anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 12. November 2017
Pullovertraum
Donnerstag war von morgens bis abends ein "big spender" Tag. Abends habe ich diese elend teuren edlen Dips erworben und morgens war Werksverkauf bei Annette Görtz.
Annette Görtz gehört zu meinen absoluten Lieblingsdesignerinnen, es gibt kaum ein Teil aus ihren Kollektionen, was mir nicht gefällt, wobei es mir ehrlich gesagt ziemlich egal ist, aus welcher Kollektion ein Teil stammt, also ob es brandaktuell aus der 2017er Reihe ist oder noch ein Überbleibsel aus 2007, ich wäre sowieso nicht in der Lage, einen "Aktualitätsunterschied" zu erkennen, da es ja grade das ist, was mir an dem Design von Annette Görtz so gut gefällt: Es ist meiner Meinung nach komplett zeitlos. Sie arbeitet fast ausschließlich mit Naturtönen, und immer wieder viel in Schwarz, in den Sommerkollektionen auch viel weiß, aber richtig Farbe kommt so gut wie vor. Außerdem verarbeitet sie nur extrem hochwertige Materialien und "Lagenlook" ist sozusagen ihr Markenzeichen.
Dadurch sind fast alle Teile wunderbar miteinander kombinierbar, fühlen sich toll an auf der Haut und es macht einfach Spaß, Kleidung von Annette Görtz zu tragen.
Ihre Mode hat nur einen Nachteil: Sie ist so unerschwinglich teuer, dass ich normalerweise gar nicht darüber nachdenke, mir irgendetwas neu zu kaufen, freue mich dafür aber immer wie Bolle, wenn ich ein Teil von Annette Görtz auf dem Flohmarkt finde und bin dann auch bereit, durchaus extreme Flohmarktpreise zu bezahlen.
Ab und zu gehe ich aber doch in ihrem Ladengeschäft in Rheda-Wiedenbrück gucken, was es neues gibt und weil ich immer hoffe, dort auch mal ein reduziertes Schnäppchen machen zu können.
Letzten Herbst habe ich dort diesen Pullover gesehen und mich spontan ein wenig verliebt. Er ist aus kuschelweicher Merinowolle, einfach rundum bequem und eben genau mein Geschmack.
In dem Laden in Rheda-Wiedenbrück war er etwas preiswerter als hier auf dieser website, aber auch die 350€, mit denen er in dem Laden ausgezeichnet war, fand ich trotz akut aufgeflammter Liebe zu diesem Pullover einfach zu viel. Denn bei aller Liebe ist es dann eben doch nur ein Pullover und 350€ ist weit jenseits aller Schallgrenzen, die ich bereit bin für einen Pullover auszugeben.

So viel zur Vorgeschichte.
Am Donnerstag war aber jetzt Werksverkauf in dem Annette Görtz Lager in Rheda-Wiedenbrück, ich hatte mich rechtzeitig informiert und mir extra für diesen Tag den Vormittag freigenommen. Um möglichst direkt bei Öffnung dort zu sein, bin ich um halb sieben aufgestanden und war tatsächlich Punkt 9h zur Verkaufseröffnung vor Ort. Und das war auch gut so, denn in einem Regal gleich in der Nähe des Eingangs lagen meine Wunschpullover. In vier verschiedenen (Nicht)-Farben (hellgrau, schlammgrün, schlammbraun und anthrazit), allerdings nur in sehr überschaubarer Menge. Und um 85% reduziert. Weil ich mich nicht entscheiden konnte und weil sich sofort mehrere Frauen auf diese Pullover stürzten, habe ich kurzerhand einen in jeder Farbe genommen und meinen Schatz dann mehrfach verteidigt gegen einige diebische Kundinnen, die gar kein Problem damit hatten, sich blitzschnell Dinge zu schnappen, die sich ein anderer schon ausgesucht hatte, mangels 5./6. und 7. Hand aber nicht permanent festhalten konnte, denn schließlich gab es ständerweise Kleidung zu entdecken und alles zu mindestens 50%, vieles aber auch bis zu 90% reduziert, verglichen mit dem ursprünglichen Ladenpreis.

