müsste und nicht hu-e.

Aber jetzt bleiben wir bei hu-e. Es gefällt uns alle viel besser als hjuu, was ja schon wieder so ähnlich klingt wie you und damit jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten und Kuddelmuddel provozieren würde.

Weitere Käufe auf dem Flohmarkt: Ein Segelschiff, eine Olivenholzschale und ein Kochbuch.

Mit Dingen aus Olivenholz habe ich einen Tick, die muss ich immer kaufen, wenn ich sie für 1 Euro bekommen kann. Inzwischen habe ich große Mengen an Schalen, Schüsseln, Salatbesteck usw., aber jedes einzelne Teil ist anders und ich finde jedes einzelne Teil auf seine Art besonders schön.

Das mit den Ofenkartoffeln aus dem Crockpot hat hervorragend funktioniert, als wir am späten Nachmittag von unserem Hundeausflug wiederkamen, musste nur noch das Fleisch gebraten werden und im Handumdrehen war ein wunderbares Sonntagsessen fertig
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Samstag, 7. Februar 2026
Nebelfladen und Crockpotvorbereitung
Heute hatten wir keinen Termin und keine Pläne, im Ergebnis blieben wir einfach bis mittags im Bett.
Theoretisch hätte der Flohmarkt in Münster heute stattfinden können, denn es stand das erste Mal in diesem Jahr keine Absage im Netz, praktisch hatten wir aber keine Lust, das zu überprüfen, wir waren schlicht beide zu faul, um dafür rechtzeitig aufzustehen.

Irgendwann waren wir aber dann doch beide geduscht und angezogen, ich räumte ein wenig im Haus rum, sortierte die Wäsche und startete die erste Maschine mit hell/40°C, K sortierte irgendetwas an seinem Rechner, bis uns auffiel, dass draußen wirklich schönes Wetter war und es eine gute Gelegenheit ist, auf diesen Hundefreilaufwiese im Nachbarort zu fahren, bei dem Wetter sind doch bestimmt noch andere Hunde da und dann hat Bixa endlich mal wieder jemanden zum Spielen.

Genau so war es dann auch, es waren sogar richtig viele Hunde da, wir sind fast zwei Stunden geblieben, so dass sich Bixa richtig austoben konnte.

Auf dem Rückweg lagen auf den Feldern vereinzelte Flecken von dichtem Bodennebel. Das sah vor allem deshalb so interessant aus, weil es relativ sauber abgegrenzte Stellen waren, wo der Nebel anfing und auch wieder aufhörte und höher als 1m über dem Boden war er auch nirgends.

Lokaler Bodennebel


Eigentlich hätte ich heute Ofenkartoffeln machen wollen, aber als mir das um 13h einfiel, war es schon so spät, dass es sich nicht mehr gelohnt hätte, sie noch aufzusetzen, denn sie brauchen mindestens sechs Stunden im Crockpot und dann wäre das mit dem Essen am Abend so spät geworden, dass ich Sorge hatte, dass wir aus lauter Hunger bis dahin schon so viel sonstige Snacks gefuttert hätten, dass dann für ein richtiges Abendessen kein Platz mehr im Magen ist.

K meinte, wenn wir die Kartoffeln für morgen planen, dann müsse ich eben einfach eher aufstehen, was ich aber auch eine schreckliche Vorstellung finde und deshalb habe ich heute Abend vorgesorgt:

Kartoffeln im Crockpot

Ich habe die Kartoffeln schon gepiekst und eingeölt in den Crockpot gelegt, jetzt kann K morgen früh den Crockpot anwerfen, wenn er Kaffee macht und dann sind sie perfekt zum Abendessen am Nachmittag fertig.
Mehr Kochaufwand ist das nämlich nicht, einfach nur die geölten und ein paar mal angepieksten rohen Kartoffeln rund 6h auf low köcheln lassen - und am Ende hat man perfekte Ofenkartoffeln wie aus dem Steakhaus. Kräuterbutter und Sourcreme dazu, außerdem ein Krautsalat und zwei Steaks, wunderbares Sonntagsessen, ich freu mich schon
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Freitag, 6. Februar 2026
Schubladenumsortierung
Seit knapp einem Jahr schreibt Felix wieder täglich ins Internet und ich liebe es.

