... newer stories
Sonntag, 13. Juni 2021
Samstag
anje, 01:35h
Das mit der Müdigkeit war heute besser, vor allem, weil ich am Nachmittag auch einfach ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen mal ein Stündchen geschlafen habe.
Und überhaupt ist Wochenende ja schon wegen des freiheitlichen Wochenendfeelings deutlich angenehmer als klassische Bürozeit.
Am Vormittag holte ich J vom Bahnhof ab, der gestern spontan beschloss, mal wieder bei uns in Greven zu Besuch zu kommen, bevor er am Montag weiter reist nach Bielefeld, wo er plant, seine Schwester in der heißen Phase ihrer Masterarbeit zu stören, das muss unter Geschwistern wohl so sein, wenn sie sich nicht gegenseitig ärgern können, würden sie sich wahrscheinlich blitzschnell entfremden.
J geht es grade nicht so gut, er kämpft mit der Tatsache, dass er verdammt viele Gene seines Vaters mitbekommen hat und auch wenn ich seinen Vater wirklich sehr, sehr gemocht habe, so weiß ich gleichzeitig, welch eine Herausforderung es bedeutet, so einen Menschen zu lieben. Ich weiß aber auch, welch einen Spaß und welch ein Glück man mit so einem Menschen haben kann, und wenn ich mir mein Leben noch mal rückwärts begucke, so bereue ich keinen Tag und würde alles wieder genauso machen. Und ja, ich würde ihn auch wieder verlassen - aber die 18 Jahre vorher habe ich ausgiebig genossen und ich denke, die glücklichen Zeiten, die wir hatten, waren jeden Ärger wert, den ich irgendwann nicht mehr aushalten wollte.
Aber vielleicht gelingt es J ja auch, aus den Macken seines Vaters zu lernen und selber ein nicht ganz so anstrengender Mensch zu werden. Ausreichend Selbstreflektion ist auf alle Fälle ein guter Ansatz, an der Stelle gibt er sich immerhin beruhigend viel Mühe.
Am Abend stelle K fest, dass wir vor lauter Quatschen vergessen hatten, Einkaufen zu gehen, aber zum Glück war es erst kurz nach sieben, da haben die Läden noch geöffnet.
Die Läden selber beginnen ab 19h aber schon, sich auf einen verkaufsfreien Tag einzustellen, was bedeutet, dass sie Obst und Gemüse und alle Frischware, die nur noch begrenzt lagerbar ist, mit 50% Rabatt abgeben.
Es war deshalb kein billiger Einkauf, aber insgesamt doch enorm preiswert und wir entschieden im Laden spontan um, dass wir heute eine Riesenportion Spargel kochen werden, weil man bei dem Preis einfach zugreifen musste.
Und die Blumen gab es auch zum halben Preis, so macht Einkaufen richtig Spaß

.
Und überhaupt ist Wochenende ja schon wegen des freiheitlichen Wochenendfeelings deutlich angenehmer als klassische Bürozeit.
Am Vormittag holte ich J vom Bahnhof ab, der gestern spontan beschloss, mal wieder bei uns in Greven zu Besuch zu kommen, bevor er am Montag weiter reist nach Bielefeld, wo er plant, seine Schwester in der heißen Phase ihrer Masterarbeit zu stören, das muss unter Geschwistern wohl so sein, wenn sie sich nicht gegenseitig ärgern können, würden sie sich wahrscheinlich blitzschnell entfremden.
J geht es grade nicht so gut, er kämpft mit der Tatsache, dass er verdammt viele Gene seines Vaters mitbekommen hat und auch wenn ich seinen Vater wirklich sehr, sehr gemocht habe, so weiß ich gleichzeitig, welch eine Herausforderung es bedeutet, so einen Menschen zu lieben. Ich weiß aber auch, welch einen Spaß und welch ein Glück man mit so einem Menschen haben kann, und wenn ich mir mein Leben noch mal rückwärts begucke, so bereue ich keinen Tag und würde alles wieder genauso machen. Und ja, ich würde ihn auch wieder verlassen - aber die 18 Jahre vorher habe ich ausgiebig genossen und ich denke, die glücklichen Zeiten, die wir hatten, waren jeden Ärger wert, den ich irgendwann nicht mehr aushalten wollte.
