anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 27. August 2019
Die Deaktivierung der Shift-Feststelltaste
Ich habe heute ein technisches Problem gelöst, das mich seit Ewigkeiten nervte, über das ich schon oft geschimpft habe, für dessen Beseitigung ich aber bis heute keine Lösung gefunden habe.

Ich hasse nämlich die Capslock-Taste, weil ich die beim Tippen ab und zu unabsichtlich aktiviere, das dann aber immer erst zwei oder mehr Zeilen später merke. Rein theoretisch kann ich blind schreiben, bin dann aber deutlich langsamer als wenn ich auf meine Finger schaue, naja, und wenn man auf seine Finger guckt, dann merkt man halt nicht, wenn man plötzlich nur noch Großbuchstaben schreibt.

Heute hatte ich aber einen Geistesblitz und habe einfach mal danach gegoogelt.

Ich bilde mir zwar ein, dass ich schon mehrfach danach gegoogelt habe, weil die Idee, ein Problem mit Googeln zu lösen, jetzt nicht wahnsinnig originell ist, aber entweder habe ich falsche Suchbegriffe eingegeben oder Googel hat mich falsch verstanden, whatever, ich hatte halt irgendwie immer das Gefühl, da gibt es nix, weil auch alle Menschen, die ich darauf angesprochen habe, meinten, sie wüssten leider auch keine Lösung.

Aber heute habe ich eine Lösung gefunden und bin extrem zufrieden.

Ein einfaches kleines Programm, das die registry ändert, nix Dolles, aber tut, was es soll und heißt auch so, wie das, was es tut, nämlich Capslock Goodbye.

Kann ich nur wärmstens empfehlen, runterladen, exe-Datei ausführen und der Capslock-Taste entweder gar keine oder eine andere Funktion zuweisen, Rechner neu starten, feddich.

Ich habe links jetzt zwei Shift-Tasten und werde mal testen, wie sich das im Dauerbetrieb anfühlt.
Mein Wunschergebnis bietet das Programm leider nicht an, das wäre nämlich gewesen, die CapsLock-Funktion der Taste "Rollen" zuzuweisen, weil ich Rollen wirklich noch nie gebraucht habe und CapsLock grundsätzlich durchaus schon mal einsetze, nämlich wenn ich wirklich bewusst nur in Großbuchstaben schreiben will, aber für die paar Mal, wo ich das brauche, lebe ich damit, die Shift-Taste dann einfach festzuhalten.
Auf alle Fälle ist das immer noch wesentlich bequemer als regelmäßig ganze Zeilen neu tippen zu müssen, weil sie ungewollt nur in Großbuchstaben erfasst wurden
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Donnerstag, 25. April 2019
Andere Menschen und die Sache mit dem Scanner
Dass ich nicht besonders sozialkompatibel bin, ist keine neue Erkenntnis, und in aller Regel gehe ich davon aus, dass ich diejenige bin, die für die Störungen verantwortlich ist.

Ich finde tatsächlich die meisten anderen Menschen seltsam, aber weil ich so viele Menschen seltsam finde und mir bei diesen vielen Menschen auch einfach nicht vorstellen kann, warum sie machen, was sie machen, warum sie leben, wie sie leben und was sie sich bei dem denken, was sie so sagen, weil mir also für die meisten Menschen schlicht das Gesamtverständnis fehlt, gehe ich davon aus, dass es nicht die anderen sind, die seltsam sind, sondern ich.
Der alte Witz "EIN Geisterfahrer? Hunderte!!" ist mir sehr bewusst und weil ich davon ausgehe, dass es eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass Hunderte es wohl richtig machen und deshalb ich diejenige bin, die außerhalb der Normalität denkt, versuche ich regelmäßig meine eigenen seltsamen Vorstellungen von Normalität wieder einzufangen und mich anzupassen.
Spoiler: Gelingt mir so gut wie nie.

Am Samstag habe ich fünf verschiedene Gegenstände in der lokalen Facebookgruppe zum Verschenken angeboten und innerhalb kürzester Zeit hatten sich verschiedene Menschen gemeldet, die jeweils eines der Teile haben wollten.
Unter anderem war so ein elektrisches Haarstyling-Set dabei, für das sich gleich mehrere Menschen gemeldet haben, aber ich habe es natürlich der ersten, die geschrieben hat, versprochen - und jetzt warte ich seit sechs Tagen darauf, dass sie es abholt. Mittlerweile haben wir schon einen seitenlangen Chat gefüllt mit Terminvorschlägen, wann sie es abholen könnte, nachdem es ihr überhaupt erst ab Dienstag möglich war, aber am Dienstag wollte sie direkt nach dem Abliefern des Kindes im Kindergarten hier vorbeikommen, hat sie dann nur leider vergessen.
Hat sie am Mittwoch übrigens auch vergessen.
Abends kommen dann lange Entschuldigungstiraden und neue Abholterminvorschläge, gleichzeitig schreibt sie aber auch lange Texte, wie sehr sie sich freut, dass ich ihr dieses Set schenken möchte, denn genau so eines wollte sie schon immer haben, hatte aber nie das Geld und jetzt wäre sie sehr glücklich und freut sich wie blöd, und könnte es kaum abwarten, sich damit die Haare zu stylen. Und gibt mir ihre Telefonnummer und bittet mich, sie anzurufen, damit sie es am nächsten Morgen nicht wieder vergisst. Das habe ich dann aber verweigert, weil ich dafür einfach zu ungern telefoniere, als dass ich freiwillig jemand anrufen würde, nur um ihm etwas schenken zu dürfen, irgendwo hat alles seine Grenzen, denn dann stecke ich das Haardingensset doch lieber in Müll.
Heute fand dann endlich die erfolgreiche Übergabe statt - sie hat einfach ihren Mann geschickt, der dann auf die Minute pünktlich zur angesagten Zeit vor der Tür stand. Der war übrigens sehr nett und kommentierte das Verhalten seiner Frau nur mit "die ist verpeilt wie eine Bockwurst, das ist bei ihr völlig normal."

