anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 3. März 2026
Dienstag, 3. März
Wir sind wieder aufs Festland gewechselt, es stehen jetzt diverse Termine im Zusammenhang mit der Baustelle an.

Heute morgen haben wir das Haus final abreisebereit gemacht, die Überfahrt verlief ereignislos, gegen 12h waren wir in Eemshaven.

Weil ich noch den Vater besuchen wollte, der aber nach seiner Dialyse erst gegen 14.30h wieder zurück im Heim ist, schlug ich vor, dass wir zur Zeitüberbrückung einen Abstecher zu Albert Heijn in Appingedam machen.

Mit CW war ich früher sehr häufig zum Einkaufen in Venlo oder Roermond, ohne CW hatte ich bisher nie das Verlangen nach einem holländischen Supermarkt.

Aber wenn wir von Eemshaven direkt nach Leer gefahren wären, wären wir viel zu früh da gewesen, also dachte ich, ich könnte nach fast 20 Jahren ja mal wieder in einen Albert Heijn gehen.

Im Ergebnis fühle ich mich jetzt sehr geerdet. Ich wusste schon immer, dass die Preise in deutschen Supermärkten sehr niedrig sind, dass sie aber wirklich soo niedrig sind, bzw. dass die Holländer inzwischen sooo viel teurer sind, das war mir nicht mehr bewusst.

Da ich für fast alle Dinge, die ich regelmäßig einkaufe, eine ziemlich präzise Preisvorstellung habe, was sie üblicherweise so kosten, kann ich nicht nur erkennen, wann ein Preis ein echtes Schnäppchen ist, sondern auch, wenn es wirklich richtig teuer wird.

Und deshalb staunte und gruselte ich mich einmal durch die Angebote in diesem Albert Heijn, kaufte letztlich ein Baguette und eine Tüte Erdnüsse und bin jetzt sehr froh und dankbar, dass ich für meinen täglichen Bedarf nur deutsche Preise bezahlen muss.

Als wir in Leer ankamen, war es immer noch zu früh für den Besuch beim Vater, also machten wir noch einen Zwischenstopp bei TKMaxx.
Aber auch da fand ich nichts, was ich gerne kaufen wollte, ich habe einfach schon alles, sehr traurig.

Der Vater war heute nicht so gut drauf, er hat schon wieder eine Blasenentzündung, die diesmal wohl sehr schmerzhaft ist. Am frühen Abend rief das Heim dann noch mal an und teilte mit, dass sie ihn ins Krankenhaus haben einliefern lassen, weil er auch noch Fieber bekommen hatte und sie meinten, es wäre besser, wenn er professionell medizinisch betreut wird.

Der Vater ist jetzt seit über acht Jahren in diesem Heim, für ihn ist das nach eigener Aussage alles sehr gut so und er ist sehr dankbar, dass er dort so gut gepflegt wird.
Damit ist es für mich auch okay und ich mache mir weiter keine Gedanken.

Für mich selber weiß ich aber, dass ich ganz, ganz, ganz sicher nicht so enden möchte. Von meinen Kindern ist einer Arzt und einer Apotheker, es sollte also möglich sein, an das passende Zeug zu kommen, um mir so ein Ende zu ersparen.
Allerdings nutzen die Kinder das auch schamlos aus, N sagte mir neulich: "Tja Mama, dann musst du jetzt immer sehr nett zu uns sein, sonst lassen wir dich einfach leben."
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