Aber vielleicht gelingt es J ja auch, aus den Macken seines Vaters zu lernen und selber ein nicht ganz so anstrengender Mensch zu werden. Ausreichend Selbstreflektion ist auf alle Fälle ein guter Ansatz, an der Stelle gibt er sich immerhin beruhigend viel Mühe.
Am Abend stelle K fest, dass wir vor lauter Quatschen vergessen hatten, Einkaufen zu gehen, aber zum Glück war es erst kurz nach sieben, da haben die Läden noch geöffnet.
Die Läden selber beginnen ab 19h aber schon, sich auf einen verkaufsfreien Tag einzustellen, was bedeutet, dass sie Obst und Gemüse und alle Frischware, die nur noch begrenzt lagerbar ist, mit 50% Rabatt abgeben.
Es war deshalb kein billiger Einkauf, aber insgesamt doch enorm preiswert und wir entschieden im Laden spontan um, dass wir heute eine Riesenportion Spargel kochen werden, weil man bei dem Preis einfach zugreifen musste.
Und die Blumen gab es auch zum halben Preis, so macht Einkaufen richtig Spaß

.
496 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Freitag, 11. Juni 2021
Es wird nicht besser
anje, 22:29h
die Wärme steigt, die Müdigkeit auch, es ist alles ziemlich schrecklich. K schlug vor, dass wir heute abend noch nach Borkum fliegen, ich bin aber leider zu platt, zu genervt, zu unmotiviert und damit insgesamt zu untauglich, um mich dazu aufzuraffen, was ziemlich bescheuert ist, das weiß ich selber, kann das aber grade nicht ändern. Es gibt halt manchmal so Phasen, wo man sich nachhaltig selber im Weg steht, geht auch wieder vorbei
.
.
491 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Freitag, 11. Juni 2021
Warm
anje, 00:41h
Die Temperaturen bewegen sich schon wieder in eine Richtung, die ich nicht befürworte. Wenn es wärmer als 25°C wird, bekomme ich schlechte Laune, bei wärmer als 30°C werden es richtig echte Depressionen mit dauerhaften Entleibungsgedanken. Ich möchte bei solchen Temperaturen nicht existieren, das ist einfach nur Qual pur.
Mir war der Tag also heute entschieden zu warm, gleichzeitig hatte ich aber auch soviel zu tun, dass ich noch nicht mal Zeit hatte, ordnungsgemäß unter den Temperaturen zu leiden, ich war einfach zu beschäftigt.
Das war schon eine ziemlich verquere Kombination heute, aber immerhin ist die Bürowoche schon wieder um, morgen nur noch Home-Office, allerdings mit frühem Aufstehen, weil das Auto zum Tüv muss, aber wenn man früher anfängt, kann man auch früher wieder Schluss machen, hoffe ich, und ich hoffe, dass es morgen wieder kühler wird. Wetterbericht gucke ich aktuell aber lieber nicht, ich habe zu viel Sorge, dass ich dann keine Hoffnung mehr hätte
.
Mir war der Tag also heute entschieden zu warm, gleichzeitig hatte ich aber auch soviel zu tun, dass ich noch nicht mal Zeit hatte, ordnungsgemäß unter den Temperaturen zu leiden, ich war einfach zu beschäftigt.
Das war schon eine ziemlich verquere Kombination heute, aber immerhin ist die Bürowoche schon wieder um, morgen nur noch Home-Office, allerdings mit frühem Aufstehen, weil das Auto zum Tüv muss, aber wenn man früher anfängt, kann man auch früher wieder Schluss machen, hoffe ich, und ich hoffe, dass es morgen wieder kühler wird. Wetterbericht gucke ich aktuell aber lieber nicht, ich habe zu viel Sorge, dass ich dann keine Hoffnung mehr hätte
.
504 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Mittwoch, 9. Juni 2021
Müde
anje, 23:40h
Heute war ich bereits um 13h so müde, dass es sich anfühlte wie 30h, es war zum Verrücktwerden, wenn ich dazu nicht zu müde gewesen wäre.
Große Teile meines Arbeitstages gingen vor allem für die krampfhaften Bemühungen drauf, nicht vom Stuhl zu fallen und der Versuchung zu widerstehen, sich einfach irgendwo unterm Schreibtisch zusammenzurollen und einfach nur zu schlafen.