Ich frage mich nun die ganze Zeit, was das für eine Frau ist und wie es sein kann, dass jemand so wirr und so plan- und ergebnislos durch sein Leben stolpert. Und was es für (vernünftige? nachvollziehbare?) Gründe geben könnte, weshalb sie diesen blöden Lockenstab nicht schon längst abgeholt hat.
Ich meine, wenn ich jetzt in einer Großstadt wohnen würde, wo es eine echte logistische Herausforderung sein kann, ein Geschenk abzuholen, wenn man dafür einmal quer durch die ganze Stadt muss, das kann ich mir alles gut vorstellen. Aber wir sind hier auf Borkum und ich wohne auch noch an einer relativ zentralen Stelle, das Wetter ist super und mit dem Fahrrad dauert auch der Weg ans andere Ende vom Dorf nicht länger als 10 Minuten. Wo ist also das Problem, sich so ein Haarstylingdingens abzuholen? Und warum war ihr das während der Feiertage nicht möglich???? Wenn sie Kinder hat und auf die Kinder aufpassen muss, dann wäre doch ein Spaziergang eine ideale Möglichkeit gewesen, das zu verbinden?
Ich verstehe es einfach nicht.

Und dann ist sie nicht die einzige, die derart Probleme mit der Abholung hat. Auch ein zweites Teil, was ich verschenken möchte, liegt hier noch unabgeholt rum, auch hier werden ständig andere Termine vereinbart und Entschuldigungen vorgetragen, weshalb es wieder nicht geklappt hat, mir ist das alles einfach nur ein riesengroßes Rätsel.

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Die Sache mit dem Scanner:
Ich habe schon vor einiger Zeit begonnen, mir ein papierloses Büro einzurichten. Im Büro bin ich damit schon ziemlich weit, aber ich möchte das auch für den Privatkram perfektionieren.
Noch sammle ich zwar das Papier brav in Aktenordnern, aber nur zur Archivierung, nicht mehr, um damit zu arbeiten.
Im Büro haben wir einen sehr großen, sehr leistungsstarken Kopierer, der auch gleichzeitig ein Scanner und ein Drucker ist, dort werden deshalb grundsätzlich alle wichtigen Unterlagen, die nur in Papierform eingehen, eingescannt und auf dem Server abgelegt, so dass ich meine Arbeit fast komplett ohne Papier rein am Bildschirm erledigen kann, weil ich alle Informationen, die ich benötige, auf dem Bildschirm abrufen kann.
Ich finde das extrem komfortabel, weil ich damit immer weniger ortsgebunden bin.
Früher, als noch viel über Papier lief, musste man immer zentnerschwere Aktentaschen mit sich rumschleppen und hatte im Zweifel dann doch genau das eine Schreiben, was man grade brauchte, nicht dabei oder es war durch die dauernde Rumtragerei verlorengegangen oder hatte sich zumindest in einen Zustand der kurzfristigen Unauffindbarkeit dematerialisiert.
CW war darin Weltmeister, seine Aktentaschen quollen grundsätzlich über mit Einzelpapieren und Zetteln und eigentlich war bei ihm ständig das meiste grade nicht da - oder alternativ fünfmal vorhanden, weil er es aus Sorge, dass es verschwinden könnte, ja auch oft in mehrfach kopierter Form mit sich rumtrug.

Seitdem das Einscannen immer komfortabler geworden ist, ist das Digitalisieren von Unterlagen eine perfekte Lösung, diese konfuse Zettelwirtschaft zu beenden, man braucht dafür nur die passende Soft- und Hardware.

Im Büro ist dafür die komplett Einrichtung vorhanden, allerdings störte es mich, dass ich meine privaten Unterlagen, die in Papierform bei mir zuhause angekommen waren, immer erst mit ins Büro schleppen musste, um sie dort einzuscannen und damit eine Sicherungskopie zwangsweise auf unserem Firmenserver zu archivieren, wo meine privaten Unterlagen ja nun eigentlich nichts zu suchen haben, aber wenn ich mit dem Firmenscanner scanne, landet grundsätzlich immer eine unlöschbare Sicherungskopie auf dem Server. Okay, die guckt im Zweifel nie jemand an, aber trotzdem, das muss ja nicht sein und lästig ist es auch, das Papierzeugs durch die Gegend zu schleppen. Schöner wär's, ich könnte meinen privaten Posteingang direkt zuhause einscannen, dann geht auch weniger verloren, nichts gerät mehr in Unordnung, es ist einfach die bessere Organisationsstruktur. Nur wäre ein Scanner, so wie wir im Büro stehen haben, eindeutig ein wenig überdimensioniert, aber ich will ja auch die anderen Funktionen gar nicht dazu haben, ich brauche also keinen Großdrucker, sondern nur einen Scanner. Allerdings nicht so ein Homeoffice-Multifunktionsgerät, wie man es im Mediamarkt kaufen kann, so einen habe ich, da wird man beim Scannen wahnsinnig. 30 Sekunden pro Seite ist keine akzeptable Geschwindigkeit, wenn man weiß, dass man im Büro in 30 Sekunden 30 Seiten einscannen kann, doppelseitig. Deshalb habe ich meinen privaten Scanner nie benutzt.
Ich möchte einen Scanner mit automatischem Einzug und angemessener Geschwindigkeit.
Solche Scanner gibt es auch in klein, habe ich neulich bei unseren Wirtschaftsprüfer gesehen, denn die hatten so einen kleinen, tragbaren Miniscanner dabei, der blitzschnell die wunderbarsten Scans zauberte.
Das wollte ich auch.
Gibt's aber nicht im Mediamarkt, da habe ich schon nachgefragt, die meinten, Scanner wären völlig out, benutzt kein Mensch mehr, weil man ja alles mit dem Smartphone knipsen kann. Btw. auch wieder so ein "andere Menschen sind seltsam-Ding", denn mit dem Smartphone geknipste Dokumente sind ja nicht wirklich sinnvoll digital nutzbar. So von wegen Texterkennung und Weiterverarbeitung und so, aber wahrscheinlich ist das den anderen Leuten dann egal? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich gerne so ein tragbares Profigerät haben möchte, und wenn es das nicht im lokalen Handel gibt, dann eben aus dem Netz.

