Freitag, 10. April 2026
Alle bekloppt
anje, 23:12h
"Steigende Preise entfachen Diskussion um Tempolimit"
Ich blicke fassungslos auf die auf meinem Handy aufploppende Schlagzeile.
Fassungslos machen mich nicht die steigenden Spritpreisen, deren Anstieg befürworte ich sehr, sondern fassungslos macht mich mal wieder die unfassbare Idiotie unserer Politiker. Wenn sich jemand die teuren Spritpreise jetzt nicht mehr leisten kann, kann er doch auch ohne Zwang von oben spritsparend langsamer fahren, oder habe ich da etwas übersehen?
Ich meine, ich bin definitiv für ein Tempolimit (und für autofreie Innenstädte und überhaupt für alles, was das Autofahren weniger angenehm macht), aber das Tempolimit jetzt ausgerechnet im Zusammenhang mit der allgemeinen Empörung über die gestiegenen Spritpreise wieder ins Spiel zu bringen, das zeugt doch nur von alberner Streitlust, mit der man sich selber lächerlich macht.
Ich war schon immer für viel, VIEL höhere Spritpreise, weil ich noch nie verstanden haben, weshalb das sinnlose und massenhafte Rumfahren mit Autos ein genauso selbstverständliches Menschenrecht sein soll wie frische Luft und sauberes Wasser.
Das sage ich übrigens nicht, seitdem ich reich bin und mir hohe Spritpreise problemlos leisten kann, sondern das habe ich vor 45 Jahren auch schon gesagt, als ich mir weiß Gott noch jeden Liter Benzin mühsam zusammensparte und viele Ausflüge/Einladungen deshalb absagte, weil mir die Fahrtkosten zu hoch waren. Aber vielleicht habe ich es auch genau deshalb schon immer als Luxus angesehen und eben nicht als eine Selbstverständlichkeit, auf die ich ein Recht habe.
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, wenn man bei uns etwas erleben wollte, musste man mit dem Auto in die nächste Stadt fahren (Neuss oder Düsseldorf), der letzte Bus ging um 22h, ÖPNV war schon damals keine Lösung.
Aber auch damals war ich schon der festen Überzeugung, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, dafür zu sorgen, dass sich jeder ein Auto leisten kann. Viel sinnvoller hätte ich es gefunden, den ÖPNV vernünftig auszubauen.
Sehe ich übrigens bis heute als wichtige Aufgabe des Staates und kostenfreien Nahverkehr halte ich ebenfalls für eine fantastische Idee, funktioniert aber natürlich nur in Luxemburg, Malta und Belgrad.
Bei uns werden erwischte Schwarzfahrer, die das erhöhte Beförderungsentgelt nicht bezahlen können oder wollen, in den Knast gesteckt. Bei rund 200€ Tageskosten für einen Hafttag plus der Kosten für die Beschäftigung der Gerichte und jährlich gut 9000 einsitzenden Schwarzfahrern lassen wir uns den Spaß locker über 20 Millionen kosten.
Die Diskussion darüber, dass Schwarzfahren zu entkriminalisieren und es nur wie eine Ordnungswidrigkeit zu behandeln, also auf eine Stufe zu stellen mit einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und zu schnellem Fahren, löst auch schon wieder hohe Empörungswellen aus und findet keine Mehrheit.
In meiner Jugend war vor allem der saure Regen ein Thema, der die Bäume/Wälder schädigte, weshalb ich überhaupt kein Verständnis dafür hatte, dass Autofahren immer wichtiger wurde und für alle bezahlbar sein sollte. Ich sah die Notwendigkeit hinter dieser wachsenden Mobilität für alle nicht, denn so fuhren nur immer mehr Leute ohne Not in der Gegend rum und brachten die Bäume zum Absterben.
Dass Mobilität als solche als Recht für alle angesehen wird, kann ich im Zweifel noch verstehen, das bedeutet aber doch nicht, dass automatisch auch die individuelle Wahl des Transportmittels aka Auto zwingend staatlich zu fördern ist.
Und ja, natürlich fuhr und fahre auch ich in der Gegend rum, weil ich nicht finde, dass es meine individuelle Aufgabe ist, die Bäume/die Atmosphäre/die Welt zu retten, sondern ein Thema der Politik, die die Lasten dann bitte verbindlich auf alle verteilt.
Die Politik aber interessiert sich vor allem dafür, was das Beste ist, um wiedergewählt zu werden und naja, man sieht ja, was dabei rauskommt. Das war früher auch nicht anders als heute.
Mich fasziniert übrigens auch, wie viele Menschen lautstark über die unverschämt hohen Spritpreise jammern, sich an der Tanke dann aber selbstverständlich noch ein paar Snickers oder ein paar Flaschen Bier mitnehmen.
Würden sie ihre Snacks oder Getränke beim Discounter kaufen und da dann auch noch auf Sonderangebote achten, hätten sie einen Großteil der Spritpreiserhöhung ruckzuck wieder reingespart
.
