anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 15. Mai 2016
Haarspange
Schmuck fand ich schon als Kind toll.
Ich mag es, schönen Schmuck zu tragen und wähle ihn gerne passend zur Kleidung aus.
Ich habe auch Modeschmuck, aber eigentlich ist mir "echter" Schmuck lieber. So wie ich lieber Naturmaterialien statt Synthetik trage, so mag ich auch bei Schmuck lieber Edelmetall als Blech und lieber echte Steine statt Glas oder Kunststoff.
Im Laufe der Jahre habe ich eine ansehnliche Sammlung an Ketten, Anhängern, Ringen und Ohrringen zusammengetragen, das meiste davon auf dem Flohmarkt erworben, denn hier findet man nicht nur oft sehr ausgefallene Teile, sondern meist auch sehr akzeptable Preise.
Ein große Liebe habe ich für Bernstein und deshalb besitze ich natürlich auch eine ganze Dose nur mit Bernsteinschmuck, einiges von meiner Tante geerbt, vieles aber auch gezielt gesucht und selber gekauft. Ein Teil, was ich schon seit langem haben möchte, ist eine Haarspange aus Bernstein, aber zu einem bezahlbaren Preis habe ich so etwas noch nie gesehen.
Letztes Jahr habe ich aber relativ günstig zwei große Stücke Bernstein einfach als polierten Stein kaufen können und habe die hier zu einer örtlichen Schmuckdesignerin gebracht, die mir eine Haarspange auf die Rückseite montiert hat.
Den dunklen hatte sie heute fertig, den hellen bekomme ich die Tage.

Ich bin damit jetzt schon ziemlich zufrieden
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Samstag, 14. Mai 2016
Ferryflug
Heute war es mal wieder ein typischer Ferryflug, den wir da für das lange Wochenende kurzfristig beschlossen haben. Um 16h habe ich noch rumgenörgelt, weil mir grade alles zuviel ist, jetzt noch in den Reiseverkehr stürzen, wenn halb Deutschland auf den Beinen Rädern unterwegs ist, wie nervig, aber ich habe so eine Riesenmenge Kram, der rüber muss, da bleibt nur Auto. Aber es ist alles so voll, und damit ist es einfach nur stressig.
Um 16.05h habe ich dann K. gesagt, wir könnten doch einfach fliegen, um 17.15h waren wir am Platz und K. hat mich mitsamt dem Gepäckberg auf der Vereinsseite abgesetzt, um den Flieger aus dem Sicherheitsbereich zu holen. Mit diesem ganzen Pröddelkram durch die Sicherheitsschleuse zu gehen, hätten meine Nerven nicht mitgemacht.

Die Sicherheitsvorschriften der Flughäfen verbieten das Betreten der "gesicherten" Zone, ohne Securitycheck. Wenn man die gesicherte Zone aber "aus der Luft kommend" betritt, dann ist alles safe. Solche Sicherheitszonen gibt es jetzt aber nur an großen Verkehrsflughäfen, kleine Flugplätze für Hobbypiloten haben solche Sicherheitszonen nicht, dort steigt man so einfach in ein Flugzeug wie in ein Auto. Mit allem, was man eben so mitnehmen möchte. Ohne diese Sicherheitskontrollalbernheiten.
Also muss der Flieger von der Hochsicherheitszone Verkehrsflughafen in den offenen Vollzug des Segelflugplatzes rüberrollen, hier wird er frei und unkontrolliert beladen und alle Passagiere steigen ein und dann rollt man wieder rüber, um auf der großen Piste zu starten.
Denn die Regel heißt: Alles, was schon in einem Flugzeug ist, ist grundsätzlich safe. Deshalb darf ein Flugzeug mit Inhalt in die Sicherheitszone, will aber der Inhalt ohne Flugzeug rein, muss erst alles kontrolliert werden.
So logisch.
Und so safe
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Freitag, 13. Mai 2016
Verwüstet
Das war mal mein Stempelzimmer