Allerdings kostet so ein tragbares Profigerät über 400€ und da bremste mich mein Geiz schon wieder aus. Ja ich weiß, ich bin reich und eigentlich könnte ich mir das auch einfach kaufen, aber vielleicht geht es ja doch etwas preiswerter? Ich habe mich also bei ebay umgeschaut, ein gebrauchter Scanner reicht mir schließlich auch. Zumindest für Borkum reicht ein gebrauchtes Gerät. Für Greven, wo viel mehr Privatpost eingeht, sehe ich ein, dass es sinnvoll ist, sich etwas wirklich Hochwertiges zu kaufen.
Also habe ich für Borkum einen gebrauchten Scanner erworben, der dann aber leider den Nachteil hatte, dass mein PC ihn nicht erkannt hat, weil ich keinen passenden Treiber für Windows 10 gefunden habe. Das ist dann der Nachteil von älteren Geräten….
Aber man lernt dazu und deshalb habe ich jetzt in einem zweiten Versuch einen generalüberholten Scanner von einem Händler gekauft, der jede Menge gute Bewertungen hatte (nicht nur der Händler, sondern auch der Scanner) und der kam gestern an. (der Scanner, nicht der Händler).
Grundsätzlich ist bei uns K derjenige, der sich deutlich lieber und fachkundiger mit Technik beschäftigt als ich. Ich beschäftige mich mit Technik und Computerkram immer nur, weil ich halt schon aus Prinzip immer alles alleine kann und weil es schneller geht, wenn man es rasch selber macht, statt darauf zu warten, bis jemand anderes mal Zeit hat, sich um meine Probleme zu kümmern. Wenn ich aber weiß, dass jemand anderes Zeit hat, gebe ich Technikdinge auch sehr gerne zur Lösung durch andere ab.
Wir haben beide grade Urlaub, also hat K Zeit, also kann er doch wohl den neuen, gebrauchten Scanner mal eben installieren, im Zweifel hat er ja sowieso mehr Ahnung als ich. Dachte ich.
K machte das auch ganz brav und beschäftigte sich lange und ausführlich mit dem Scanner, um allerdings nach drei Stunden schließlich entnervt aufzugeben, auch für diesen Scanner fand er keinen Treiber unter Windows 10.
Er meinte zwar mehrfach, ich solle mir das selber ansehen, aber was soll ich mir da angucken, mein Google spuckt doch nichts anderes aus als Ks Google? Wenn es keinen Treiber gibt, dann geht dieser Scanner jetzt zurück, immerhin habe ich diesmal ein Rückgaberecht.
Ich habe also die Rückgabe eingeleitet und bekam prompt eine E-Mail vom Händler mit einem Link, wo man sich den passenden Treiber für Windows 10 runterladen kann und den Hinweis, dass er schon über 300 Stück genau dieser gebrauchten Scanner-Serie verkauft hätte, und die funktionieren ganz bestimmt unter Windows 10, erst den Treiber runterladen und dann ist es plug and play. Sagte der Händler.
Ich habe K also den Link weitergeleitet, doch K sagte, auf der Seite wäre er schon gewesen, da gäbe es den passenden Treiber nicht. Hmmmm.
Ich hatte den Scanner schon wieder eingepackt, aber so ganz ließ mir das jetzt dann doch keine Ruhe. Der Händler machte einen durchaus kompetenten Eindruck, vielleicht sollte ich doch noch mal selber nachgucken?

Das tat ich dann heute Vormittag. Und ich fand auf der vom Händler verlinkten Seite tatsächlich einen Download, der allerdings sehr seltsam funktionierte. Es ging ein kleines Fenster mit der schwarzen DOS-Oberfläche auf, wo irgendwas passierte, dann fand ich plötzlich einen neuen Ordner unter Downloads, wo ich eine setup.exe Datei anklicken konnte, die dann tatsächlich einen Treiber installierte. Um soweit zu kommen, hatte ich aber noch eine 93seitige Bedienungsanleitung für "how to install the driver" runtergeladen und halb durchstudiert. Warum müssen Computerdinge immer so umständlich erklärt werden?
Auf alle Fälle hatte ich dann tatsächlich den richtigen Treiber, mein PC erkannte den Scanner und wies ihn mir unter Hardware/Drucker und Scanner mit der korrekten Bezeichnung aus.
Nur, wie scannt man jetzt? Wo bekomme ich ein Scanprogramm her? Windows meinte, ich solle dazu eine App aus dem Windowsstore herunterladen und installieren. Apps auf dem PC fühlen sich für mich ja immer falsch an, aber wenn es denn sein muss. Diese App erkannte auch sofort den Scanner, bot mir allerlei interessante Einstellungen an, aber wenn ich dann "jetzt scannen" anklickte, dann sagte sie "oohps, da ist es irgendwas schiefgelaufen, versuche es noch mal." Die modernen Programme verwenden ja neuerdings so eine seltsame umgangssprachlich anmutende Kumpelsprache zur Kommunikation, die mich regelmäßig zu blöden Gegensprüchen provoziert, aber auch daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen.
Jetzt hatte ich also erfolgreich den richtigen Treiber installiert, aber scannen konnte ich immer noch nichts, weil ich kein Scanprogramm hatte und diese blöden App nicht funktionierte.

Ich habe dann allerlei rumprobiert, es gibt eine Scan- und Fax-Funktion unter Windows 10, damit sprang der Scanner immerhin schon mal an und ich konnte mich darüber freuen, dass er tatsächlich scannt und auch noch ausgesprochen schnell ist, aber es war noch immer alles recht umständlich und weit weg von "so wie im Büro", vor allem, weil ich nur jpg oder tiff Dateien scannen konnte, keine pdfs.
Nun, um es abzukürzen, die perfekte Entdeckung machte ich dann durch Zufall, nämlich dass mein Adobe Acrobat Reader Programm (ich habe die Pro-Version, weil ich die im Büro brauche) auch gleichzeitig ein Scanprogramm ist. Unter "Erstellen" gibt es den Menüpunkt "PDF von Scanner" - und wenn man den anklickt, dann scannt der Scanner sofort los, auch noch doppelseitig und blitzschnell und mit Texterkennung und überhaupt - GENAUSO WIE IM BÜRO.
Ich bin rundum begeistert und jetzt sehr zufrieden mit meinem neuen Scanner.
Ich bleibe allerdings dabei, dass ich nicht verstehe, warum es für solche und jede Menge anderer computerbezogener Vorgänge keine vernünftige Erklärung/Anleitung im Netz gibt.
K hat übrigens zeitgleich jetzt einen funkelnagelneuen, modernen Scanner (kabellos und mit, laut Werbung, sehr komfortablem, aktuellen Scanprogramm) bei Amazon bestellt, für Greven leisten wir uns dann doch die Luxusvariante, wird am Montag geliefert
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Dienstag, 10. Juli 2018
Meine Bankgeschäfte
Das hier:

ist mein Handy.
Es steckt in einer "Bumperhülle", die sich als Schutzhülle schon mehrfach bewährt hat und auf der Rückseite zwei Schlitze hat, in die genau eine Scheck- und eine Visitenkarte reinpasst, unter der Visitenkarte steckt noch ein zusammengefalteter 50 Euroschein.
Im Notfall bin ich also nie mittellos unterwegs, denn dass ich mein Portemonnaie mal vergesse, das kann vorkommen, ohne Handy würde ich mich mittlerweile aber wohl wirklich nirgendwo mehr hinbewegen, zumindest nicht, wenn ich das Haus verlasse.