Außer diesen vier gleichen Pullovern habe ich mir noch zwei andere Pullover, einen Schal und zwei Hosen ausgesucht, insgesamt nur unwesentlich mehr bezahlt als ursprünglich nur ein Pullover gekostet hätte, und bin dann gegen mittag sehr abgekämpft aber auch sehr zufrieden ins Büro gefahren, um dort noch ein paar Stunden lang die in den nächsten Wochen anstehenden Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten
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Freitag, 10. November 2017
Dips für Reiche
Eines der Dinge, dass ich gestern als „Erfahrung“ erlebt habe, war der spontane Kauf von Dips und Antipasti bei Tante Tomate.
Da ich ausgesprochen selten in „normalen Einkaufsläden“ unterwegs bin und auf Wochenmärkten schon mal gar nicht, komme ich sehr selten in Kontakt zu diesen verführerischen Dips und Antipasti, wie sie sonst auch von griechischen oder türkischen Händlern verkauft werden.
Gestern war ich in einem Supermarkt, der nach dem Shop in Shop Prinzip auch diverse Flächen an Kleingewerbetreibende unterverpachtet hat, unter anderem eben auch an Tante Tomate, die dort neben dem Mister Minit, der Reinigung und dem Blumenladen einen Stand hat und leckere Dinge anbietet.

Jetzt bin ich zwar nicht oft, aber doch ab und zu in diesem Supermarkt, nur in den letzten zehn Jahren habe ich dieser Eingangs-Verführung regelmäßig unbeeindruckt widerstanden. Doch gestern war’s dann soweit. Ich war in dem Supermarkt, weil es dort einen sehr guten Metzger gibt, und beim Rausgehen beschloss ich spontan, dass ich endlich einmal einige dieser Dips probieren wolle. Insgesamt hat mir die Verkäuferin dann vier kleine Plastikdöschen eingepackt, in jedem nur eine kleine Portion, grad genug, um ein bisschen „zum probieren“ mitzunehmen. Sie wog jedes Plastikdöschen einzelnen ab und sagte dann fröhlich: 19,43€


Ich meine, das Zeug war nicht schlecht, oder wie mein Westfalenmann zu sagen pflegt: „Kann man wohl essen.“ Ob ich aber noch mal 20€ für vier kleine Miniportionen „Probierhäppchen“ ausgeben werde, wage ich dann doch eher zu bezweifeln.
Denn sooo gut war es nun wiederum auch ganz bestimmt nicht
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Donnerstag, 9. November 2017
Too much
Der Tag heute war so voll mit unterschiedlichen Aktivitäten, Erlebnissen und Erfahrungen, dass es grade wirkt wie mental overload. Ich kann unmöglich alles erzählen, dafür bin ich auch zu k.o., teilweise erzählt wirkt ungerecht den Erlebnissen gegenüber, die man dabei weglässt, es gibt also kein „richtig“,aber sehr viel Gelegenheit für falsch.
Besser also ich ignoriere den Tag heute einfach und gehe jetzt auf direktem Weg ins Bett
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Mittwoch, 8. November 2017
Job goes on
Heute lief das mit der Arbeit schon wieder ziemlich fluffig. Wenn man erst mal so 2-3 Tage wieder im Trott ist, normalisiert sich auch diese störende Widerwilligkeit, und man hört einfach auf, sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, ob das wirklich alles so sinnvoll ist, wie man da täglich sein Leben verplempert.

Denn ganz grundsätzlich betrachtet ist es ja so, dass ich ohne Arbeit mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit noch viel unzufriedener wäre. Erstens hätte ich da nichts mehr zu jammern, das ist schon mal ganz schlimm. Und zweitens hätte ich dann ja auch nichts mehr zu tun und - ganz entscheidender Punkt- dann säße ich den ganzen Tag alleine rum und müsste meine Einsamkeit verwalten, und das ist noch viel schlimmer.
Wenn mein Westfalenmann auch nicht mehr arbeitet, dann stelle ich mir das ganz toll vor, selber auch nicht mehr arbeiten zu müssen, denn dann können wir zu zweit alles mögliche unternehmen, was mir im Zweifel alleine aber überhaupt keinen Spaß macht.
So sehr ich mich auch im weiteren sozialen Sinne bewusst ausgrenze und einigel, so sehr bin ich aber auch auf eine zweite Person fixiert, die dafür all meine sozialen Bedürfnisse in Personalunion bedient.