Es war ein sehr, sehr anstrengender Tag und er wurde auch nicht dadurch besser, dass ich mich nach dem Heimkommen am Abend sofort aufs Sofa fallen ließ und nichts mehr tat, denn wie jeder weiß, ist das Aufstehen vom Sofa am Abend noch anstrengender als das Aufstehen aus dem Bett am Morgen.
Ich saß also auf dem Sofa und konnte auch nichts mehr tun, insbesondere konnte ich kein Abendessesn mehr kochen, obwohl die Zutaten schon alle ausgebreitet in der Küche darauf warteten, verarbeitet zu werden.
Aber das ging nicht, ich war zu müde.
Ein Zeitlang befürchtete ich, ich müsse dort auf dem Sofa auch die Nacht verbringen, weil ich selbst zum Insbettgehen zu müde sei, aber die Gefahr ist gebannt, mittlerweile ist es mir doch noch gelungen, das Sofa zu verlassen.
Ich habe es inzwischen sogar schon in die erste Etage geschafft und noch mal meinen Rechner angeworfen, weil der Chef erster Ordnung eine ganz dringend piepsende Nachricht geschickt hatte, dass er ganz dringend irgendeine wichtigen Zahl bräuchte und zwar jetzt sofort und auf der Stelle, da er morgen um 8h damit einen Vortrag halten muss.
Wichtige Zahlen gibt es nur hinter dem VPN-Tunnel, dorthin gelange ich nur über den Rechner, bei wichtigen Anfragen vom Chef erster Ordnung ist der Müdigkeitszustand egal, zur Not muss ich halt auf allen Vieren durch den Tunnel, Hauptsache, die wichtige Zahl wird beschafft, die Antwort war übrigens 42. Naja, nicht ganz exakt, aber näherungsweise durchaus.
Wenn man im Zustand kompletter Übermüdung durch VPN-Tunnel kriecht und wichtige Zahlen einsammelt, dann kann man auch noch bloggen.
q.e.d.
Und die rumliegenden Kochzutaten werde ich jetzt noch in den Kühlschrank packen, damit endet der Tag fast aufgeräumt
.
Große Teile meines Arbeitstages gingen vor allem für die krampfhaften Bemühungen drauf, nicht vom Stuhl zu fallen und der Versuchung zu widerstehen, sich einfach irgendwo unterm Schreibtisch zusammenzurollen und einfach nur zu schlafen.
Es war ein sehr, sehr anstrengender Tag und er wurde auch nicht dadurch besser, dass ich mich nach dem Heimkommen am Abend sofort aufs Sofa fallen ließ und nichts mehr tat, denn wie jeder weiß, ist das Aufstehen vom Sofa am Abend noch anstrengender als das Aufstehen aus dem Bett am Morgen.
Ich saß also auf dem Sofa und konnte auch nichts mehr tun, insbesondere konnte ich kein Abendessesn mehr kochen, obwohl die Zutaten schon alle ausgebreitet in der Küche darauf warteten, verarbeitet zu werden.
Aber das ging nicht, ich war zu müde.
Ein Zeitlang befürchtete ich, ich müsse dort auf dem Sofa auch die Nacht verbringen, weil ich selbst zum Insbettgehen zu müde sei, aber die Gefahr ist gebannt, mittlerweile ist es mir doch noch gelungen, das Sofa zu verlassen.
Ich habe es inzwischen sogar schon in die erste Etage geschafft und noch mal meinen Rechner angeworfen, weil der Chef erster Ordnung eine ganz dringend piepsende Nachricht geschickt hatte, dass er ganz dringend irgendeine wichtigen Zahl bräuchte und zwar jetzt sofort und auf der Stelle, da er morgen um 8h damit einen Vortrag halten muss.
Wichtige Zahlen gibt es nur hinter dem VPN-Tunnel, dorthin gelange ich nur über den Rechner, bei wichtigen Anfragen vom Chef erster Ordnung ist der Müdigkeitszustand egal, zur Not muss ich halt auf allen Vieren durch den Tunnel, Hauptsache, die wichtige Zahl wird beschafft, die Antwort war übrigens 42. Naja, nicht ganz exakt, aber näherungsweise durchaus.