Wenn es um Geld, Bezahlen und Bankgeschäfte geht, dann kollidiert mein persönliches Sicherheits- und Datenschutz-/Anonymisierungsbedürfnis mit meinem Bequemlichkeitsbedürfnis und meine tiefsitzende Abneigung gegen vermeidbare Kosten muss auch noch beachtet werden.
Es ist also alles gar nicht so einfach, hier eine vernünftige Lösung zu finden, die allen Ansprüchen gerecht wird.

Schon wegen meiner Abneigung gegen vermeidbare Kosten führe ich alle Konten als Online-Konten, gleichzeitig kommt das aber meinem Bequemlichkeitsanspruch auch sehr entgegen, denn so habe ich meine Bank ja jederzeit in der Hosentasche und muss nirgendwo mehr extra hingehen oder mit irgendwelchen Papiersachen rumhantieren.
Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass sich jemand darüber beschwerte, dass man heutzutage ja quasi zum onlinebanking gezwungen wird, weil die Bank sonst so hohe Gebühren nimmt.
Diese Argumentation fand ich ausgesprochen niedlich, denn es ist ja wirklich eine Unverschämtheit, wenn jemand Geld dafür verlangt, wenn man ihm extra Arbeit macht. Soll sich die Bank doch lieber freuen, dass es noch echte Kerle gibt, die noch echte Papierüberweisung in einer echt unleserlichen Sauklaue falsch ausfüllen - so haben die Bankmitarbeiter wenigstens ab und zu noch echte Herausforderungen zu bestehen und verdummen nicht vor lauter langweiliger Eintönigkeit in ihrem Job.

Onlinebanking hat aber natürlich gewisse Sicherheitsrisiken, deshalb besteht meine persönliche Sicherheitsoptimierung darin, dass ich einfach mehrere Konten habe und jedes Konto nur für ganz bestimmte "Anwendungen" benutze.
Mein "Hauptkonto" - also das Konto, über das meine laufenden Einnahmen und alle Daueraufträge und Abbuchungsermächtigungen laufen, dieses Konto benutze ich niemals zum Einkaufen, zu diesem Konto habe ich auch keine Kreditkarte, über dieses Konto laufen also nur regelmäßig wiederkehrende Ein- oder Ausgaben. Alles außerhalb der Reihe fällt damit sofort auf. Dieses Konto führe ich bei einer großen deutschen Bank mit Filialbetrieb, ich habe also theoretisch die Möglichkeit, über dieses Konto "Schaltergeschäfte" zu machen, außerdem kann ich überall problemlos Geld abheben oder einzahlen. Ich benutze diese Möglichkeit nur sehr selten, finde es aber wichtig, diese Optionen zu haben.
Für diese Konto habe ich keine Kreditkarte und auch kein Depot.

Zu meinem persönlichen Bequemlichkeitsanspruch gehört auch, dass ich Bargeld umständlich finde und viel lieber mit Karte bezahle. Kartenzahlung hat den Vorteil, dass es nicht nur viel schneller geht als Bargeldzahlungen, sondern auch immer verfügbar ist (solange die Karte nicht gesperrt ist, aber um diesem Risiko vorzubeugen habe ich ja auch noch ein paar Extrakonten "in Reserve".) und man erspart sich einfach das lästige Gehampel mit dem Bargeld. Scheine gehen vielleicht noch, aber Münzen sind ja wohl nur überflüssig, beulen die Tasche aus, sind schwer, unhygienisch und stinken. Außerdem kann man sich frisches Bargeld nicht online beschaffen, ich finde den Gang zum Geldautomaten einfach nur lästig. Und je nach dem wo der Geldautomat steht, finde ich das Thema auch durchaus sicherheitsrelevant. Ich war neulich am Bahnhof an einem Geldautomaten, als ich mir die Typen angesehen habe, die da rumlungerten war mir gar nicht wohl mit so viel Bargeld in der Tasche.
Aus all diesen Gründen zahle ich wann immer möglich mit Karte.
Da ich aber neben dem Bequemlichkeitsthema auch noch ein Anonymisierungsthema und auch ein "Fraud-Thema" habe (man weiß ja nie, wo die Daten der Karte landen, wenn man sie unbekümmert in fremde Automaten reinsteckt) habe ich für alle laufenden Einkäufe ein N26 Konto. Das fülle ich regelmäßig von meinem Hauptkonto mit einem überschaubaren Betrag auf (geht online blitzschnell) und schlage so gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Ich habe meine Ausgaben komplett im Blick und kann mir sogar ein monatliches Budget geben bzw. nehme die Überweisung, die notwendig ist, um die Karte wieder aufzufüllen genauso bewusst wahr wie eine Geldabhebung am Geldautomaten. Wenn das Geld auf der Karte alle ist, dann ist das wie Portemonnaie leer, das ist psychologisch ein ganz wichtiger Fakt und ein N26-Konto ist dafür ideal, weil man jederzeit sieht, wie viel Geld noch da ist. Die Menuführung ist ausgesprochen einfach und sehr übersichtlich. Und da die zum Konto gehörenden Karten schon seit langem mit NFC (kontaktlosem Bezahlen) ausgestattet sind, ist das Bezahlen mit Karte im Laden auch noch sehr schnell und komfortabel. Karte kurz an das Bezahldingens halten, wenn der Betrag kleiner ist als 25€, macht es Piep und man hat bezahlt, ansonsten muss man eine (frei gewählte) Geheimzahl eingeben und fertig.
Anfangs hatte ich Sorge, dass dieses NFC so eine große Reichweite hat, dass ich aus Versehen mit meiner Karte bezahle, nur weil ich grade in der Nähe rumstehe, obwohl der Vorgang für einen anderen Kunden gedacht ist. Diese Sorge ist allerdings technischer Unsinn, kann ich nach nun fast zwei Jahren NFC-Nutzung eindeutig bestätigen. Man muss die Karte schon wirklich auf das Bezahldingens drauf- oder sehr dicht dranlegen, sonst geht gar nichts.
Sie guckt deshalb bei meinem Handy immer etwas weiter raus, weil sie nicht funktioniert, wenn sie ganz drinsteckt.
Denn mit dieser NFC-Karte "im" Handy nutze ich meine eigene "Handypay-Technik" und bin schon mehrfach bestaunt worden, dass ich jetzt sogar schon so weit bin, dass ich mit dem Handy bezahlen kann. Kann ich aber nur, wenn die Karte auf der Rückseite weit genug rausgezogen wurde :-)