Als Blog- und Internet-Urgestein kenne ich den Namen Felix Schwenzel natürlich schon seit sozusagen immer, aber in meinem Kopf hatte ich den Namen und das Blog mit "Technikmensch" verknüpft und mich deshalb nicht weiter damit beschäftigt.

Für Leute, die Technik lieben ist mein Technikzu- und -umgang ungefähr so erschütternd wie für Menschen, die gerne kochen, meine Methoden "der Essensherstellung", denn ich habe in beiden Fällen nicht diese buddhistische "der Weg ist das Ziel"-Einstellung, sondern gebe schnell auf, wenn ich das Gefühl habe, dass das Ziel im Weg steht, oder anders ausgedrückt: Ich suche mir immer den bequemsten Weg zum Ziel und wenn das Ziel nur auf unbequemen Wegen zu erreichen ist, interessiert es mich schnell nicht mehr, außer ich finde einen komplett neuen, völlig anders ausgestalteten Weg, der üblicherweise so nicht vorgesehen ist.

Ich käme nie auf den Gedanken, einen Berg zu besteigen, nur um mich oben in das Gipfelbuch eintragen zu können. Wenn ich aber einen Hubschrauberpiloten kennen würde, der sagte, wir machen da eine Abseilübung und mich mal kurz zum Eintragen ins Gipfelbuch dort runterlässt - dann wäre ich mit Begeisterung dabei, wohlwissend, dass mich dafür alle "echten" Bergsteiger zutiefst verachten würden, weil das in ihren Augen selbstverständlich Betrug ist.

L'art pour l'art ist nix, was meiner Grundeinstellung zum Leben entspricht, Spaß haben um des Spaßes willen dagegen sehr.

Die meisten Künstler nehmen ihre Kunst ernst. Sie fühlen da eine innere Berufung, einen Drang, in, durch und mit ihrer Kunst zu leben, sie können nicht anders. Sie nehmen dafür Entbehrungen in Kauf, schlechte Bezahlung, körperliche Unbequemlichkeiten und eben alles, was man gemeinhin so als "hartes Leben" bezeichnet, einfach nur deshalb, weil sie nichts anderes machen wollen als ihre Kunst.

Die "Techniknerds", die ich in meinem Leben so kennengelernt habe, ticken oft ähnlich, denn beide, Technikfreaks genauso wie Künstler, sind gerne mal durchdrungen von dem Gedanken, dass man das, was sie machen, unbedingt auf die "richtige" Art machen sollte, alles andere ist Stückwerk. Und Hobbykünstler, naja, das sind halt nur Hobbykünstler. Zu denen ist man nett, aber die wirklichen Freunde hat man nur auf Augenhöhe in den Kreisen, die die eigene Leidenschaft teilen.

Zwischen mir und Menschen, die das Leben und ihr Tun ernst nehmen, gibt es nur sehr wenige Schnittpunkte.

Eine meiner zahllosen schlechten Eigenschaften ist es, Menschen sehr schnell und gedankenlos in Schubladen zu stecken.
Ich weiß, dass das nicht klug ist, finde es aber nur eingeschränkt schlimm, denn eigentlich bin vor allem ich diejenige, die dadurch Nachteile hat. Ich verpasse es nämlich leicht mal, interessante Menschen näher kennenzulernen, weil ich sie zu schnell vorab in eine Kategorie einsortiert habe, die bei mir unter "langweilig" läuft, was dann dazu führt, dass ich sie nur nebenher wahrnehme, aber nicht aktiv beachte.

Aber manchmal bemerke ich diesen Fehler und dann freue ich mich.

