anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 24. Oktober 2016
Nicht verbunden
Vor ca. anderthalb Jahren meldete sich ein Gerät namens "not connected" in meiner Fritzbox an. Da die Fritzbox gerne mit mir kommuniziert, schickte sie mir darüber sofort eine E-Mail und ich wunderte mich. Die Recherche ergab, dass es C.s iPhone war, dass sie einfach "not connected" genannt hatte, weil sie das wesentlich origineller fand als "C.s iPhone", was mit oder ohne Apostroph ein zugegeben viel langweiligerer Name wäre.

Ich fand die Idee jetzt so genial, dass ich sie spontan kopierte und damit man unsere iPhones unterscheiden kann, wählte ich die deutsche Variante. Mein iPhone heißt seitdem also "nicht verbunden".
Das führt dann zu ganz lustigen Anzeigen, bspw. wenn sich mein iPhone mit meinem Auto koppelt, was automatisch passiert, wenn sich das Telefon in Bluetoothreichweite des Autos befindet.
Das sieht dann so aus:


Als ich das Telefon grade frisch umbenannt hatte, habe ich mich mit meiner originellen Namensgebung dann selber ausgetrickst.
Ich wollte Bilder von meinem iPhone auf meinen PC überspielen - eigentlich eine pipieinfache Sache. Man stöpselt das iPhone per USB-Kabel an den Rechner an, es erscheint im Explorer, so dass man es nur noch anklicken muss, die Unterordner öffnen und kann dann die gewünschten Photos auf den Rechner kopieren. Fertig.
Ich stöpselte also mein iPhone an - aber es erschien nicht. Ich bekam immer nur die Ansage "iPhone nicht verbunden".
Ich habe sicher über eine Stunde rumgegoogelt, alle möglichen Tipps gefunden und ausprobiert, aber es blieb dabei, das iPhone war nicht verbunden.
Bis ich es irgendwann begriff und vor Lachen über meine eigene Blödheit fast untern Tisch fiel. Das hat man davon, wenn man so schrecklich originell sein will, wenn man Pech hat, trickst man sich gleich selber aus
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Samstag, 22. Oktober 2016
Wochenendvergnügen
Dieses Wochenende sind wir nicht auf Borkum, weil Krischan sich heute und morgen einen Einführungskurs für IFR anhört - Fliegen nach Instrumtenregeln. Wenn er diese Zusatzqualifikation noch auf seinen Flugschein draufsetzt, können wir demnächst auch bei schlechtem Wetter (=schlechte Sichten, wegen Nebel oder tiefhängenden Wolken) fliegen, was eine deutlich größere Flexibilität bedeutet.
Deshalb wollten wir uns gestern einen richtig schönen Abend machen. K. schlug vor, wir könnten ja in die Sauna nach GT fahren, da wäre so ein richtig toller Wellnesstempeln mit allem Pipapo, und sowas wollten wir ja schon lange mal machen. Ich habe das abgelehnt, weil K. sich noch einen Termin auf 17h gelegt hatte, so dass wir vor 18.30h nicht losgekommmen und damit vor 19.30h nicht angekommen wären, was sich für einen so tollen Wellnesstempel mit allem Pipapo irgendwie nicht lohnt, wenn der um 22h schon wieder schließt, denn wenn ich da schon mal hinfahre, dann soll es sich auch richtig lohnen.
Deshalb standen wir um 18.15h gemeinsam in der Küche und haben überlegt, was wir alternativ Tolles tun könnten, mir war bis dahin leider auch nichts eigenes, dem abgelehnten Vorschlag des Wellnesstempels gleichwertig Wunderbares eingefallen.
Wir stellten fest, dass wir beide Hunger hatten und dann ist Essen gehen ja schon mal eine gute Idee.
Freitagsabends spontan in einem beliebten Lokal noch einen Tisch zu bekommen, ist dagegen schon schwieriger und wir wollten ja etwas Besonderes, also weder unseren Hausgriechen, noch die Hauspizzeria.
Schließlich bekamen wir einen Platz im Steakhaus, wenn wir bis 18.30h da sein könnten.