Da auf dem N26 immer nur ein für mich überschaubarer Betrag drauf ist, finde ich auch das Risiko, was durch onlinebanking und Kartenbezahlung natürlich existiert, überschaubar. Worst case bin ich halt um den Betrag geschädigt, der da grade drauf ist, könnte ich aber jeweils überleben.
Anonym genug ist mir das auch alles, denn wenn jemand alle Daten von diesem Konto klaut, dann sieht er nur, wo und für wie viel ich vor Ort einkaufe - und ich denke, damit kann ich auch grade leben. Zur Verwirrung aller potentiellen Datenklauer habe ich eine der beiden zum Konto gehörenden Karten aber J. gegeben, der damit seinerseits Einkaufen geht, wenn es um Haushaltsdinge geht, neulich wurden deshalb innerhalb von 10 Minuten zwei Einkäufe bei Lidl getätigt, einmal in Greven und einmal auf Borkum. Ich finde, das ist anonym genug :-)

Und dann habe ich noch ein paar weitere "Reservekonten" auf denen sozusagen fast nie eine Bewegung stattfindet, wo ich aber diverse Geldanlagen liegen habe. Nicht alle auf einem, wegen anonym (Spuren verwischen) und Sicherheit und die bediene ich natürlich auch alle über online Banking, aber ich denke, grade wegen der Verteilung auf viele Konten und der Trennung von Gehalts- und Einkaufskonto habe ich jeden Datendieb maximal verwirrt und wenn wirklich mal ein Konto gehackt wird, dann funktionieren die anderen trotzdem ungestört weiter und so bleibe ich nie komplett mittellos zurück.
Wenn ich mir überlege, wie unsicher Bankgeschäfte sind, die nur mit einer Unterschrift auf Papier funktionieren, dann finde ich online Banking mit Pin und TAN und Freigabe und was weiß ich noch welche Sicherheitfeatures die sich alle naselang neu ausdenken doch deutlich sicherer als jede Art der "herkömmlichen" Bankgeschäfte
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Mittwoch, 8. März 2017
Was schön wär
Satz des Tages (ist nicht von heute, sondern hat Carlina letzte Woche irgendwann gesagt, aber mir ist heute wieder aufgefallen, wie recht sie hat):
"Dafür, dass wir schon 2017 haben, finde ich es bemerkenswert, wie viele Dinge noch nicht oder nur sehr schlecht funktionieren."

Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr Dinge fallen mir ein, die es wirklich schon seit sehr langer Zeit nicht vernünftig tun und es hat immer noch niemand etwas dagegen oder dafür erfunden.
Zuverlässig funktionierende WLan-Verbindungen, wäre da so ein Beispiel, oder simpel zu programmierende Fernseher.

Unser Fernseher hat schon wieder neue Sender entdeckt und will sich jetzt ständig aktualisieren, was ich ihm nun jedes Mal verbieten muss, da ansonsten meine gesamte mühsam organisierte und sortierte Senderliste wieder fürn A***h wäre. Und die habe ich erst vor kurzem aktualisert.
Es kann doch nicht sein, dass ich gezwungen bin, jeden Monat ca. zwei Stunden an meinem Fernseher rumzuprogrammieren, wenn ich eine bestimmte Senderreihenfolge beibehalten will und bestimmte Sender auch mit fest eingestellten Zahlentasten auf der Fernbedienung aufrufen will, nur weil alle naselang irgendwelche neuen Sender an den Start gehen und sich damit die Kanalbelegung verschiebt.
Ich könnte vor Wut darüber platzen, hilft aber nicht, es gibt einfach noch keinen Fernseher, bei dem man Sender und Kanalnummern einmal und dann für alle Zeiten festeinstellen kann
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Sonntag, 5. Februar 2017
Technikirrsinn 4.0
Letzten Mittwoch habe ich mich ja schon ausgiebig mit der Bedienung einer Software beschäftigt, die zwar eigentlich seit Jahren zu meinem ganz normalen Alltag gehört, die ich aber, verglichen mit den Möglichkeiten des Programms (von denen ich mir vorstelle, dass es sie geben muss, wenn ich all die Menus mit Untermenus betrachte, die das Programm so anbietet), nur zu 10% beherrsche. Ich kann Termine erstellen und ich kann rausfinden, wann ich wo und mit wem einen Termin habe, ich kann Termineinladungen verschicken und selber annehmen. Die Termine synchronisieren sich auf meinem Rechner, meinem Handy und dem Tablet - und das war's dann so im Wesentlichen. Mehr brauche ich ja eigentlich auch nicht. Andererseits frage ich mich natürlich, ob mir das gesamte Programm nicht doch ungeahnte Wundermöglichkeiten mit fantastischen Arbeits- und Organisationserleichterungen bietet, die ich vor allem deshalb nicht nutze, weil ich gar nicht weiß, dass es sie gibt oder geben könnte. Ich meine, vor 10 Jahren habe ich ja auch mein Smartphone nicht vermisst, weil ich tatsächlich absolut sicher war, dass das so, wie Apple es ankündigte mit dem iPhone, nie und nimmer praktikabel funktionieren kann. Seit dieser grandiosen Fehleinschätzung, die ich im Jahr 2010 noch mal toppte, in dem ich die Sinnhaftigkeit eines iPad komplett ins Lächerliche zog und mich souverän erhaben über die fehlgeleiteten Technikfreaks erhob, die vor lauter geifernden Scheuklappen auf alles Neue gar nicht mehr beurteilen können, wann etwas wirklich überflüssig ist, seit der Zeit bin ich tatsächlich etwas vorsichtiger geworden, mit meinen Beurteilungen zum Thema "Nützlich oder Schnickschnack".