Felix hat sicherlich einen komplett anderen Zu- und Umgang mit Technik als ich und er schreibt in seinem Blog auch häufig über nerdige Technikthemen, von denen ich komplett gar nichts verstehe, aber meine Grundeinstellung zu diesem Thema wäre wahrscheinlich genau wie seine, wenn ich etwas davon verstehen würde: Man beschäftigt sich damit, weil es Spaß macht, aber das heißt nicht, dass man es ernst nehmen muss.

Und, was ich viel wichtiger finde, es gibt auch noch 1000 andere Themen im Leben, mit denen man sich beschäftigen kann und genau hier wird es für mich spannend, denn ich habe festgestellt, dass Felix sich gerne mit Themen beschäftigt, die ich ebenfalls interessant finde und dann formuliert er seine Gedanken dazu so, dass ich das Gefühl habe, ich würde es exakt genau so sagen, nur kann er es besser ausdrücken und formulieren und dann habe ich einen Mordsspaß daran, seine Texte zu lesen, weil ich immerzu denke: Ja, genau so geht es mir auch, ja, genau das sind meine Gedanken dazu, die ich nur bisher noch nicht formulieren konnte.

Irgendwann letztes Jahr im Sommer bin ich über einen Link in einem anderen Blog nach langer Zeit mal wieder auf wirres.net gelandet, war sehr fasziniert über seine Gedanken zum Thema Bloggen - und lese seitdem jeden Tag dort mit, einfach weil ich ab sofort keinen Text mehr verpassen möchte, der sich mit Themen beschäftigt, die ich auch interessant finde.

Gestern schrieb er einen Antwortbeitrag auf Thomas Gigold, der die Frage stellte: Wann hast du das letzte Mal hart nachgedacht? - und seine Antwort ist mal wieder ein Text, der meine Gedanken dazu komplett auf den Punkt bringt, denn ich habe mich auch schon öfter mal gefragt, wie andere Menschen wohl nachdenken, weil ich selber das Gefühl habe, ich weiß gar nicht, wie das geht.
Felix schreibt dazu:
das ei­gent­li­che den­ken fin­det dann ohne mich statt. ich muss nur für in­spi­ra­ti­on sor­gen, skiz­zen an­fer­ti­gen, wort­bal­lons stei­gen las­sen, viel­leicht ein biss­chen ab­schwei­fen und quatsch ma­chen.
Ja, exakt so fühlt es sich für mich auch an, ich denke nicht wirklich aktiv und schon gar nicht hart, "es" denkt irgendwie aus mir heraus, ich muss nur dafür sorgen, dass "es" nicht gestört wird und sich entfalten kann. Dann kommt es auch irgendwann mit einer Lösung um die Ecke.

Und weil ich mich in den letzten Monaten jetzt schon mehrfach über einen Text von Felix gefreut habe, wollte ich das heute endlich mal aktiv gesagt haben
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Donnerstag, 5. Februar 2026
Noch zwei Baubesprechungen
Heute also der Termin mit dem Schreiner, der den Innenausbau mit Trockenbau, alle Türen und die gesamte Dachflächenverkleidung machen soll. Jetzt warte ich auf das Angebot, ich fürchte zwar, dass auch das nicht preiswert werden wird, aber was ist schon preiswert beim Hausbau.

Vorher hatten wir einen Termin bei einer zweiten Putzfirma, deren Angebot ziemlich genau doppelt so teuer ist, wie das der ersten Firma, die ein Angebot abgegeben hat. Die erste Firma erschien uns eigentlich als nicht günstig, aber mit dem anderen Angebot verglichen scheint es plötzlich ein echtes Schnäppchen zu sein. Wahrscheinlich muss man solche Angebote immer ins passende Verhältnis setzen.

