Sonntag, 5. April 2026
S-Magazin, Wind und Hose
anje, 20:07h
Manchmal interessieren mich einzelne Beiträge in Zeitungen oder Zeitschriften, zu denen ich keinen online Zugang habe und seitdem die Umgehung der Paywall über archive.xy nicht mehr vernünftig funktioniert, gehe ich den etwas umständlicheren Weg über die onleihe.
Heute habe ich dort einmal durch das Angebot an verfügbaren Magazinen geblättert und bin dabei auf das S-Magazin vom Spiegel gestoßen.
Ich weiß, ich bin gemein, aber die selbstgewählte Beschreibung dieses Magazins triggert massiv meine Lästergene.
"Journalistisch anspruchsvoll und visuell opulent werden zeitgeistliche Themen mit exklusiven Features in verschiedene Stil-Welten übersetzt."
Ich kann ihn mir sofort vorstellen, den typischen Leser dieses Leifsteil-Magazins.
"Das S-Magazin überzeugt durch einen modernen, minimalistischen und gleichzeitig großzügig-eleganten Auftritt."
Modern-minimalistisch beschreibt dabei wahrscheinlich ziemlich treffend die intellektuelle Flughöhe, mit der dieses Magazin unterwegs ist. Die visuelle Opulenz ergänzt den Minimalismus der Moderne vor allem durch Masse. Bild sticht Text, wie praktisch.
Dazu passend die statistischen Daten aus der eigenen Leserbefragung: 59% sind unter 49, was im Umkehrschluss bedeutet: Mehr als die Hälfte der Leser sind 50 und älter.
Also nicht wirklich ein Jugendmagazin, eher was für den gutsituierten Jung-Rentner von heute, der gerne auch schon mal mit Mitte 50 in den vorgezogenen Ruhestand geht, Altersteilzeit lässt grüßen.
Weil immer mehr Arbeitgeber ihre alten, viel zu teuren Arbeitnehmer loswerden möchten, um hohe Kompetenz lieber durch nützliche Produktivität zu ersetzen, ist es für sie sogar wirtschaftlich, das Modell der Altersteilzeit noch extra zu bezuschussen, bloß um die teuren Jungsenioren loszuwerden.
Ich kenne es vor allem von Banken, wo dieses Modell schon seit Jahren üblich ist.
So viel übrigens zu längerer Lebensarbeitszeit und Fachkräftemangel……
Nun, und all diese aktiven Silverfifties suchen natürlich nach einem neuen Sinn im Leben und da kommen so Angebote wie die des S-Magazins grade recht:
"Feste Rubriken und Kolumnen um Fragen des guten Stils runden das journalistische Angebot ab."
Die Pflege des guten Stils, das ist doch mal eine Aufgabe für den gepflegten Frührentner.
Schade nur, dass es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt, was man unter gutem Stil versteht.
Ich habe das Magazin dann natürlich auch sofort neugierig ausgeliehen und durchgeblättert.
Zusammenfassung: Auch der optische Inhalt bestätigt alle meine Vorurteile. Was für eine unsägliche Langeweile.
Dieses Magazin war übrigens spontan verfügbar, für die aktuelle Ausgabe des Spiegels, mit der Titelstory: "Die Tyrannei des Duzens" musste ich mich in die Warteschlange einreihen, aber da ich dieses Thema sehr spannend finde, warte ich gerne.
Sonst so:
Hier war heute Wind.
Sehr viel Wind.
Man könnte es schon fast als zu viel Wind bezeichnen, ich war auf alle Fälle froh, als ich von der windigen Promenade wieder in der geschützteren Bereich hinter den Dünen wechseln konnte.
Vorher habe ich noch fix ein paar es schicke Meerschaum-Wellen-Bilder gemacht.
Und außerdem hat K meine neue Hose nicht nur fotografiert, sondern sogar mit: Oh, das sieht echt schick aus" kommentiert.

Auf der Skala westfälischer Begeisterung ist das ziemlich weit oben
.
Heute habe ich dort einmal durch das Angebot an verfügbaren Magazinen geblättert und bin dabei auf das S-Magazin vom Spiegel gestoßen.
Ich weiß, ich bin gemein, aber die selbstgewählte Beschreibung dieses Magazins triggert massiv meine Lästergene.
"Journalistisch anspruchsvoll und visuell opulent werden zeitgeistliche Themen mit exklusiven Features in verschiedene Stil-Welten übersetzt."
Ich kann ihn mir sofort vorstellen, den typischen Leser dieses Leifsteil-Magazins.
"Das S-Magazin überzeugt durch einen modernen, minimalistischen und gleichzeitig großzügig-eleganten Auftritt."
Modern-minimalistisch beschreibt dabei wahrscheinlich ziemlich treffend die intellektuelle Flughöhe, mit der dieses Magazin unterwegs ist. Die visuelle Opulenz ergänzt den Minimalismus der Moderne vor allem durch Masse. Bild sticht Text, wie praktisch.
Dazu passend die statistischen Daten aus der eigenen Leserbefragung: 59% sind unter 49, was im Umkehrschluss bedeutet: Mehr als die Hälfte der Leser sind 50 und älter.
Also nicht wirklich ein Jugendmagazin, eher was für den gutsituierten Jung-Rentner von heute, der gerne auch schon mal mit Mitte 50 in den vorgezogenen Ruhestand geht, Altersteilzeit lässt grüßen.
Weil immer mehr Arbeitgeber ihre alten, viel zu teuren Arbeitnehmer loswerden möchten, um hohe Kompetenz lieber durch nützliche Produktivität zu ersetzen, ist es für sie sogar wirtschaftlich, das Modell der Altersteilzeit noch extra zu bezuschussen, bloß um die teuren Jungsenioren loszuwerden.
Ich kenne es vor allem von Banken, wo dieses Modell schon seit Jahren üblich ist.
So viel übrigens zu längerer Lebensarbeitszeit und Fachkräftemangel……
Nun, und all diese aktiven Silverfifties suchen natürlich nach einem neuen Sinn im Leben und da kommen so Angebote wie die des S-Magazins grade recht:
"Feste Rubriken und Kolumnen um Fragen des guten Stils runden das journalistische Angebot ab."
Die Pflege des guten Stils, das ist doch mal eine Aufgabe für den gepflegten Frührentner.
Schade nur, dass es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt, was man unter gutem Stil versteht.
Ich habe das Magazin dann natürlich auch sofort neugierig ausgeliehen und durchgeblättert.
Zusammenfassung: Auch der optische Inhalt bestätigt alle meine Vorurteile. Was für eine unsägliche Langeweile.
Dieses Magazin war übrigens spontan verfügbar, für die aktuelle Ausgabe des Spiegels, mit der Titelstory: "Die Tyrannei des Duzens" musste ich mich in die Warteschlange einreihen, aber da ich dieses Thema sehr spannend finde, warte ich gerne.
Sonst so:
Hier war heute Wind.
Sehr viel Wind.
Man könnte es schon fast als zu viel Wind bezeichnen, ich war auf alle Fälle froh, als ich von der windigen Promenade wieder in der geschützteren Bereich hinter den Dünen wechseln konnte.
Vorher habe ich noch fix ein paar es schicke Meerschaum-Wellen-Bilder gemacht.
Und außerdem hat K meine neue Hose nicht nur fotografiert, sondern sogar mit: Oh, das sieht echt schick aus" kommentiert.

Auf der Skala westfälischer Begeisterung ist das ziemlich weit oben
.
30 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
... older stories