Da ich wusste, dass dieses Steakhaus einen guten Wrasenabzug hat, so dass man seine Kleidung nach dem Besuch des Restaurants nicht sofort auf den Balkon aussperren muss, um sie am nächsten Tag in die Reinigung zu schleppen, musste ich mich auch nicht mehr umziehen und wir konnten sofort losfahren. Diesen "Restaurantgestank" in den Klamotten finde ich ganz entsetzlich widerlich, leider ist das sowohl bei meinem Lieblingsjapaner in Münster (wegen des offenen Teppanyakitisches) als auch bei meinem Lieblingsgriechen (wahrscheinlich wegen einer falsch eingebauten Küche) nicht zu vermeiden, so dass ich mich für diese Restaurants immer extra umziehe und Klamotten wähle, die anschließend sowieso in die Waschmaschine müssen.
Da wir so früh im Restaurant waren, waren wir um 20h schon wieder zu Hause und hatten in der Zwischenzeit beschlossen, dass wir es uns dann eben gleich zu Hause richtig gemütlich machen. Ich bestand allerdings darauf, dass wir vor dem Gemütlichmachen noch das Bett frisch beziehen, das wollte ich schon vor zwei Wochen getan haben und mittlerweile war es wirklich fällig, und in einem frisch bezogenen Bett ist es doch gleich nochmal doppelt so gemütlich. K. wies darauf hin, dass zum Gemütlichmachen doch auch gewisse Aktivitäten gehörten, die das frisch bezogene Bett gleich wieder einsauen, ich fand das okay, dann riecht das Bett eben gleich nach zuhause.
Um 20.10h war das Bett bezogen, um 20.11h lag K. schon fertig ausgezogen drin, ich war noch im Bad und habe mir die Zähne geputzt. Als ich ins Schlafzimmer kam, hatte K. das Fernsehen eingeschaltet und damit nahm der Abend seinen Lauf. Freiwillig und aktiv gewählt hätte ich so einen Film nie angemacht (irgend ein alberner Liebesfilm mit Büffeln auf der Alb), aber wenn ich erst einmal hingeguckt habe, dann muss ich ihn leider auch zu Ende gucken, so dass ich K. mit seinen Bemühungen, es sich und uns während des Films noch weiter gemütlich zu machen, auf seine Seite des Bettes verwiesen habe, ich musste erst Film gucken. K. verschwand dann zwischendurch und holte eine Flasche Sekt. Sekt trinken kann ich gleichzeitig beim Film gucken, aber mehr auch nicht, alles andere lenkt zu sehr ab. Als der Film zu Ende war, hatte sich K. mit dem Sekt getröstet und war friedlich eingeschlafen.
Ich habe das erst nicht geglaubt, noch ein halbes Stündchen gewartet und zwischendurch immer mal wieder geprüft, ob er wirklich so fest schlief, wie er tat, tat er aber wohl, so dass das Wochenende mit einem ausgedehnten 12-Stunden-Schlaf begonnen hat und ich muss sagen, das war eine glänzende Idee und tatsächlich das reine Vergnügen
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Freitag, 21. Oktober 2016
Kopfüber ins Wochenende
Vom Büro ohne Zwischenstopp ins Vergnügen , da bleibt leider grade keine Zeit zum Bloggen.
Morgen wieder mehr
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Freitag, 21. Oktober 2016
Spinatauflauf
Zu dem Gebäudekomplex, in dem sich mein Büro befindet, gehört auch ein Casino. Kein Spielcasino, sondern ein Kantinen-Casino. Da alle Gebäude früher militärisch genutzt waren, wurde aus dem alten Offiziers-Casino eben jetzt das Kantinen-Casino, hier gibt es Mittags für kleines Geld gutes Essen und dieses Angebot ist nicht nur für all die Angestellten auf dem Gelände, sondern zieht auch wildfremde Leute an, die in der Umgebung wohnen, eben weil das Essen nicht nur gut, sondern vor allem preiswert ist.
Heute Mittag stand Kartoffel-Spinatauflauf auf der Karte, außerdem Hühnchen-Hawaii und Rinderbraten mit Bratkartoffeln und Gemüse.
Mich hatte der Spinatauflauf gelockt, weshalb ich nach langer Zeit auch mal wieder im Casino war.