Ausgesprochen positiver Aspekt des heutigen Termins bei dieser zweiten Firma, mit dem besonders hochpreisigen Angebot: Die hatten einen echten "Putzshowroom", wo wir jede Menge Musterflächen direkt vor Ort ansehen und anfassen konnten und jetzt weiß ich schon mal, was ich alles nicht will und erfreulicherweise verbilligt das die Sache spürbar. So etwas passiert mir ja selten, aber ich habe gelernt, dass Gipsputz nicht nur preiswerter, sondern auch viel hübscher ist als Kalk-Zement-Putz und dass wir für alle Flächen, wo wir keinen Lehmputz brauchen, völlig problemlos den billigen, einfachen und vor allem schön glattten Gipsputz benutzen können, insbesondere also für alle Kellerräume. Da gibt es reichlich Quadratmeter Putzfläche, in Summe spart die Umstellung von Kalk-Zement- auf Gipsputz locker einen fünfstelligen Betrag. Damit hat sich der Termin heute wirklich gelohnt. Also für uns. Nicht für die Firma, weil wir die nicht beauftragen werden, aber die wird es verkraften können.

Insgesamt waren wir heute fast sechs Stunden mit diesen beiden Termin unterwegs und beschäftigt, im Grunde können wir sehr dankbar sein, dass sich das alles so verzögert hat, denn so ein Hausbau neben einem Fulltime-Bürojob wäre in der Form überhaupt nicht darstellbar.

Wir hätten dann vieles von dem, um das wir uns jetzt selber kümmern, an einen externen Bauunternehmer abgeben müssen, der dann aber natürlich eher nach seinem Geschmack und vor allem für seinen Profit entschieden hätte und ich bin sehr sicher, dass dann unterm Strich ein komplett anderes Haus rausgekommen wäre.

Insofern sind die Verzögerungen schon völlig okay, schließlich drängt uns ja auch nichts und wir ziehen dann um, wenn das neue Haus fertig ist
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Mittwoch, 4. Februar 2026
Galaarbeiten reduziert und erste Karten fertiggestellt
Heute war die Besprechung mit dem Galabauer, von dem uns bisher nur ein "Orientierungsangebot" vorlag, was mich rein preislich aber doch etwas erschüttert hatte.

Aber zum Glück waren diverse Dinge darin enthalten, die man einfach weglassen kann und zack, spart man fünfstellige Beträge.

Grundsätzlich hatte der Gartenarchitekt vorher gefragt, was uns gefällt und was nicht und ich hatte u.a. "große Steine" und "Skulpturen" aufgeschrieben, weil ich das halt schön finde, hatte mir aber keine Gedanken über irgendwelche Kosten oder Preise gemacht.

Nun, Kunst am Bau hat leider eindeutig ihren Preis und selbst, wenn es noch gar keine Kunst ist, sondern einfach nur riesige Felsbrocken als Dekoobjekte, so sind die Dinger halt irre schwer und kosten dann einfach wegen ihres Gewichtes schon einen vierstelligen Betrag nur für den Transport und das passgenaue Platzieren im Garten.

Und da wir einen großen Garten haben, hatte der Gartenarchitekt mehrere solcher Objekte vorgesehen und so waren wir blitzschnell bei einem fünfstelligen Betrag, den wir jetzt erstmal auf später verschoben haben. Noch nicht gelieferte Steine lassen sich zum Glück recht leicht verschieben.

Ebenfalls auf später verschoben haben wir so Dinge wie ein Wasserspiel, schicke Hochbeete und den größten Teil der konkreten Bepflanzung, weil das einen Garten zwar schön, aber leider auch teuer macht und ohne Probleme jederzeit nachgerüstet werden kann.

Wichtig sind uns dafür alle Pflasterarbeiten: vorne die gesamte Auffahrt bis zum Eingang und hinterm Haus die Wege, die durch den Garten führen sollen, damit man auch ohne Matsch an den Schuhen von der einen Seite des Gartens zur anderen gelangt, außerdem die Terrassen hinterm Haus (zwei Häuser = zwei Terrassen und ein Verbindungselement) und alle Leitungen zur technischen Versorgung, damit wir später relativ frei entscheiden können, wo wir Wasser haben wollen und wo Strom.