Ich blicke fassungslos auf die auf meinem Handy aufploppende Schlagzeile.
Fassungslos machen mich nicht die steigenden Spritpreisen, deren Anstieg befürworte ich sehr, sondern fassungslos macht mich mal wieder die unfassbare Idiotie unserer Politiker. Wenn sich jemand die teuren Spritpreise jetzt nicht mehr leisten kann, kann er doch auch ohne Zwang von oben spritsparend langsamer fahren, oder habe ich da etwas übersehen?
Ich meine, ich bin definitiv für ein Tempolimit (und für autofreie Innenstädte und überhaupt für alles, was das Autofahren weniger angenehm macht), aber das Tempolimit jetzt ausgerechnet im Zusammenhang mit der allgemeinen Empörung über die gestiegenen Spritpreise wieder ins Spiel zu bringen, das zeugt doch nur von alberner Streitlust, mit der man sich selber lächerlich macht.
Ich war schon immer für viel, VIEL höhere Spritpreise, weil ich noch nie verstanden haben, weshalb das sinnlose und massenhafte Rumfahren mit Autos ein genauso selbstverständliches Menschenrecht sein soll wie frische Luft und sauberes Wasser.
Das sage ich übrigens nicht, seitdem ich reich bin und mir hohe Spritpreise problemlos leisten kann, sondern das habe ich vor 45 Jahren auch schon gesagt, als ich mir weiß Gott noch jeden Liter Benzin mühsam zusammensparte und viele Ausflüge/Einladungen deshalb absagte, weil mir die Fahrtkosten zu hoch waren. Aber vielleicht habe ich es auch genau deshalb schon immer als Luxus angesehen und eben nicht als eine Selbstverständlichkeit, auf die ich ein Recht habe.
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, wenn man bei uns etwas erleben wollte, musste man mit dem Auto in die nächste Stadt fahren (Neuss oder Düsseldorf), der letzte Bus ging um 22h, ÖPNV war schon damals keine Lösung.
Aber auch damals war ich schon der festen Überzeugung, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, dafür zu sorgen, dass sich jeder ein Auto leisten kann. Viel sinnvoller hätte ich es gefunden, den ÖPNV vernünftig auszubauen.
Sehe ich übrigens bis heute als wichtige Aufgabe des Staates und kostenfreien Nahverkehr halte ich ebenfalls für eine fantastische Idee, funktioniert aber natürlich nur in Luxemburg, Malta und Belgrad.
Bei uns werden erwischte Schwarzfahrer, die das erhöhte Beförderungsentgelt nicht bezahlen können oder wollen, in den Knast gesteckt. Bei rund 200€ Tageskosten für einen Hafttag plus der Kosten für die Beschäftigung der Gerichte und jährlich gut 9000 einsitzenden Schwarzfahrern lassen wir uns den Spaß locker über 20 Millionen kosten.
Die Diskussion darüber, dass Schwarzfahren zu entkriminalisieren und es nur wie eine Ordnungswidrigkeit zu behandeln, also auf eine Stufe zu stellen mit einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und zu schnellem Fahren, löst auch schon wieder hohe Empörungswellen aus und findet keine Mehrheit.
In meiner Jugend war vor allem der saure Regen ein Thema, der die Bäume/Wälder schädigte, weshalb ich überhaupt kein Verständnis dafür hatte, dass Autofahren immer wichtiger wurde und für alle bezahlbar sein sollte. Ich sah die Notwendigkeit hinter dieser wachsenden Mobilität für alle nicht, denn so fuhren nur immer mehr Leute ohne Not in der Gegend rum und brachten die Bäume zum Absterben.
Dass Mobilität als solche als Recht für alle angesehen wird, kann ich im Zweifel noch verstehen, das bedeutet aber doch nicht, dass automatisch auch die individuelle Wahl des Transportmittels aka Auto zwingend staatlich zu fördern ist.
Und ja, natürlich fuhr und fahre auch ich in der Gegend rum, weil ich nicht finde, dass es meine individuelle Aufgabe ist, die Bäume/die Atmosphäre/die Welt zu retten, sondern ein Thema der Politik, die die Lasten dann bitte verbindlich auf alle verteilt.
Die Politik aber interessiert sich vor allem dafür, was das Beste ist, um wiedergewählt zu werden und naja, man sieht ja, was dabei rauskommt. Das war früher auch nicht anders als heute.
Mich fasziniert übrigens auch, wie viele Menschen lautstark über die unverschämt hohen Spritpreise jammern, sich an der Tanke dann aber selbstverständlich noch ein paar Snickers oder ein paar Flaschen Bier mitnehmen.
Würden sie ihre Snacks oder Getränke beim Discounter kaufen und da dann auch noch auf Sonderangebote achten, hätten sie einen Großteil der Spritpreiserhöhung ruckzuck wieder reingespart
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