Wenn man im Zustand kompletter Übermüdung durch VPN-Tunnel kriecht und wichtige Zahlen einsammelt, dann kann man auch noch bloggen.
q.e.d.
Und die rumliegenden Kochzutaten werde ich jetzt noch in den Kühlschrank packen, damit endet der Tag fast aufgeräumt
.
558 x anjeklickt (immerhin schon ein Kommentar) ... ¿selber was sagen?
Mittwoch, 9. Juni 2021
Alles wird gut
anje, 01:57h
Heute hat es geklappt, heute war der Pitch erfolgreich, wir haben ein wirklich richtig tolles Unternehmen gefunden und alles wird gut.
Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, hat mir so gut gefallen, dass ich die Chefin von dem Laden im Anschluss an ihre Präsentation gefragt habe, ob sie mich heiraten möchte, weil ich sie am liebsten überhaupt nicht mehr gehen lassen möchte.
Das ist schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen ein Unternehmen führen und präsentieren können.
Ich hatte auf alle Fälle spontan extrem gute Laune, weil es so genial und toll und erleichternd und berauschend ist, jemanden gefunden zu haben, mit dem man in Zukunft zusammenarbeiten kann und jetzt schon weiß, das wird gut.
Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, kam aus Düsseldorf und ich habe lange genug selber dort gelebt und gearbeitet, um randvoll mit Vorurteilen und Ablehnungen gegen Düsseldorfer zu sein, aber die Frau, die das Düsseldorfer Unternehmen heute vorstellte, war eine von den ganz seltenen guten Düsseldorfern, denn die gibt es auch, aber sie sind halt sehr, sehr selten. Umso schöner, wenn man genau so jemanden gefunden hat und ich träume aktuell von einem rosa-orange-blau-grauen Abendhimmel, dem wir gemeinsam entgegen gehen, um genau dort unser Glück und unseren Frieden zu finden. Kitsch lässt grüßen, aber so fühlt es sich für mich halt grade an.
Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schwärmen, weil ich den Erfolg, den dieser Pitch heute hatte, auch bereits ausgiebig mit Rotwein begossen habe und ab zwei Gläsern Rotwein werde ich sowieso immer redweinselig, aber es ist halt wirklich toll, wenn etwas ganz unerwartet plötzlich doch funktioniert und dann auch noch besser als man sich das selber vorher auch nur im Entferntesten hätte vorstellen können.
Ich bin also total euphorisiert und deshalb breche ich den Text hier jetzt ab und gehe lieber noch ein Glas Rotwein trinken.
Wir haben grade gelernt: Niemals aufgeben, auch auf dem allerletzten Meter kann plötzlich noch die siegreiche Wendung passieren, und ja, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die einem auf allen Ebenen signalisieren, dass sie genauso ticken, wie man selber, das macht einfach nur Spaß
.
Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, hat mir so gut gefallen, dass ich die Chefin von dem Laden im Anschluss an ihre Präsentation gefragt habe, ob sie mich heiraten möchte, weil ich sie am liebsten überhaupt nicht mehr gehen lassen möchte.
Das ist schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen ein Unternehmen führen und präsentieren können.
Ich hatte auf alle Fälle spontan extrem gute Laune, weil es so genial und toll und erleichternd und berauschend ist, jemanden gefunden zu haben, mit dem man in Zukunft zusammenarbeiten kann und jetzt schon weiß, das wird gut.
Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, kam aus Düsseldorf und ich habe lange genug selber dort gelebt und gearbeitet, um randvoll mit Vorurteilen und Ablehnungen gegen Düsseldorfer zu sein, aber die Frau, die das Düsseldorfer Unternehmen heute vorstellte, war eine von den ganz seltenen guten Düsseldorfern, denn die gibt es auch, aber sie sind halt sehr, sehr selten. Umso schöner, wenn man genau so jemanden gefunden hat und ich träume aktuell von einem rosa-orange-blau-grauen Abendhimmel, dem wir gemeinsam entgegen gehen, um genau dort unser Glück und unseren Frieden zu finden. Kitsch lässt grüßen, aber so fühlt es sich für mich halt grade an.
Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schwärmen, weil ich den Erfolg, den dieser Pitch heute hatte, auch bereits ausgiebig mit Rotwein begossen habe und ab zwei Gläsern Rotwein werde ich sowieso immer redweinselig, aber es ist halt wirklich toll, wenn etwas ganz unerwartet plötzlich doch funktioniert und dann auch noch besser als man sich das selber vorher auch nur im Entferntesten hätte vorstellen können.
Ich bin also total euphorisiert und deshalb breche ich den Text hier jetzt ab und gehe lieber noch ein Glas Rotwein trinken.
Wir haben grade gelernt: Niemals aufgeben, auch auf dem allerletzten Meter kann plötzlich noch die siegreiche Wendung passieren, und ja, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die einem auf allen Ebenen signalisieren, dass sie genauso ticken, wie man selber, das macht einfach nur Spaß
.
465 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Dienstag, 8. Juni 2021
Bullshitbingo
anje, 00:46h
Das war heute kein schöner Tag.
Die längste Zeit des Tages habe ich in sogenannten "pitches" verbracht, was Vorstellungsveranstaltungen von Firmen sind, die für uns arbeiten wollen. Leider waren alle Firmen, die sich heute vorgestellt haben, nicht so, dass wir einen Sinn darin sehen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und das bedeutet, dass man sich selber eingestehen muss, dass man im Grunde den ganzen Tag nichts geschafft hat. Wenn der Tag nur dazu gedient hat, rauszukriegen, dass es klüger ist, niemandem einen Auftrag zu erteilen, dann ist das einzige Positive, was man daraus ableiten kann, vielleicht die Tatsache, dass man dann immerhin Geld spart. Vorwärts bringt uns das aber auch nicht und das ist schon ziemlich frustrierend.
Die eine Firma, die sich vorstellte, ist extra aus Berlin angereist und hat ganz viel heiße Luft erzählt. Die anderthalbstündige Präsentation war randvoll mit Bullshitbingo-Buzzwords und alle Vorurteile, die man gegen Hipsterunternehmen aus Berlin haben kann, haben sie in der potenzierten Form bestätigt. Zum Schluss habe ich nur noch gestaunt, wie man so kunstvoll nichts sagen kann.
Wir nutzen die divergenten räumlichen Qualitäten der Umgebung. Dualität erlaubt fokussierte Positionierung und breitere Zielgruppenansprache. - ich meine, auf solche Sätze muss man erst mal kommen. Ich weiß zwar nicht, was sie mir damit sagen wollen oder was es bedeutet, es klingt aber ungemein schick, nicht wahr? Ich habe es extra mitgeschrieben, weil es mich so beeindruckt hat.
Ein anderes Unternehmen kam aus Münster, was bedeutet, dass die Sätze längst nicht so kunstvoll formuliert waren, wie von den Hauptstadtschnullis, aber im Ergebnis wurden dann auch nur so banale Selbstverständlichkeiten erzählt, dass wir dafür wirklich niemanden beauftragen müssen, das können wir zur Not auch alles selber machen.
Wirklich brauchbar war es damit halt auch nicht und dann ärgert man sich schon, wenn man so viel Zeit für nichts vertändelt hat.
Morgen stellt sich noch ein Unternehmen vor und wenn das auch nichts bringt, tja, dann weiß ich auch nicht weiter, dann müssen wir am besten das gesamte Projekt noch mal durchdenken. Es ist alles ungemein mühevoll
.
Die längste Zeit des Tages habe ich in sogenannten "pitches" verbracht, was Vorstellungsveranstaltungen von Firmen sind, die für uns arbeiten wollen. Leider waren alle Firmen, die sich heute vorgestellt haben, nicht so, dass wir einen Sinn darin sehen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und das bedeutet, dass man sich selber eingestehen muss, dass man im Grunde den ganzen Tag nichts geschafft hat. Wenn der Tag nur dazu gedient hat, rauszukriegen, dass es klüger ist, niemandem einen Auftrag zu erteilen, dann ist das einzige Positive, was man daraus ableiten kann, vielleicht die Tatsache, dass man dann immerhin Geld spart. Vorwärts bringt uns das aber auch nicht und das ist schon ziemlich frustrierend.