Und ansonsten wird die Oberfläche soweit vorbereitet, dass man überall Rasensamen aussäen kann, hinten als Abschluss gibt es einen Stabgitterzaun, der das Grundstück hundeausbruchssicher umschließt und alles andere kommt später.
Jetzt hoffe ich auf ein etwas bezahlbareres Angebot.

Am Abend hatte K Vereinstreffen in seinem neuen Fliegerclub und war deshalb aushäusig.
Ich ging derweil in mein Stempelzimmer und jetzt habe ich endlich die ersten Karten auch wirklich final fertig gestellt.
Immerhin schon mal drei Stück und so nach und nach merke ich, dass die ideen auch wieder etwas leichter fließen.

Ausgangspunkt war immer ein Papier, auf dem ich ein Objekt mit Fadenmalerei hergestellt hatte.
Bei den oberen beiden Karten habe ich Papiere in DinA4 der Länge nach durchgeschnitten und dann außen um eine A6 Karte geklebt, die untere Karte ist eine Einzelkarte in A6

Grußkarte mit Fadenmalereiobjekt

Noch eine Karte mit Fadenmalereiobjekt

Einzelkarte mit Fadenmalereiobjekt

Was mir bei der Arbeit an diesen Karten am meisten Spaß gemacht hat, war das Sichten meiner Materialbestände, die die letzten 18 Jahre im Wesentlichen unberührt hier vor sich hingeschlummert haben, weshalb ich jetzt ganz viele Dinge neu entdecke, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze.

Ich freue mich schon sehr auf den Umzug, denn dabei werden wirklich ALLE Sachen noch einmal angefasst und anschließend komplett neusortiert und eingeräumt, das wird toll
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Dienstag, 3. Februar 2026
Viel Anfang, wenig Ende
Zwischendurch dann wieder so ein Tag, wo ich gut und schwungvoll starte, alles mögliche anfange, dann aber noch schwungvoller wieder nachlasse und kaum eine der angefangen Aufgaben beende.

Nach dem Aufwachen, noch im Bett, hatte ich eine Idee für einen Blogtext, die ich auch sofort begann runterzuschreiben. Ich wusste, dass ich nicht unbegrenzt schreiben könne, weil ich einen Physiotermin hatte.
Als mein Textfluss etwas ins Stocken geriet, stand ich auf und hatte noch Zeit, ein wenig die Küche aufzuräumen.
Konnte aber nicht fertig aufräumen, weil ich dann losmusste, um pünktlich zu meinem Physiotermin zu erscheinen.

Anschließend fuhr ich in die Stadt, weil ich in einem der 1-€-Läden noch so eine Hundenapfrutschunterlage kaufen wollte, die ich neulich schon mal gekauft hatte, um sie auszuprobieren. Sie funktioniert prima, deshalb will ich für Borkum auch eine, also fuhr ich nach dem Physiotermin in die Stadt und bummelte entspannt ein wenig durch die Einkaufsstraße, bis ich bemerkte, dass ich dringend auf Toilette musste.
Alle öffentlichen Toiletten waren geschlossen oder defekt, es gelang mir grade noch mit fest zsuammengekniffenen Beinen diese blöde Antirutschmatte zu kaufen, dann watschelte ich so schnell es ging zurück zum Auto und kam grade noch rechtzeitig zu Hause an, um Schlimmeres zu verhindern.

Zuhause setzte ich mich erst vor den PC und erledigte ein paar dringende Buchhaltungs-/Controllingaufgaben, stellte fest, dass ich an einigen Stellen Rückstände von fast zwei Wochen offen habe und buddelte mich tiefer in dieses Buchhaltungsloch, bis das Telefon klingelte und mich aus diesem Loch wieder rausholte.

Dann musste ich Pause machen und erst mal etwas Frühstücken, es war immerhin schon 15.30h.
In der halbfertig geputzten Küche bekam ich ein schlechtes Gewissen und putzte wieder etwas weiter, verlor aber mittendrin die Lust und fand, für heute sei genug geputzt.