Am Nachbartisch saß ein ziemlich altes Pärchen, ich denke, die waren beide gut über 80, und aßen überkreuz von ihren Tellern.
Sie: Warum nimmst du dir denn von dem Spinatauflauf? Du magst doch gar keinen Spinat.
Er: Du hast mir das nicht gesagt.
Sie: Das stand doch dran.
Er: Da stand dran, dass ich keinen Spinat mag?
Sie: Nein, da stand aber, dass es Spinatauflauf ist.
Er: Und woher soll ich wissen, dass ich das nicht mag?
Sie: Na, in dem du guckst, was ich nehme. Ich habe Rinderbraten genommen, damit du auch was zu essen hast. Ich wusste doch, dass ich jetzt deinen Spinat essen muss.
Er: Dann hat ja alles geklappt.
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Donnerstag, 20. Oktober 2016
Seltsame Finanzamtsmenschen
Die feuchte Herbststimmung, die das Wetter draußen verbreitet, legt sich drinnen auf die mentale Stimmungslage und ich habe das Gefühl, die Menschen um mich herum sind entweder krank (aktuell haben wir einen Krankenstand von über 50% im Büro) oder nachhaltig schlecht drauf oder verwirrt.
Ich hatte die letzten Tage diverse Telefonate mit Finanzbeamten, wo ich regelmäßig überlegt habe, ob das Telefonat grade echt ist oder ob gleich einer "Hahaha, reingelegt, willkommen bei der versteckten Kamera" ruft. Das Verhalten, aber auch die Aussagen und Fragen dieser Menschen haben mich immer wieder aufs Neue fassungslos gemacht. Nur zur Erinnerung: Finanzbeamten beschäftigen sich beruflich NUR mit Steuerkram, ich bin deshalb bisher immer davon ausgegangen, dass sie wenigstens in groben Zügen über aktuelle Gesetzesänderungen, oder zumindest Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2014, informiert sein müssten.
In einem Fall konnte ich einen Sachbearbeiter sogar mit einem BFH-Urteil aus dem Jahr 2009, durch das seitdem ein bestimmter Sachverhalt grundsätzlich und eindeutig definiert und geregelt ist, erstaunen. Ach nein, das hätte er noch nicht gewusst, dass das jetzt so ist. Früher wäre das aber anders gewesen.
Ja - früher, vor 2009.

Eine andere wollte wissen, weshalb ich Zahlungen für eine Immobilie, die angeblich in Greven liegt, immer nach "Nordhorn" überweise. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass die Zahlungen an "Dipl. Ing. Nordhorn" gingen, und der wäre der Eigentümer der Immobilie - sie hatte Dipl. Ing. wohl für einen Stadtteil von Nordhorn gehalten.

Eine dritte schließlich weigerte sich stumpf, einen Satz, der eindeutig so im Gestz steht, als Satz aus dem Gesetz anzuerkennen. Bei ihr stehe was anderes.
Nun denn, dann lassen wir jetzt eben das Gericht entscheiden, wer von uns beiden den aktuelleren Gesetzestext hat.
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Mittwoch, 19. Oktober 2016
Eigentlich keine Lust
Heute war wieder so ein "eigentlich" Tag.
Eigentlich hatte ich heute morgen nämlich so sehr überhaupt keine Lust auch nur aufzustehen, dass ich zunächst über eine halbe Stunde damit vertrödelt habe, mir auszudenken, welchen plausiblen Grund ich anführen könnte, es einfach bleiben zu lassen.
Mir ist dann keiner eingefallen, stattdessen jede Menge vernünftige, gute, sinnvolle und nachvollziehbare Grünmde, weshalb es sehr viel klüger ist, trotz akuter Unlust doch aufzustehen, so dass ich nachher eben jammernd, stöhnend und klagend aufgestanden bin.
Als ich so gegen 9.15h endlich auf dem Weg ins Büro nochmal darüber nachdachte, fiel mir auf, auf welch hohem Luxusniveau ich da rumjammere. Im Ergebnis habe ich mich spontan sehr gründlich für mich selber geschämt.