Die eine Firma, die sich vorstellte, ist extra aus Berlin angereist und hat ganz viel heiße Luft erzählt. Die anderthalbstündige Präsentation war randvoll mit Bullshitbingo-Buzzwords und alle Vorurteile, die man gegen Hipsterunternehmen aus Berlin haben kann, haben sie in der potenzierten Form bestätigt. Zum Schluss habe ich nur noch gestaunt, wie man so kunstvoll nichts sagen kann.
Wir nutzen die divergenten räumlichen Qualitäten der Umgebung. Dualität erlaubt fokussierte Positionierung und breitere Zielgruppenansprache. - ich meine, auf solche Sätze muss man erst mal kommen. Ich weiß zwar nicht, was sie mir damit sagen wollen oder was es bedeutet, es klingt aber ungemein schick, nicht wahr? Ich habe es extra mitgeschrieben, weil es mich so beeindruckt hat.
Ein anderes Unternehmen kam aus Münster, was bedeutet, dass die Sätze längst nicht so kunstvoll formuliert waren, wie von den Hauptstadtschnullis, aber im Ergebnis wurden dann auch nur so banale Selbstverständlichkeiten erzählt, dass wir dafür wirklich niemanden beauftragen müssen, das können wir zur Not auch alles selber machen.
Wirklich brauchbar war es damit halt auch nicht und dann ärgert man sich schon, wenn man so viel Zeit für nichts vertändelt hat.
Morgen stellt sich noch ein Unternehmen vor und wenn das auch nichts bringt, tja, dann weiß ich auch nicht weiter, dann müssen wir am besten das gesamte Projekt noch mal durchdenken. Es ist alles ungemein mühevoll
.
518 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Sonntag, 6. Juni 2021
Pflasterarbeiten beauftragt
anje, 23:46h
Heute nur Kurzzusammenfassung beginnend von hinten: wir sind wieder heil auf dem Festland angekommen.
Der Flug war ein wenig herausfordernd, weil die Wolken auch am späten Nachmittag, als das Wetter immerhin wenigstens irgendwie fliegbar war, noch sehr tief hingen und wir deswegen in Ameisenkniehöhe knapp über die Spitzen der Windkrafträder hinwegschrammten, aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir auch in 750 Fuß über den Teuto kommen.
Weitere wichtige Neuigkeit des Tages: Wir haben einen Gartenbauer gefunden, der auch Pflasterarbeiten macht und mit dem haben wir heute ausführlich die "Baustelle" besichtigt und besprochen, was alles getan werden muss und auch bereits Pflastersteine ausgesucht. Gibt jetzt doch keine Rasengittersteine, sondern alles wird einheitlich und inseltypisch mit Riemchen gepflastert, wenn schon, denn schon, nachher ist das Haus optisch um das Doppelte aufgewertet, oder so. Ich freu mich aber schon, das wird ganz sicher ganz toll und außerdem bin ich reich, habe ich beschlossen, das ist sicherlich alles gutrausgeworfenes investiertes Geld.
Außerdem musste das Haus noch saubergemacht und abreisefertig gemacht werden - mehr ist heute nicht passiert
.
Der Flug war ein wenig herausfordernd, weil die Wolken auch am späten Nachmittag, als das Wetter immerhin wenigstens irgendwie fliegbar war, noch sehr tief hingen und wir deswegen in Ameisenkniehöhe knapp über die Spitzen der Windkrafträder hinwegschrammten, aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir auch in 750 Fuß über den Teuto kommen.
Weitere wichtige Neuigkeit des Tages: Wir haben einen Gartenbauer gefunden, der auch Pflasterarbeiten macht und mit dem haben wir heute ausführlich die "Baustelle" besichtigt und besprochen, was alles getan werden muss und auch bereits Pflastersteine ausgesucht. Gibt jetzt doch keine Rasengittersteine, sondern alles wird einheitlich und inseltypisch mit Riemchen gepflastert, wenn schon, denn schon, nachher ist das Haus optisch um das Doppelte aufgewertet, oder so. Ich freu mich aber schon, das wird ganz sicher ganz toll und außerdem bin ich reich, habe ich beschlossen, das ist sicherlich alles gut
Außerdem musste das Haus noch saubergemacht und abreisefertig gemacht werden - mehr ist heute nicht passiert
.
493 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
... older stories