Statt weiter mit dem Staubsauger durchs Haus zu ziehen, machte ich einen Abstecher in mein Stempelzimmer und probierte weiter an zwei angefangenen Karten rum.

K kam herein und sagte, er hätte mit dem Galabauer telefoniert und es gäbe verschiedene Termine für eine Besprechung, ich solle den bestätigen, der mir am besten gefällt.

Also rief ich den Galabauer an, der schon nicht mehr im Büro war und bestätigte seinem Mitarbeiter einen Termin für morgen 14h, was erledigt ist, ist erledigt.

Dann kam eine E-Mail von dem Schreiner, der den Innenausbau machen soll, auch der schlug einen Termin vor, ich rief ihn sofort an und bestätigte, dass wir uns übermorgen um 14h auf der Baustelle treffen.

Als ich K diesen Termin mitteilen wollte, telefonierte er grade mit dem Architekten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um den frisch vereinbarten Schreinertermin auch dem Architekten weiterzugeben, aber in dem Moment klingelte seine zweite Leitung und der Elektriker, der so schwer zu erreichen ist, rief proaktiv an.

Also wurde der Architekt abgewürgt, dafür der Elektriker angenommen und ein Termin mit dem Elektriker für nächsten Mittwoch vereinbart, dann wurde der Architekt erneut angerufen, der erfreulicherweise an sein Telefon ging. (Ist keine Selbstverständlichkeit).
Der Elektrikertermin ist okay, der Schreinertermin aber passt nicht und soll um eine Stunde verschoben werden.

Darum wieder Anruf beim Schreiner, Termin verschoben, und uff - ich hasse solche Telefonate! Im Büro hatte ich für solche Aktionen früher eine Assistenz, es war nicht alles schlecht im Büro....

Ich hoffe jetzt, dass alle Termin richtig im Kalender eingetragen und mit allen Beteiligten richtig abgestimmt sind.
Zwischendurch jammerte K, dass sich sein Kalender nicht synchronisiert und er nicht sähe, was ich eintrage.
Er trug deshalb mehrere Testtermine ein und löschte sie wieder, dabei löschte er auch Einträge, die er nicht hätte löschen sollen.
Bei mir synchronisierte sich zum Glück alles in Echtzeit, ich konnte die fälschlicherweise gelöschten Termine wieder neu eintragen.

Und dann hatte ich keine Lust mehr.
Keine Lust, an meinen Karten weiter zu arbeiten, keine Lust, an meinem angefangenen Text weiter zu schreiben, keine Lust, etwas zu Essen zu machen, keine Lust, weiter aufzuräumen oder sauber zu machen, keine Lust, die angefangene Buchhaltung fertig zu stellen und insgesamt einfach gar keine Lust mehr auf irgendetwas, ich wollte nur noch im Sessel sitzen und nichts tun.

So blieben alle sonstigen angefangen Dinge so angefangen liegen, wie ich sie hinterlassen habe, zum Glück geht ja nichts kaputt, mit all dem Kram kann ich mich ein andermal weiter beschäftigen, es fühlt sich halt nur nach einem seltsamen Stückwerk an, aber immerhin haben wir jetzt eine Menge wichtiger Termine und das gute Gefühl, dass es vorangeht mit dem Bau
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Montag, 2. Februar 2026
Seltsame Wettermeldungen
Das mit den Wetterapps und ihren Warnungen und Vorhersagen wird immer erratischer.
In den letzten Tagen bekam ich ständig eine schwere Schnee- oder Eiswarnung für meinen Standort angezeigt, gleichzeitig meinte die App aber auch, dass die Tiefsttemperatur nicht unter 2°C fällt.
Ich meine, das Teil hat doch einen Knall, oder?