Am Mittwoch habe ich deshalb versucht, tiefer in die Geheimnisse des Microsoft Outlook Kalenders samt entsprechender Nebenfunktionen einzusteigen, nach vier-fünf Stunden habe ich aber entnervt aufgegeben, ich schätze, ich beherrsche jetzt 30% der Möglichkeiten, die das Programm grundsätzlich kann, aber wie ich den Rest je lernen oder rausfinden könnte, ist mir ein Rätsel, weshalb ich dieses Thema einfach auf irgendwann später verschoben habe.

Es gibt aber noch mehr schon seit langem schlummernde Technik- bzw. Bedienungsthemen, wo es mich ärgert, dass die Technik bei mir nicht funktioniert, die aber gleichzeitig auch ein hohes Nervenstrapazenpotential haben und ich genau weiß, wenn ich mich damit beschäftige, dann rege ich mich auf.

So ganz grundsätzlich würde ich mich nämlich als durchaus technikaffin und aufgeschlossen für neue Ideen bezeichnen und in meiner Alltagsfilterblase, d.h. also unter den Menschen, mit denen ich im Alltag so für gewöhnlich Kontakt habe, wird mir das auch immer wieder bestätigt. In meiner Wahrnehmung gibt es deshalb ganz viele Menschen, die sich im Umgang mit IT, dem Internet und den neuen Medien, mit Programmen, Hardware, Technik und Möglichkeiten noch viel, viel schwerer tun als ich.
Klar gibt es Leute, die sind da deutlich besser, aber das sind meist Spezialisten oder Menschen, die das beruflich machen, das ist völlig normal, und jeder von denen kann dann meist auch nur sein eines Spezialgebiet. D.h. mein Computerexperte kann den Rechner vielleicht neu aufsetzen und ins Netzwerk bringen, aber auf meinem Microsoftkonto die veralteten Anmeldungen löschen, um mein Outlookkonto auch auf dem neuen Tablet ans Laufen zu kriegen, damit ist auch ein IT Spezialist überfordert, ist ein zu spezieller Sonderfall.

Aber Internet, Vernetzung und der Umgang mit Technik jeder Art, die "digital gesteuert wird", um das mal so global wie möglich zu umschreiben, gehört ja mittlerweile für wirklich jeden zum Alltag und es werden täglich mehr Dinge, deren Bedienung und Steuerung nur noch "vernetzt" und damit immer komplexer funktioniert und die es in der bisherigen, alten, analogen Form fast gar nicht mehr gibt.
Aber grade weil ich so viele dieser "Smarthome Element" schon seit sehr langem in meinen Alltag integriert habe, weil ich noch nie Berührungsängste hatte und mich auch immer selber darum gekümmert habe, wie die Steuerungstechnik funktioniert, grade deshalb bilde ich mir ein, dass ich doch im Grunde zu den "bevorzugten usern" gehören müsste, die in der Kombination aus langjähriger Erfahrung, mitgewachsenem Wissen und konstanter Neugier und Aufgeschlossenheit, doch als erste in der Lage sein müssten, Dinge des Alltags zu bedienen.
Aus dieser Überzeugung heraus habe ich immerhin den Vorteil, dass ich nicht in tiefste Niedergeschlagenheit verfalle und mich für den totalen Versager und Techniklegastheniker halte, nur weil bei uns das Telefon nicht funktioniert, der Fernseher nur noch seltsame Programme anbietet und der Computer sich weigert, neue Benutzeranmeldungen unter meinem Namen zuzulassen. All diese nicht nachvollziehbaren Technikschikanen sind einfach schon immer Teil des Alltags gewesen, irgendwas streikte, klemmte, hakte oder piepte schon immer und die Gründe dafür waren auch schon immer so vielfältig wie es früher zig verschiedene Gründe geben konnte, warum das Pferd plötzlich lahmte, die Kuh keine Milch mehr gab oder die Henne gluckte.
Aber im Unterschied zu Pferd, Kuh und Henne ist die Technik unserer Gegenwart extra von Menschen für Menschen entwickelt worden - und da habe ich den tiefsitzenden Anspruch, dass man sich bei der Entwicklung und vor allem bei der sich anschließenden Produktpflege, doch bitte schwerpunktmäßig darum kümmern sollte, dass die Nutzung der Technik verflixt noch mal so intuitiv wie möglich möglich sein sollte.
Aber Pustekuchen - bei einigen Anwendungsprogrammierungen frage ich mich regelmäßig, ob die Beschäftigung von Autisten in der IT-Branche wirklich eine so gute Idee ist.
Denn manche Ablauf-Klick- und Programmierungswege sind dermaßen umständlich, nicht nachvollziehbar und abstrus, dass ich mich immer wieder wundere, dass sie tatsächlich Realität sind.
Spitzenreiter bei Programmierungsschwachsinn sind nach meiner festen Überzeugung Fernseher.
Erst hatten wir immer nur Samsung-Fernseher, dann habe ich mich über die umständliche Bedienung gründlich geärgert und beschlossen, dass ich lieber einen von Panasonic haben möchte. Panasonic hat vor allem eine Fernbedienung mit großen Tasten, ein Kriterium, was bei mir mit abnehmender Sehleistung immer wichtiger wird.
Also haben wir seit zwei Jahren in Greven einen Panasonicfernseher, auf Borkum aber immer noch Samsung, hat den Vorteil, dass ich bei beiden Herstellern auf dem laufenden bleibe, was neue Bedienungsumständlichkeiten angeht.
Vor einiger Zeit begannen die Öffentlich-Rechtlichen damit, ihr Programmangebot neu zu organisieren, was zur Folge hatte, dass die alten Senderlisten gründlich zerschossen wurden, sie mussten neu programmiert werden, wollte ich weiterhin Zugriff auf meine 10 Lieblingsprogramme haben.
Heute war es dann soweit - ich habe mich mit der Organisation der Senderlisten beschäftigt und - wie ich es vorhergesehen hatte - dabei sehr viel Wut entwickelt. Was für eine schwachsinnige Umständlichkeit. Wer um alles in der Welt hat sich so einen Blödsinn ausgedacht? Es ist echt zum Haare raufen. Und weil ich nun vor dem Fernseher saß, stundenlang auf der Fernbedienung rumdrückte, Sender im Menu durch die Gegend schob und dabei gründlich schimpfte und fluchte, erbarmte sich K. der Seele der verfluchten Programmierer und versuchte, die Senderliste vom Fernseher auf den PC zu exportieren, um sie dort zu bearbeiten und dann fein sortiert wieder zurückzuspielen.
Im Fernseher selber gab es allerdings auch im sehr umfangreichen eManual keinen Hinweis darauf, wie das gehen könnte. Also hat er gegoogelt und diese Anleitung gefunden. Wenn man das in Ruhe durchliest, fasst man sich nur noch an den Kopf:
Da soll man allen Ernstes eine SD Karte nehmen, auf der eine leere Textdatei mit der Bezeichnung "hotel.pwd.txt" erstellen (das ist kein Witz, die muss tatsächlich genau so genannt werden), die SD Karte in den Fernseher schieben, (ganz easy, wenn der Fernseher an der Wand hängt und der SD Schlot natürlich bedienerfreundlich exakt auf der Rückseite ist…..) worauf sich ein Programm öffnet, das man dann mit dem Passwort "4850" dazu bringen kann, die Senderliste auf die SD Karte zu übertragen. Für den Rechner braucht man dann noch ein anderes Programm (kann man nach ein wenig Googeln im Internet runterladen), mit dem man die auf die SD-Karte heruntergeladene "svl.Datei" öffnen und bearbeiten kann, um sie anschließend mit dem Passwort "4851" wieder zurück auf den Fernseher zu übertragen.
Ich meine, das muss man sich nur mal auf der Zunge zergehen lassen: "hotel.pwd.txt" - ticken die noch ganz sauber oder welche Entschuldigung haben die dafür vorzubringen? Und dann die Passwortnummer: In der Bedienungsanleitung von Panasonic ist die nirgends zu finden, wo dieser Schweizer Technikblogger die herhat, wissen die Götter, sie funktioniert aber. Nur bitte schön - was soll das???
Und natürlich war es nicht so einfach, wie in dem link beschrieben, die SD-Karte wollte der Fernseher nicht erkennen, es gibt aber noch USB-Schächte. Davon allerdings zwei, von denen nur einer für das Übertragen von Senderlisten zugelassen ist und der USB-Stick selber darf auch nicht größer als max. 4GB Gesamtgröße haben und er muss vorher in einem bestimmten Format formatiert worden sein. Es war also alles ganz einfach.
Als K. nach vier Stunden so weit war, dass er die Senderliste exportiert hatte, war ich inzwischen fertig, mit dem manuellen Sortieren per Fernbedienung. Wir haben jetzt eine fein sortierte Senderliste exportiert, aber immerhin wissen wir nun, wie es geht. Wenn sich demnächst ARD one in ARD mit und ARD Alpha in BRD Beta umbenennt und von einem anderen Kanal aus sendet, sind wir gerüstet
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Montag, 21. Dezember 2015
Versteckte Blog-Kamera
Über das Phänomen der gedrehten Bilder habe ich mich schon mal ausgelassen, eine grundsätzliche Erklärung oder Lösung habe ich allerdings noch nicht gefunden.
Ganz oft funktionierte es, wenn ich die Fotos vor dem Hochladen mit der "Beschneidenfunktion" auf dem iPhone einfach etwas zurechtgestutzt habe, meistens wurden sie anschließend richtigrum hochgeladen.
Wenn das mit dem Beschneiden auf dem iPhone nicht funktionierte, hat es bisher aber immer geholfen, wenn ich die Fotos auf dem PC bearbeitet bzw. beschnitten habe.

