anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 10. März 2026
Am liebsten ohne mich
Und noch ein Tag, der irgendwie nicht so richtig aus den Puschen kam, dabei bin ich für meine Verhältnisse früh gestartet, schließlich hatte ich schon um 9.30h meinen Physiotermin.
Anschließend fuhr ich aber sofort wieder nach Hause, es gab keine Notwendigkeit für Einkäufe irgendeiner Art und ich hatte auch keine Lust, nur zum Gucken durch sonst selten besuchte Einkaufsläden zu bummeln.

Wenn ich sage, ich hätte Lust mal wieder Shoppen zu gehen, dann bedeutet das, ich ziehe systematisch durch alle Discounter, um überall die grade aktuellen Sonderangebote zu überprüfen. Mein Alltagseinkaufladen ist Lidl, an den bin ich am besten gewöhnt, den gibt es schließlich auch auf Borkum.
Hier in Greven gibt es zusätzlich noch AldiNord und Netto, in Telgte auch noch einen Penny. Wenn ich auf dem Festland bin, macht es Spaß, auch bei den anderen Discountern zu schauen, was die grade so im Angebot haben.

In klassische Supermärkte wie Edeka oder Rewe gehe ich dagegen viel seltener und auch mit viel weniger Begeisterung. Tendenziell mag ich das Publikum dort nicht so sehr, mir laufen dort zu viele Leute rum, denen man von außen schon ansehen kann, dass sie sich zum gehobenen Mittelstand zählen und von allen Klassen/Schichten unserer aktuellen Gesellschaft ist das die, die mir am wenigstens sympathisch ist.
Alles, was ich bei den Discountern nicht bekommen, kaufe ich im Großmarkt, die Atmosphäre dort ist eher klassenlos, das finde ich außerordentlich entspannend.

Ich habe mir in der letzten Zeit immer wieder Gedanken zum Thema "Klassismus" gemacht, ausgelöst durch verschiedene Beiträge und Texte und habe auch schon mehrere angefangene Textfragmente zu dem Thema produziert, aber noch bin ich mit den Gedankenmachen nicht fertig, ich muss das alles noch viel weiter durchdenken und ausarbeiten.

Doch eine Erkenntnis habe ich schon mal: Die soziale Schicht, der ich nach den äußeren Merkmalen wie Einkommen/Vermögen und Bildung/Beruf sicherlich am ehesten zuzurechnen bin, die ist mir eindeutig sehr! unsympathisch. Da möchte ich nicht dazugehören und gebe mir deshalb regelmäßig viel Mühe, davon Abstand zu halten. Ich betreibe also unbestreitbar auch Klassendiskrimierung, allerdings in fast alle Richtungen und vor allem sehr bewusst auch zur Seite und nach oben und da stellt sich natürlich die Frage, ob das dann noch Diskriminierung ist oder nur eine persönliche Macke.

Denn grundsätzlich möchte ich sowieso nie zu irgendeiner Gruppe gehören, weil mir schon der Gruppengedanke an sich widerstrebt, das ist damit ein Dilemma, was mir beim Nachdenken über Klassismus immer wieder im Weg steht, denn wenn ich mich selber schon nicht einsortieren mag, wie kann ich dann eine saubere Meinung zu dem Thema entwickeln?
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