Aktuelle Wettermeldungen

Gestern Nachmittag fuhren wir nach Rheda, weil K die riesige Topfspüle, die immer noch im Auto stand, in unsere Vorratsgarage bringen wollte. Ich schaute unterwegs auf mein Handy, sah die akut aufgeploppte Warnung von Schnee und Glatteis und versuchte, aus dem Auto heraus ein Foto zu machen, K erkannte meine Intention sofort richtig, denn er fragte: Fotografierst du die vereiste Straße?

Das Wetter im Real Life

Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse auf der Straße kamen wir gut in Rheda an und trafen dort auf Ks Sohn, der half, die schwere Spüle aus dem Auto zu tragen. Anschließend fuhren wir gemeinsam zur Baustelle, um den Bau auch von innen noch mal vorzuzeigen, denn seitdem es die Bautür gibt, können andere Leute ja nur noch von außen gucken und da hat sich in den letzten acht Wochen wenig getan.

Ks Sohn und seine Freundin waren sichtbar beeindruckt, man sah ihnen förmlich an, wie sie sich geistig im Vergleich dazu ihr geplantes eigenes Haus vorstellten, und nun ja, wir haben zwar nicht viele Zimmer, dafür ist aber jeder Raum sehr groß. Ich werde nicht müde, es immer wieder zu wiederholen: Es sind nur drei Zimmer, Küche, Deele, Bad (3ZKDB) , weil es halt stimmt. Okay, plus Gästewohnung, aber die gildet nicht wirklich, die ist schließlich nicht für uns, sondern der Ersatz für die Kinderzimmer und eben für Gäste oder eventuell später auch mal für eine unter Umständen notwendig werdende Pflegekraft.

Wenn man in unserem Alter ein Haus baut, ist die Zukunftsperspektive deutlich besser zu überschauen als für Menschen zwischen 30 und 40.
Wir wissen also mittlerweile, dass wir wirklich nur noch drei Zimmer brauchen, weil wir nicht mehr mit Nachwuchs planen müssen (der Hund schläft neben unserem Bett) und weil wir gelernt haben, dass wir uns problemlos ein gemeinsames Arbeits- und Bastelzimmer teilen können. Aus diesem Grund verzichte ich das erste Mal in meinem Leben freiwillig auf ein eigenes Zimmer nur für mich, etwas, was ich mit 30 oder 40 niemals! getan hätte. K meint zur Beruhigung allerdings, dass der Waschraum unten im Keller absolut 100&ig nur mein Reich sei, da kann ich mich also entspannt zurückziehen, wenn ich Ruhe brauche. Ich freu mich schon.

Wir wissen aber auch, dass das Alter körperliche Beeinträchtigungen mit sich bringen wird, weshalb wir alles konsequent barrierefrei ausbauen. Dass es einen Aufzug vom Keller bis ins Dachgeschoss geben wird, ist also genauso selbstverständlich wie eben eine angemessene Größe der Räume, damit man überall entspannt durchkommt.

Und, naja, auch das ist Teil der Realität, die mit dem Alter zu tun hat, aber wir müssen uns heute keine Gedanken mehr um die Finanzierung machen.

Vor 30 Jahren wäre so ein Hausbau für mich komplett illusorisch gewesen, gar nicht dran zu denken, so viel Geld nur für ein Haus zum Selberdrinwohnen, nein, ausgeschlossen. Vor 30 Jahren war ich aber auch noch intensiv mit Vermögensaufbau beschäftigt, da fühlt sich eine verschwenderische Vermögensverwendung einfach nur falsch an.

Insofern ist ein Hausbau im Alter eine perfekte Idee, um sich für die letzten Jahre eine so richtig maßgeschneiderte Wohnlösung zu schaffen - und ja, ich finde es völlig okay, dass ich heute 30-jährige damit neidisch machen kann.

Unsere Tagesaktivität heute war übrigens eine Fahrt ins westliche Münsterland, wo wir uns bei einem großen Pflasterstein-Hersteller den Musterpark der 1000 Steine angeschaut und dort tatsächlich passende Pflastersteine für die Außenanlagen gefunden haben
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