Bis ich am Samstag ein Bild hochladen wollte, an dem ich komplett scheiterte. Egal was ich auch tat - es erschien immer nach links gekippt in der Bildervorschau.
Es wollte einfach auf gar keinen Fall und unter Verweigerung aller bisher funktionierenden Tricks richtigrum erscheinen. Kein Beschneiden half, keine Bildbearbeitung, nichts. Ich habe es dann sogar noch dreimal neu aufgenommen, und dabei das iPhone jedes Mal um 90° gedreht - in der festen Überzeugung, dass es doch irgendwann wenigstens "doppelgedreht" richtigrum erscheinen müsste. Tat es aber nicht.

Ich habe am Samstag dann nachher frustriert aufgegeben, die Sache ließ mir aber keine Ruhe. Heute habe ich mal gegoogelt und stieß dabei auf einen Tipp aus dem hauseigenen hilfe.blogger - dabei übrigens lustig: Über die interne Suche hatte ich den Beitrag nicht gefunden, aber Google von außen schmiss es mir sofort raus.
Egal, wichtig ist nur, dass ich den Tipp gefunden habe und dass er funktionierte - dachte ich bis eben.

Denn nachdem ich die EXIF Information an einem Bild entfernt hatte, lies es sich sofort ohne zu murren richtigrum hochladen.
Hier ist das Bild (und es gehört eigentlich zu der Einpackgeschichte, weil ich diese abgedrehte Schleifensammlung noch aus meinem alten Leben mitgenommen habe und ab und zu tatsächlich noch richtig gerne einpacke.)

Schleifen

Die Geschichte ist aber noch nicht zu Ende, denn ich wollte zum Beweis die anderen Fotos, die ich ja auch noch alle auf dem iPhone und dem Rechner hatte, bei denen ich die EXIF Infos nicht entfernt hatte, und die ich alle schon mehrfach versucht hatte, richtigrum hochzuladen, was nie geklappt hat, also von diesen Bildern wollte ich nur so zum Vergleich auch noch eines hochladen. Sozusagen: Bild ohne EXIF-Info und Bild mit.
Und was passiert: Das Bild erscheint plötzlich richtigrum.
ALLE Bilder erscheinen heute richtigrum.
Alle Bilder, die ich am Samstag mehrfach versucht habe hochzuladen, die am Samstag immer nach links gekippt erschienen (und die ich dann wieder gelöscht habe auf dem Blog), erscheinen heute richtigrum.
Gekippt
(es ist das gleiche Bild, nur unbearbeitet)

