anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 3. Februar 2026
Viel Anfang, wenig Ende
Zwischendurch dann wieder so ein Tag, wo ich gut und schwungvoll starte, alles mögliche anfange, dann aber noch schwungvoller wieder nachlasse und kaum eine der angefangen Aufgaben beende.

Nach dem Aufwachen, noch im Bett, hatte ich eine Idee für einen Blogtext, die ich auch sofort begann runterzuschreiben. Ich wusste, dass ich nicht unbegrenzt schreiben könne, weil ich einen Physiotermin hatte.
Als mein Textfluss etwas ins Stocken geriet, stand ich auf und hatte noch Zeit, ein wenig die Küche aufzuräumen.
Konnte aber nicht fertig aufräumen, weil ich dann losmusste, um pünktlich zu meinem Physiotermin zu erscheinen.

Anschließend fuhr ich in die Stadt, weil ich in einem der 1-€-Läden noch so eine Hundenapfrutschunterlage kaufen wollte, die ich neulich schon mal gekauft hatte, um sie auszuprobieren. Sie funktioniert prima, deshalb will ich für Borkum auch eine, also fuhr ich nach dem Physiotermin in die Stadt und bummelte entspannt ein wenig durch die Einkaufsstraße, bis ich bemerkte, dass ich dringend auf Toilette musste.
Alle öffentlichen Toiletten waren geschlossen oder defekt, es gelang mir grade noch mit fest zsuammengekniffenen Beinen diese blöde Antirutschmatte zu kaufen, dann watschelte ich so schnell es ging zurück zum Auto und kam grade noch rechtzeitig zu Hause an, um Schlimmeres zu verhindern.

Zuhause setzte ich mich erst vor den PC und erledigte ein paar dringende Buchhaltungs-/Controllingaufgaben, stellte fest, dass ich an einigen Stellen Rückstände von fast zwei Wochen offen habe und buddelte mich tiefer in dieses Buchhaltungsloch, bis das Telefon klingelte und mich aus diesem Loch wieder rausholte.

Dann musste ich Pause machen und erst mal etwas Frühstücken, es war immerhin schon 15.30h.
In der halbfertig geputzten Küche bekam ich ein schlechtes Gewissen und putzte wieder etwas weiter, verlor aber mittendrin die Lust und fand, für heute sei genug geputzt.

Statt weiter mit dem Staubsauger durchs Haus zu ziehen, machte ich einen Abstecher in mein Stempelzimmer und probierte weiter an zwei angefangenen Karten rum.

K kam herein und sagte, er hätte mit dem Galabauer telefoniert und es gäbe verschiedene Termine für eine Besprechung, ich solle den bestätigen, der mir am besten gefällt.

Also rief ich den Galabauer an, der schon nicht mehr im Büro war und bestätigte seinem Mitarbeiter einen Termin für morgen 14h, was erledigt ist, ist erledigt.

Dann kam eine E-Mail von dem Schreiner, der den Innenausbau machen soll, auch der schlug einen Termin vor, ich rief ihn sofort an und bestätigte, dass wir uns übermorgen um 14h auf der Baustelle treffen.

Als ich K diesen Termin mitteilen wollte, telefonierte er grade mit dem Architekten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um den frisch vereinbarten Schreinertermin auch dem Architekten weiterzugeben, aber in dem Moment klingelte seine zweite Leitung und der Elektriker, der so schwer zu erreichen ist, rief proaktiv an.

Also wurde der Architekt abgewürgt, dafür der Elektriker angenommen und ein Termin mit dem Elektriker für nächsten Mittwoch vereinbart, dann wurde der Architekt erneut angerufen, der erfreulicherweise an sein Telefon ging. (Ist keine Selbstverständlichkeit).
Der Elektrikertermin ist okay, der Schreinertermin aber passt nicht und soll um eine Stunde verschoben werden.

Darum wieder Anruf beim Schreiner, Termin verschoben, und uff - ich hasse solche Telefonate! Im Büro hatte ich für solche Aktionen früher eine Assistenz, es war nicht alles schlecht im Büro....

Ich hoffe jetzt, dass alle Termin richtig im Kalender eingetragen und mit allen Beteiligten richtig abgestimmt sind.
Zwischendurch jammerte K, dass sich sein Kalender nicht synchronisiert und er nicht sähe, was ich eintrage.
Er trug deshalb mehrere Testtermine ein und löschte sie wieder, dabei löschte er auch Einträge, die er nicht hätte löschen sollen.
Bei mir synchronisierte sich zum Glück alles in Echtzeit, ich konnte die fälschlicherweise gelöschten Termine wieder neu eintragen.

Und dann hatte ich keine Lust mehr.
Keine Lust, an meinen Karten weiter zu arbeiten, keine Lust, an meinem angefangenen Text weiter zu schreiben, keine Lust, etwas zu Essen zu machen, keine Lust, weiter aufzuräumen oder sauber zu machen, keine Lust, die angefangene Buchhaltung fertig zu stellen und insgesamt einfach gar keine Lust mehr auf irgendetwas, ich wollte nur noch im Sessel sitzen und nichts tun.

So blieben alle sonstigen angefangen Dinge so angefangen liegen, wie ich sie hinterlassen habe, zum Glück geht ja nichts kaputt, mit all dem Kram kann ich mich ein andermal weiter beschäftigen, es fühlt sich halt nur nach einem seltsamen Stückwerk an, aber immerhin haben wir jetzt eine Menge wichtiger Termine und das gute Gefühl, dass es vorangeht mit dem Bau
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