CWs reizender Türke, den er sich als persönliche Leibwache ins Haus geholt hatte, weigert sich jetzt, aus der Wohnung auszuziehen, weil er selbstverständlich etwas vergleichbar Großes zu vergleichbaren Konditionen nirgendswo mehr bekommen wird. Nur leider ist er der letzte Bewohner in der Gesamtimmobilie, die ich abreißen lassen möchte, weil ich das Grundstück nur als Baugrund verkaufen kann und habe deshalb ausgesprochen wenig Neigung, die laufenden Kosten für diesen Riesenkasten weiterzubezahlen, die um ein Vielfaches höher sind als die Miete, die diese eine Familie zahlt. Wir streiten uns also vor Gericht und um seinen Aussagen ("Isch mache disch platt, wenn du hier weiter Ärger machst") gebührend Ausdruck zu verleihen, ist er in CWs (und meine) ehemalige Wohnung eingestiegen (die auch noch nicht ganz ausgeräumt war, eben weil ich ja noch nicht abreißen kann) und hat dort alles ausgiebig verwüstet.
Vor die Tür hat er außerdem demonstrativ eine tote, schwarze Katze gelegt, die dort nun langsam verwest und gewaltig stinkt.
Bei manchen Leuten fragt man sich echt, was in deren Köpfen so vorgeht
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Donnerstag, 12. Mai 2016
Disruptiv
"Disruption" ist eine der aktuell modernen Imponiervokabeln.
Ich liebe Imponiervokabeln. Erstens natürlich, um sie selber zu benutzen und entsprechend Eindruck damit zu schinden, was ja auch der eigentliche Sinn dieser Wörter ist. Zweitens aber auch, und ehrlich gesagt ist das meine bevorzugte Verwendungsvariante, um Leute, die sich mit der Verwendung solcher Wörter dicke tun wollen, auf recht einfache Weise von ihrem aufgeblasenen "Ichbinwichtigtrip" wieder runter zu holen.
Jetzt hatten wir die Tage diverse Coaches (was ist der Plural von Coach? Coaches oder Coachen?) im Haus.
Unseren Kontrollgremien hatte wohl jemand erfolgreich ins Ohr geblasen, dass unsere Methode, die Geschäfte einfach mit gesundem Menschenverstand, dafür aber ohne jede religiöse Verbissenheit oder ideologische Prinzipientreue zu führen, hoch riskant ist und unser Laden nur durch großen Zufall und ganz viel Glück überhaupt noch existiert.
Wir brauchen dringend Changemanagement und disruptive Denkansätze, damit wir überhaupt noch das Jahresende ohne Insolvenzantrag erreichen.
Weil bei uns alles ausgeschrieben wird, wurde auch dieser Coach-Auftrag ausgeschrieben und so erschienen diverse Coacher zum Pitch. (Auch so ein Insider-Angeberwort, aber kommt doch echt cool rüber hier, oder?)
Das war schon eine lustige Veranstaltung.
Und ich fürchte, unser neuer Coach wird mich hassen, weil ich ihm jedes seiner schicken Wörter in Blondinendeutsch übersetze und frage, ob man das auch so sagen könnte, ich bräuchte das nämlich immer in barrierefreier Sprache, weil ich meine freien Kapazitäten lieber zum Nachdenken statt zum Vokabellernen benutze
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Dienstag, 10. Mai 2016
Alles kompliziert
Schon wieder einer dieser Tage, die zeitlich völlig aus dem Ruder rutschen.
Sohn 1 war von gestern bis heute da (weil sein Auto repariert werden musste), also haben wir gestern Abend noch sehr lange gequatscht, heute Morgen war ich sehr müde, deshalb ging alles etwas später los, und wir mussten natürlich auch heute Morgen noch weiter quatschen. Damit war es fast 11h bis ich im Büro war, weniger zu tun war deshalb aber nicht, so dass ich zehn Stunden später immer noch im Büro festhänge.
Wirklich Raum für irgendwelche privaten Aktivitäten bleibt dann nicht mehr, also muss das Blog mal wieder kürzer treten.
Morgen wird's besser, fest vorgenommen
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Dienstag, 10. Mai 2016
Nachbetrachtungen
Zum Schreiben hatte ich gestern keine Zeit, aber immerhin habe ich die wichtigsten Momente als Foto festgehalten.
Das allerwichtigsten Foto, nämlich ein Beweisfoto für die übernatürlichen Fähigkeiten meines Westfalenmannes, das habe ich leider doch vergessen zu fotografieren, es lässt sich aber zum Glück auch leicht beschreiben. Am Sonntagmorgen habe ich nämlich fasziniert festgestellt, dass mein Westfalenmann sogar in Abwesenheit in der Lage ist, dicke, fette, angetrocknete Zahnpastaflecken ins Waschbecken zu kleckern, die er natürlich nicht selber wegspült.
Regelmäßig ärgere ich mich über diese blöden Zahnpastakleckse und frage mich, warum man die nicht sofort beim Zähneputzen schon wegspült. Ist doch eine Kleinigkeit. Dann sind sie frisch und weich und mit einem Wisch ist alles weg. Aber nein, Mann lässt sie über Nacht schön austrocknen und schon am nächsten Morgen sind sie nur mit übler Kratzerei wieder zu entfernen. Denn Mann ist ja dran gewöhnt, dass Frau wegputzt, was soll man sich also kümmern.
Und jetzt kommt's: Mein WM ist sogar in der Lage diese Kleckse zu produzieren und antrocknen zu lassen, wenn er gar nicht zu Hause ist. Am Samstagmorgen habe ich (als ich grade unter diesem akuten Produktivitätswahn litt) das Waschbecken im Bad gründlich und blitzblank geputzt. Mit Microfasertuch nachpoliert, das glänzte perfekt.
Und am Sonntagmorgen entdecke ich zwei dicke, angetrocknete Zahnpastakleckse im Waschbecken. Ich meine, das grenzt doch wirklich an übernatürliche Fähigkeiten oder? Wie hat er das nur gemacht? Vier Tage nicht zu Hause und trotzdem wird das Waschbecken genauso schmutzig. Mich fasziniert das sehr.