Ich war schon immer so ein „Ein-Personen-Mensch“.
Ich hatte für jeden Lebensabschnitt immer nur eine einzige beste Freundin, der Rest der Bekanntschaften war mir daneben nie so wirklich wichtig.
Dann habe ich irgendwann CW kennen gelernt und nach 18 Jahren CW bin ich zu meinem Westfalenmann gewechselt . Mehr Menschen brauche ich eigentlich nicht in meinem Leben.

Aber deshalb nutzt es auch nichts, wenn ich ganz alleine aufhöre zu arbeiten. Bringt mich kein Stück weiter, im Gegenteil. Deshalb mache ich meinen Job jetzt einfach noch so lange weiter, bis K. ganz normal in Rente geht. Danach gibt es keinen Grund mehr für mich, aber bis dahin halte ich durch und freue mich darüber, dass ich darüber jammern kann
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Dienstag, 7. November 2017
Tagesanfang
Aufgewacht bin ich heute morgen um 6.34h. K. brachte den Aufwachkaffee und ich habe noch bis 7.45h im Bett gelegen und Internet gelesen. Es ist erstaunlich, in welchem Tempo die Zeit verfliegt, wenn man gemütlich im Bett liegt und versucht einen übervollen feedreader kleinzukriegen.
Als ich um 6:34 Uhr auf die Uhr schaute, habe ich noch gedacht, dass heute doch sicher ein guter Tag ist, um mal ganz früh im Büro zu erscheinen. Als es aber fünf Minuten später schon viertel vor acht war, habe ich diesen Plan wieder verworfen.
Klappt nicht bei mir, vor 9h schaffe ich es sozusagen nie, in halbwegs sortiertem Zustand arbeitsbereit parat zu sein. Wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie es Leuten gelingt, regelmäßig schon um 7h im Büro zu sein.
Ein bisschen suspekt sind mir diese Kollegen aber auch
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Montag, 6. November 2017
Der Einstieg...
...in den Büroalltag nach einer Woche Nichtstun fühlt sich ungefähr so steif an, wie das Aufstehen vom Sofa, auf dem man sich nach einem anstrengenden Tag kurz ausgeruht hat.
Solange man auf den Beinen ist und in Bewegung bleibt, geht alles gut, man darf sich nur auf keinen Fall hinsetzen. Wenn man einmal sitzt, kommt man nicht mehr hoch, wenn man doch wieder aufsteht, ist es eine irre Quälerei.
Ich bin deshalb heute völlig platt und ausgepowert, ich denke aber, in 2-3 Tagen geht es wieder deutlich besser
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Montag, 6. November 2017
Arbeitsvorbereitung
Der Tag heute bestand im wesentlichen daraus, dass ich mich intensiv mental darauf vorbereitet habe, morgen wieder ins Büro zu gehen.
Zu dem Zweck bin ich abends mit der Fähre wieder aufs Festland gefahren, vorher musste noch das Haus geputzt und der Kühlschrankinhalt verstaut werden.
Wenn man immer abwechselnd in zwei Haushalten lebt, hat man zwar in jedem Haushalt eine eigene Zahnbürste, seine eigenen Unterhosen und überhaupt alle Gegenstände des täglichen Bedarfs doppelt, nur den Kühlschrankinhalt, den transportiert man immer hin und her, weil der ja sonst schlecht werden würde, wenn man ihn zu lange alleine lässt.
Regelmäßig nehme ich mir vor, beim Einkaufen darauf zu achten, immer nur genau so viel zu kaufen, wie ich/wir bis zum nächsten Haushaltwechsel brauchen, klappt aber nie. Denn man braucht tatsächlich einfach viel zu wenig.
Wenn man nur das einkauft und vorrätig hat, was man auch kurzfristig braucht, hat man absolut überhaupt gar keine Auswahl. Und das ist schon sehr trist. Deshalb kaufen wir regelmäßig viel zu viel ein und leben damit aber auch gleichzeitig permanent mit Lebensmitteln, die dringend weg müssen. Diese „Reste“ werden dann natürlich auch noch hin und her transportiert, gestern zB haben wir Orangen ausgepresst, die die Reise schon mindestens zweimal mitgemacht haben.

Außerdem haben wir noch erfolgreich den Müll entsorgt. Freitag Vormittag war Müllabfuhr, aber seitdem ist natürlich wieder neuer Müll angefallen, den ich nicht unbeaufsichtigt im Haus lassen wollte. Im müllfreien Leben bin ich noch schlechter als im Leben mit beschränkten Vorräten
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