Andere Leute freuen sich, dass sie überhaupt Arbeit haben. Die freuen sich über eine Arbeit, die ich wahrscheinlich noch nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde, so schrecklich finde ich die Vorstellung, ich müsste so etwas arbeiten, aber unendlich viele Leute sind dankbar und deshalb auch rundum zufrieden, dass sie überhaupt eine Arbeit haben.
Irgendwo in Sachsen haben sie von Arbeitern berichtet, die voller Protest ihre Fabrik besetzt haben, weil sie Sorgen hatten, die Eigentümer könnten die Produktion ins Ausland verlagern.
Fabrikarbeiter. - Ich möchte kein Fabrikarbeiter sein. Ich stelle mir Fabrikarbeit ganz schrecklich gruselig vor. Langweilige, stupide, überwiegend körperlich anstrengende Arbeit. Komplett fremdbestimmt. Ausgeliefert und angewiesen. Gehorchen und funktionieren. Mensch und Maschine, oder Mensch als/statt/wie/gleich Maschine?
Ich weiß es nicht, ich habe noch nie in einer Fabrik gearbeitet, aber ich bin auch sehr froh, dass mir diese Erfahrung bisher erspart blieb.

Ich habe in meinem gesamten Leben bisher noch nie Sorge haben müssen, dass meine Arbeitskraft unter Umständen plötzlich nicht mehr gefragt sein könnte. Arbeitslosigkeit ist für mich einfach noch nie ein Thema gewesen. Das liegt zum einen daran, dass ich eine Ausbildung habe, in der es fast unmöglich ist, arbeitslos zu werden, zum anderen aber auch daran, dass ich ein höchst gesundes Selbstvertrauen habe, was neue Herausforderungen angeht. "Kann ich nicht" habe ich als Ausrede noch nie gelten lassen. "Will ich nicht" - ja, das kann ich akzeptieren, aber das wiederum muss man sich vorher verdient haben.
Wenn ich aber noch weiter nachdenke, dann muss ich zugeben, dass sowohl meine Ausbildung als auch meine "mentale Disposition" doch beides nur zufällige Glückspositionen sind. Weder muss ich mir darauf etwas einbilden, noch kann ich daraus Ansprüche ableiten.
Keine Ansprüche - außer den mittlerweile fest ausgehandelten und vertraglich vereinbarten Ansprüchen gegenüber meinem Arbeitgeber: Ich muss zwar nicht unbedingt jeden Tag pünktlich zu einer Mindestuhrzeit im Büro erscheinen - aber ohne vorherige Abmeldung sollte ich wenigstens irgendwann erscheinen und überhaupt ist ein Nichterscheinen nur dann zulässig, wenn ich gleichzeitig sicherstelle, dass kein Schaden entsteht, nur weil ich nicht da bin.

Deshalb bin ich heute aufgestanden. Denn ich hatte für 10h einen Termin zugesagt, wo Leute extra aus Frankfurt angereist sind, weil es ihnen wichtig war, mit mir zu sprechen und dann gehört es sich einfach nicht, solche Termine wegen akuter Unlust platzen zu lassen
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Dienstag, 18. Oktober 2016
Pragmatische Handwerker
In Vaters Haus gibt es seit einem halben Jahr Telefon als VoIP, weil die alte, analoge Leitung abgeschaltet worden wäre. Als Abfallprodukt gibt es dort deshalb jetzt auch Internet aus einer Fritzbox mit WLAN.
Leer-, also ausgeräumt wurde alles, was auf dem Fußboden steht, da ja nur der Fußboden erneuert wird. Die Fritzbox hängt an der Wand, die ist noch da.
Wir haben jetzt auch den Anrufbeantworter über die Fritzbox aktiviert, so dass Anrufe für meinen Vater bei mir als E-Mail Nachricht ankommen, immer noch besser, als würden alle Anrufe sonst komplett ins Leere laufen.
Die E-Mail, die mir die Fritzbox heute Vormittag schickte, enthielt aber keine Nachricht über einen Anruf, sondern die Mitteilung, dass sich um 10.56h und um 10.57h erst Tim's iPhone (mit Apostroph) und dann Android1711354276 mit der Fritzbox verbunden haben. Wenn man direkt an der Fritzbox den "Koppelungsknopf" drückt, braucht man kein Passwort.
Die Handwerker kennen sich wohl mit Fritzboxen aus
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