Am Nachmittag kam er dann aber höchstselbst und persönlich wieder zurück und hat mich am hiesigen Flugplatz abgeholt, damit wir das letzte Stück gemeinsam das Flugzeug zurückbringen und anschließend mit dem Auto wieder nach Hause fahren.





Wegen der starken Thermik war der Flug ziemlich bockig, er brauchte mir also seine neuerworbenen Kunstflugfähigkeiten gar nicht zu zeigen, es schuckelte auch so schon gewaltig. Über dem Grundstück, was wir uns neulich schon angesehen und als Altersruhesitz erkoren haben, drehte er dann aber noch eine steileingeflogene Extrarunde, jetzt sieht man auch von oben, dass es echt eine tolle Lage hat:



Die beiden unteren Fotos sind noch von neulich, als wir das Grundstück vom Bodern aus fotografierten.
Die Idee, sich extra zum Genießen der Rente noch mal ein neues Haus zu bauen, was dann perfekt auf die Bedürfnisse des Alters zugeschnitten ist, gefällt mir immer besser. Was ich jetzt schon weiß: Keine Stufen - oder wenn, dann nur mit Aufzug!1elf

Am Heimatplatz des Leihfliegers angekommen hat mich die dortige, frisch renovierte Damentoilette schwer fasziniert:

Ein Raum, zwei Klos.
Das hat was.
Weil Frauen eh immer zu zweit auf die Toilette gehen? Oder zur Förderung des Gruppengedankens?
Eine Tat des männlichen Gleichstellungsbeauftragten? Immerhin haben Männer ihre Pissoirs ja auch alle in einem Raum nebeneinander hängen.
Auf alle Fälle fand ich es bemerkenswert.


Auf der Autofahrt nach Hause ging die Tour rückwärts, d.h. am Mittwoch sind wir mit dem Flieger in den Sonnenuntergang nach Westen geflogen, diesmal mit dem Auto gefahren. Auch diese Reise bot ein beeindruckendes Panorama:
Sonnenuntergang diesmal von unten

Unterwegs legten wir dann noch einen Zwischenstopp ein, weil K. dringend noch ein Eis essen musste und neben der Eisdiele fand ich dann in einem Krmiskramsladen dieses Schild im Schaufenster:


Herr Kästner war schon arg weise
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Montag, 9. Mai 2016
Kurz und knapp
K. ist wieder da und ich bin jetzt damit beschäftigt mich zu freuen
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