Jetzt bin ich so sprachlos, dass ich es einfach drangebe
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Donnerstag, 17. Dezember 2015
Das bisschen Technik
Als ich vor vielen tausend Jahren, irgendwann so Mitte 2004, mein erstes Blog hier auf Blogger.de online gesetzt habe, da hatte ich von HTML schlicht gar keine Ahnung.
Mit viel Hilfe von hilfe.blogger und persönlicher Unterstützung von weiteren netten Leuten habe ich es dann so nach und nach geschafft, mir ein Layout zusammenzubasteln, in dem die Dinge, die ich wichtig finde, eingebaut sind.
Dann passierte dies und jenes und ich stellte fest, dass das Internet wesentlich direkter persönlich ist, als ich mir das je vorgestellt hatte.
Genaugenommen dachte ich damals, ich wäre quasi unbemerkt im Internet unterwegs - unbemerkt zumindest von den Menschen, mit denen ich ansonsten auch im real life zusammentraf, denn wie hätten die wissen sollen, dass ich ein Blog unterhielt?
Nachdem ich mich in meinem Blog aber lang und breit über meine tatsächlich sehr seltsame Nachbarin lustig gemacht hatte (ohne Namen zu nennen, so dass nur jemand, der mich und sie tatsächlich in echt kannte, wissen konnte, über wen ich da überhaupt schreibe), ist aber genau das passiert und ich hatte plötzlich eine wutschnaubende Nachbarin auf der Matte stehen, die sehr empört darüber war, was ich da so schreibe und schrill nach Genugtuung verlangte.
Nun, ich nannte ihr meine Sekundanten - und löschte das Blog...........
Am nächsten Morgen trafen wir uns bei Sonnenaufgang im Hausflur, sie zog ihr Schlüsselbund aus der Tasche und ich die Kündigung. Der anwesende Anwalt stellte fest, dass meine Waffe besser getroffen hätte, da war aber mein Blog schon gelöscht und ich hatte auch keine gesteigerte Lust auf eine Wiederholung in anderer Besetzung.
Wie und warum sie dieses Blog überhaupt gefunden hatte, blieb ein Rätsel, ich lernte aber, dass es eine ganze Menge Leute aus meinem näheren und ferneren Umfeld gab, die dieses Blog kannten und lasen, denn ich wurde im Nachhinein von verschiedenen Menschen angesprochen, weil sie es schade fanden, dass plötzlich alles weg war, unterm Strich hat mir das damals sehr zu denken gegeben.

Ich setzte danach ein neues Blog unter neuem Namen auf, entwickelte eine Verfolgungs-Paranoia - und entdeckte den Spaß an der Layoutgestaltung.
Inzwischen hatte ich genug Ahnung von HTML, um mit Selfhtml und viel Rumprobiererei ziemlich weit zu kommen. Das war vor ungefähr acht Jahren.
Diese anonymen Blogs (diverse) machten aber nie so viel Spaß wie das erste "echte", so dass sie alle nach einiger Zeit wieder einschliefen.
Danach habe ich mich nicht mehr mit HTML beschäftigt, weil ich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war, dass für HTML-Spielereien schlicht keine Zeit mehr blieb. (Denn das ist eine sehr zeitaufwendige Beschäftigung, man probiert nur mal kurz was aus, guckt nach fünf Minuten auf die Uhr und stellt fest, dass es tatsächlich schon sechs Stunden später ist....)

Als ich dieses Blog neu anlegte, habe ich einfach das alte Layout importiert, um das Headerbild und den Titel zu ändern, hat es grade noch gereicht.
Aber jedesmal wenn ich ansonsten im Layout die Skins anklicke, erfasst mich leichte Verzweiflung und große Frustration. Ich habe tatsächlich komplett vergessen, was der ganze Kram bedeuten soll. Ist das zu fassen? In nur acht Jahren alles gelöscht.

Heute wollte ich dann endlich meine E-Mail-Adresse hier einfügen.
Eigentlich wollte ich die Adresse auf dem iPad schreiben und dann direkt als Bild hochladen. Ich habe dazu auch einen Stift wiedergefunden, den ich extra mal für Mitschriften, die dann auf dem PC weiterbearbeitet werden können, gekauft habe. Nämlichen diesen hier.
Zu meiner großen Überraschung schreibt der aber nicht auf dem iPad, sondern nur auf Papier......
Auch hier wieder ein Fall von "alles gelöscht".
Diesmal ist es sogar nur zwei Jahre her - d.h. ich habe den Stift 2013 gekauft, ein bisschen damit rumgespielt, dann weggelegt und vergessen.
Das einzige, was ich noch wusste, war, dass ich überhaupt so einen "elektronischen" Stift habe.

Insgesamt habe ich deshalb heute
a) diesen Stift wieder reaktiviert (komplizierte Sache, sowas, man braucht dafür nämlich ein Livescribe-Konto und extra Software und das schlimmste: Das alte Passwort)
b) anschließend in größeren Mengen alberne Handschriftdateien hergestellt
c) diese Dateien dann mit Paint bearbeitet und imagetauglich für das Blog gemacht
d) hochgeladen und dabei festgestellt, dass es auch im Layoutbereich Images gibt, und dann schließlich
e) auch noch die richtigen Stellen im Main Page Site Layout gefunden, um sie dort einzufügen

(uff, Aufzählung mit fünf Positionen geschafft, eine alte Regel sagt, eine Aufzählung muss immer mindestens fünf Positionen haben. Keine Ahnung, wo die Regel herkommt, aber ich versuche immer, sie zu befolgen.)

Das bisschen Technik hat jetzt drei Stunden gedauert, aber irgendwie bin ich jetzt auch ein bisschen stolz auf mich
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Mittwoch, 16. Dezember 2015
E-Mail-Stau?
Das finde ich jetzt so skurril, dass ich es mit einem neuen Beitrag sofort ausprobieren muss.
Seit Donnerstag bekam ich keine E-Mail mehr, wenn auf dem Blog gepostet wurde. Ich fand das blöd, aber hatte noch keine Zeit, mich darum zu kümmern und zu prüfen, woran es liegt. Die Grundeinstellungen sind unverändert, das Benachrichtigungssystem ist einfach ohne Grund ausgefallen.
Und eben machte es pling, und pling und ganz viel pling - und ich bekam ganz viele E-Mails über Blogeinträge seit Donnerstag.
Woran das jetzt lag? und ob es jetzt wieder störungsfrei läuft?
Sehr mysteriös, aber für Technik ja gleichzeitig schon wieder normal
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Samstag, 12. Dezember 2015
Externes Bild verlinken
Um ein Bild direkt von einer anderen website als Graphik einzubinden, gibt es einen HTML Befehl
Das wird hier erklärt, man es kann es alternativ aber auch bei SelfHTML nachlesen
und so sieht es dann aus:

Das Bild was hier abgelegt ist,
http://glipsch.eu/excaliburn/abstract01.jpg

kann ich auch direkt anzeigen lassen.

Testbild

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Dienstag, 18. März 2014
Geht das?
Bilder aus dem Fotostream hier einfügen?
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Panorama

Klappt.
Punkt
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